Anker #respond & #comments – direkt zum kommentieren springen

Angeregt durch einen Kommentar von Camdy, wo sie fragte, ob sie nicht von der Startseite direkt zu den Kommentaren springen könnte, habe ich vor Kurzem zwei Wordpress Anker eingebaut, um Euch das Kommentieren zu erleichtern. Zum einen gibt es ja den Anker #comments, der an die URL angehängt dafür sorgt, dass direkt zum Kommentarbereich gesprungen wird. Der Anker #respond hingegen sorgt dafür, dass man direkt zum Kommentieren springen kann, also zu den Kommentar-Eingabefeldern.

So habe ich mir erst einmal überlegt, wo kommen denn meine Kommentatoren überhaupt her? Dazu sind mir mehrere Wege eingefallen:

  • über die Artikel-Abo eMails
  • über den direkten Weg über die Startseite
  • über den Feedreader, also direkt in den Artikel

Wer über die Artikel-Abo eMails kommt hat den Artikel schon gelesen und bereits auch kommentiert. Die auf seinen Kommentar folgenden Kommentare hat er in der Regel auch schon in den eMails gelesen, also möchte er wohl in den meisten Fällen direkt antworten. Über den Link in der eMail landet er im Kommentarbereich, also über den ersten Kommentaren und Trackbacks (durch den Anker #comments). Nun habe ich in meinem Blog aber hin und wieder viele Kommentare, so dass das nach unten Scrollen durchaus etwas länger dauern kann. Um es diesen Kommentatoren einfacher zu machen, habe ich am Anfang des Kommentarbereiches, wenn bereits Kommentare vorhanden sind, in die comments.php folgende Mini-Funktion eingebaut:

<div class="eine-csss-klasse">zum <a href="<?php the_permalink() ?>#respond" rel="nofollow">kommentieren</a> springen</div>

Wer nun auf den Link „kommentieren“ klickt, landet direkt in der Kommentareingabemaske. Nofollow setze ich bei diesen Links absichtlich, schließlich möchte ich mich mit solchen Erweiterungen nicht selbst Double Content in die Suchmaschinen schießen.

Wer nun aber wie Camdy den direkten Weg über meine Startseite wählt, steht seit einiger Zeit vor dem Problem, dass ich die Kommentarverlinkung rausgenommen habe. Dazu hatte ich mich aus dem Grund entschieden, dass ich meine einzelnen Artikel nicht unnötig oft anlinken wollte (Überschrift, weiter lesen, Kommentare und in der Sidebar über die neuesten Artikel). Aber wenn es hilft, meine Seite nutzerfreundlicher zu gestalten, dann will ich das natürlich gerne entsprechend abändern. So steht nun an der entsprechenden Stelle der gezählten Kommentare folgender Code in meiner index.php:

<a href="<?php the_permalink() ?>#comments" rel="nofollow" title="Kommentare lesen"><?php comments_number('Keine Kommentare', '1 Kommentar', '% Kommentare'); ?></a>

Damit kann nun direkt von der Startseite in den Kommentarbereich gesprungen werden. Dort kann sich der Leser entscheiden, ob er die Kommentare lesen möchte, oder über den “zum kommentieren springen” Anker direkt in das Kommentarfeld springt.

Nun mag der ein oder andere von Euch anführen, dass es für diese Funktionen auch einfachere Wordpress Template Tags gibt. Ja, das ist zwar richtig, nur muss ich, wenn ich diese verwende und das Attribut nofollow haben möchte, in den Wordpress Core eingreifen. Mit dieser von mir abgeänderten Version ist ein Eingriff in den Wordpress Core aber hinfällig ;-)

Für die Feedleser brauche ich keine weitere Neuerung mehr einfügen, denn im Footer meines Feeds ist ja bereits der Kommentarbereich verlinkt – “… ich freue mich über Eure Kommentare

Angeregt zu dieser Art von Änderungen wurde ich durch den Artikel Wordpress interne Verlinkung optimieren vom red SEO Blog. Heutzutage ist zwar fraglich, ob die nofollow Links den Effekt haben, den ich erzielen möchte, denn mittlerweile zählen bis auf ein paar Ausnahmen (PR und Linktext Vererbung) die nofollow Links wie normale Links und man verschleudert unter Umständen einiges an Linkpower. Da nun aber viele SEOs dazu umgewechselt haben, nofollow nicht mehr einzusetzen, habe ich mich entschieden es trotzdem noch zu tun. Nicht unbedingt immer der Masse zu folgen gefällt mir persönlich sehr gut. Abgesehen davon sehe ich für Ankerlinks keine schlüssige Argumentation diese nicht auf nofollow zu setzen.

