In den letzten Wochen wurde heiß diskutiert über das Akismet Plugin und dessen Kompatibilität zu deutschen Datenschutzanforderungen. Nicht wenige haben sich aufgrund dessen vom Akismet Plugin getrennt und sich auf die Suche gemacht, nach vernünftigen Alternativen. So berichtete bereits Cindy über das AntiSpam Bee Plugin und Michael über die beiden Plugins Math Comment Spam Protection und Simple Trackback Validation. Da ich von Anfang an Akismet offline hatte, möchte ich mich dieser Reihe anschließen und Euch mein bevorzugtes Anti Spambot Plugin – Yawasp – vorstellen.
Am meisten hat mich an Akismet gestört, dass es für den „commercial use“ nicht frei nutzbar ist. Wer also irgendwann mal mit seinem Blog Geld verdienen möchte, könnte da durchaus in die Röhre kucken und dafür blechen müssen. Dazu wird eine Einkommensgrenze von 500 Dollar erwähnt. Schön, aber wer will das prüfen, frage ich mich? Andere Blogger stellten sich wohl die gleiche Frage und aktivierten deswegen Akismet. Da ich aber überhaupt nicht darauf aus bin, mal jemanden, den es eigentlich überhaupt nichts angeht, offiziell Rechenschaft über mein Blogeinkommen abzulegen, war das für mich der Hauptgrund gegen Akismet.
Für den Trackback Spam nutze ich wie Michael das Plugin Simple Trackback Validation. Bis dato habe ich aber noch nichts Diesbezügliches gesehen. Ob das gut ist oder nicht – kein Peil, es wird sich zeigen.
Für den Kommentar Spam musste natürlich auch ein Plugin her. Aus Erfahrungen mit anderen Blogs wusste ich, dass Spambots das größte Problem darstellen. So bin ich letztendlich zu Yawasp gekommen und bin super zufrieden, denn bis dato wurde kein einziger Spam-Kommentar gesichtet, weil Yawasp die alle noch vor dem Absenden eliminiert. Dazu braucht es auch nicht mal ein Captcha oder Spam-Abfragen, denn Yawasp greift schon vorher in den Kommentarfeldern ein. Und das Beste: Der echte User merkt überhaupt nichts davon, denn alles was Yawasp macht, läuft unsichtbar im Hintergrund ab. Dazu ist es ein absolutes Leichtgewicht, beeinflusst also die Performance des Blogs überhaupt nicht.
Zum einen geniert das Yawasp Plugin für die Formularfelder zufällige Werte für die Namen. Spambots senden aber bei Kommentar-Spam meist die „Standard-Namen“ – tja, Pech gehabt, ein solches funktioniert natürlich nicht mehr mit Yawasp.
Da Spambots aber manchmal auch lernfähig sind, generiert Yawasp zusätzlich ein für die User unsichtbares Feld. Nur Spambots sehen dieses Feld, und wenn sie es ausfüllen, sind sie ertappt.
In den Einstellungen kann ausgewählt werden, wie lange die IP eines erkannten Spambots gesperrt beziehungsweise blockiert werden soll (1 Stunde, 24 Stunden oder unendlich lange) und natürlich auch, was mit den Kommentaren von den Spambots passieren soll. Sie können blockiert, als Spam markiert oder moderiert werden. Ich habe mich für die Blockierung entschieden, denn auf diese Weise bekomme ich davon überhaupt nichts mit, denn die Spam-Kommentare werden so gar nicht erst generiert und gesendet.
Warum sollte ich meinen Server mit sinnlosen Traffic belasten? Im Dashboard wird mir angezeigt, wie viele dumme Spambots gestoppt wurden (aktuell sind es 52) und das war’s dann auch schon für mich. Da es reale Personen, die manuell auf meinem Blog einen Kommentar schreiben, nicht erwischen kann, ist das für mich die sinnvollste Einstellung.
Die Installation von Yawasp ist nicht sonderlich schwer. Es müssen zwar zusätzlich zur Plugin Aktivierung in der comments.php einige Anpassungen vorgenommen werden, doch die sind ziemlich einfach und schnell durchgeführt und zudem sehr gut beschrieben. Alles sogar auf Deutsch…
Zusammengefasst sind die Vorteile von Yawasp: Es ist effektiv, lässt keine Kommentare von Spambots durch, ein absolutes Leichtgewicht, einfach zu installieren und der User meiner Seiten merkt davon überhaupt nichts. Für ihn gibt es sogar den Vorteil, dass er keine schwer lesbaren Captchas entziffern und auch sonst keine Spamschutz Fragen beantworten muss. Datenschutz Probleme gibt es meines Erachtens auch nicht, denn es werden ja noch nicht einmal Sessions oder Cookies dafür benötigt. Einzig und alleine die IP eines Spambots wird gespeichert und gesperrt. Und dass irgendwann einmal solch lästige Maschinchen in den deutschen Datenschutz integriert werden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen
[...] die beste Möglichkeit, allerdings hat man nun wieder das Problem der Spamkommentare. Über Crazy Girls Tipps bin Ich auf das Plugin Yawasp aufmerksam [...]
Yawasp hat 591 dumme Spambots gestoppt.
Kann mich einfach nur anschließen… das Plugin ist perfekt
Hi,
danke für den Plugin Tipp. Ich habe Yawasap gleich mal installiert. Akismet hat mir noch nie zugesagt. Mal sehen ob das Plugin auch Spam filtert.
Viele Grüße
Thomas
Das filtert saugut
Ist Yawasp überhaupt noch bei dir in Nutzung? Oder bist du schon umgestiegen, denn ich bin auch einmal wieder auf der Suche nach einer Alternative
@Daniel: Bei mir ist der aktuelle Nachfolger von Yawasp in Nutzung: NoSpamNX