Was sagt Ihr zu meinen zwei kleinen Änderungen? Sind sie für Euch hilfreich?

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 Autor: Crazy Girl |
 Themenbereich: Bloggen
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11 Kommentare:
  1. Markus schrieb am 18. August 2009 um 12:39 Uhr:
    # 1

    find ich gut und denke grad von der startseite aus werd ich es bestimmt ab und an mal nutzen. zum thema dc hmm ich bleib da bei meiner vorgehensweise mit canonical^^ bisher hab ich keine falschen oder doppelten inhalte gefunden.

  2. Marc schrieb am 18. August 2009 um 16:11 Uhr:
    # 2

    …habe gerade aus dem Feedreader den Link genutzt, sehr praktischt – gefällt mir! Idee wird kopiert :-)

  3. Crazy Girl antwortete am 18. August 2009 um 18:52 Uhr:
    # 3

    @Markus: Ich setze canonical gar nicht ein, da es meistens so implementiert wird, dass alles canonical ist. Da kann man sich das m.E. auch gleich sparen. Wenn ich etwas doppeltes entdecken würde, dann würde ich das manuell nur für dieses Einzelne machen. Ansonsten finde ich es eher überflüssig. In einem Shop z.B. sieht das aber wieder anders aus, wenn der gleiche Artikel mit der gleichen Beschreibung, aber z.B. unterschiedlichen Farben mehrfach gelistet ist. Da würde ich mich für einen entscheiden und dort gezielt canonical einsetzen. Alles andere halte ich persönlich für Quatsch mit Sauce ;-)

    @Marc: Klar, nimm mit ;-)

  4. Mac_BetH schrieb am 19. August 2009 um 07:53 Uhr:
    # 4

    Hallo Tanja,

    toller Artikel! Ich habe mir auch durch einige E-Mails und Kommentare überlegt, diese Sprungmarken in meinem Blog einzubauen.

    Vielen Dank für die Erinnerung

    Gruß

    Matthias

  5. Crazy Girl antwortete am 19. August 2009 um 08:23 Uhr:
    # 5

    Danke Matthias ;-)

  6. alte Kiehvotz schrieb am 31. August 2009 um 18:23 Uhr:
    # 6

    Da hast du dir aber viel Mühe mit dem Anpassen gegeben ^^

    Aber ich seh das eher weniger wichtig, meine Besucher dürfen gerne manuell scrollen :)

  7. Crazy Girl antwortete am 31. August 2009 um 19:42 Uhr:
    # 7

    @alte Kiehvotz: der #respond Anker ist vor allem wichtig, wenn es mal richtig viele Kommentare sind und der Kommentator eh schon alles mitverfolgt hat und nur kurz weiter mitreden möchte.
    Gemeckert hat aber niemand bis dato, also eher ein schönes “nice to have” ;-)

  8. Mac_BetH schrieb am 6. Dezember 2009 um 17:31 Uhr:
    # 8

    Hallo Tanja,

    bin die von dir aufgeführten Codingstellen gerade bei mir am einbauen! Vielen Dank dafür!

    Eine Frage habe ich aber noch, weißt du wo man den Text, bzw. die Links in den E-Mails, die an die Kommentatoren rausgehen so beeinflußt, dass er direkt im Kommentarfeld rauskommt?

    Ich hoffe ich habe mich einigermassen klar ausgedrückt?

    Gruß

    Matthias

  9. Crazy Girl antwortete am 6. Dezember 2009 um 18:38 Uhr:
    # 9

    @Matthias: Ich glaube schon dass ich weiß was Du meinst, aber ich denke das müsste irgendwo im Core sein. Eigentlich müssten die sowieso auf dem Anker #comments rauskommen. Frag mich aber jetzt bitte nicht wo das genau ist. In unseren Admin Einstellungsmöglichkeiten ist da auf jeden Fall nix drin.

  10. Mac_BetH schrieb am 7. Dezember 2009 um 08:09 Uhr:
    # 10

    Hallo Tanja,

    genau das ist es. Die kommen auf dem Anker #comments raus und ich möchte den in #respond ändern, weiß aber nicht, wo ich den Text der E-Mail beeinflussen kann. Ich suche mal weiter, wenn ich was finde sage ich es dir!

    Gruß

    Matthias

  11. Crazy Girl antwortete am 7. Dezember 2009 um 14:53 Uhr:
    # 11

    @Matthias: Ja, sag Bescheid, das könnte sicherlich interessant sein. Ich nehme an, dass es auf jeden Fall irgendwo im Core zu finden ist. Das bedeutet dann auch, dass es bei jedem WP Update wieder überschrieben wird und wieder manuell nachgepflegt werden muss ;-)

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