Der heutige Webmaster Friday dreht sich um die nachträgliche Bearbeitung von Blogartikeln. Egal ob es um die Bereinigung von Fehlern geht oder auch auf sonstige Weise die Blogartikel nachträglich bearbeitet werden, der Webmaster Friday möchte heute von uns wissen, wie wir damit umgehen. In welchen Fällen wir Blogartikel nachträglich bearbeiten und wie wir grundsätzlich dazu stehen. Das Thema finde ich aus SEO sowie auch aus monetärer Sicht sehr interessant, weswegen ich Euch heute meine diesbezügliche Vorgehensweise, Meinung sowie auch Erfahrung schildere.
Zuerst einmal möchte ich mit meiner grundsätzlichen Meinung nicht hinter den Berg halten. In meinen Augen leben Blogartikel und sind nicht gestorben, sobald der Tag rum ist oder ähnliches. Ein Blogartikel soll dem Medium Internet gerecht werden und ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn es sich also anbietet oder erforderlich ist, einen Blogartikel nachträglich zu bearbeiten, dann ist das in meinen Augen vollkommen in Ordnung.
Die Gründe für die nachträgliche Bearbeitung von Blogartikeln mögen unterschiedlich sein. So geht es bei den Eingangsfragen des Webmaster Friday Themas Blogartikel später bearbeiten und wenn, wie? um Fehler, die sich in Artikel eingeschlichen haben.
Wir Blogger sind ja auch nur Menschen und so schleichen sich hin und wieder Tippfehler in unsere Blogartikel ein, die wir erst gar nicht bemerken. Ein Kommentator macht uns darauf aufmerksam und “sorry” klar, ich bereinige das ohne mit der Wimper zu zucken. Schließlich sollen nicht alle zukünftigen Leser auch noch darüber stolpern.
Wesentlich seltener als Tippfehler zu korrigieren ist es hin und wieder mal notwendig Updateinformationen in Blogartikel einzufügen. Es hat sich zusätzlich was zum Sachverhalt ergeben und darüber sollen die Leser informiert werden. So was kommt vor und dann schreibe ich das auch dazu. Das Wort Update, das entsprechende Datum und fertig ist. Meist füge ich noch einen entsprechenden Kommentar mit Hinweis auf den Update hinzu, so dass auch die Kommentarabonnenten praktisch darüber informiert werden.
Ein Punkt der gern immer wieder vergessen wird ist der der toten Links. Einem Leser ist gar nicht geholfen, wenn der Link in meinem Blogartikel ins Nirvana führt. Also werden tote Links natürlich nachträglich entfernt. Wer das nicht macht, der ärgert nicht nur seine Besucher, sondern wird über kurz oder lang auch Auswirkungen von SuMas zu spüren kriegen, denn auf tote Links stehen die so ganz und gar nicht.
Oft kommt es auch vor, dass ich im Nachhinein einige Meta Tags eines Blogartikels ändern oder anpassen möchte. Ob dies nun eine noch bessere Description ist, oder ein abweichender Title Tag. Diese beiden Meta Tags sind nicht nur für das Ranking entscheidend, sondern auch dafür verantwortlich, ob sich ein Suchmaschinenleser davon angesprochen fühlt.
Ich arbeite ja auch mit Werbung in meinen Blogartikeln und hin und wieder ist es erforderlich diese zu ändern, zu korrigieren oder auch zusätzliche Werbung einzufügen, wenn es ein besonders gut besuchter Blogartikel ist. Abgesehen davon laufen manche Partnerprogramme nicht so gut und dann zucke ich natürlich nicht mit der Wimper und entferne diese, bzw. ersetze sie mit anderen Werbeformen. Das ist alles recht individuell und unterschiedlich und entscheidet sich aus der jeweiligen Situation heraus. Dennoch ist dies meine häufigste Form der nachträglichen Bearbeitung von Blogartikeln.
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass ein Blog lebt. Meine Blogartikel sind nicht in Stein gemeißelt und im Laufe der Zeit mögen auch einige Anpassungen notwendig werden oder sinnvoll sein. Gerade einige meiner alten Blogartikel sind Dauerbrenner in meinem Blog, sie ranken fast schon seit Jahren gut und werden auch immer wieder besucht. Gerade diesen Blogartikeln widme ich die größte Aufmerksamkeit und passe vor allem auch die Werbung in diesen entsprechend an. Wenn wir hier die Marketingsprache verwenden, sind das die “Cash Cows” meines Blogs und diese Kühe mögen einerseits gemolken, andererseits auch gepflegt werden.
Meiner Erfahrung nach gibt es bis dato ausschließlich nur positive Auswirkungen auf das Google Ranking beim nachträglichen Blogartikel Bearbeiten. Ich mache dies ja gerade bei meinen Cash Cows immer gerne in allen Variationen und beobachte bei diesen auch das Ranking, das unverändert stabil bleibt, bzw. sich auch mal verbessert.
Bei allem darf man aber grundsätzlich nicht übertreiben, denn auch hier gilt “viel hilft nicht gleich viel”. Wer seine Blogartikel nachträglich bearbeitet sollte mit Hirn und Verstand da ran gehen und diese natürlich auch nicht mit Werbung überfrachten. Das schlägt Leser wie auch Suchmaschinen in die Flucht ![]()
Der Webmaster Friday ist super um mal zu lesen, wie andere Blogger das in ihren Blogs handhaben. Und gerade was das Ändern und die Auswirkungen auf die Rankings angeht, war ich bisher wohl auf dem “falschen Dampfer”, weil ich dachte, dass ich das negativ auswirkt. Aber anhand deiner Praxiserfahrungen scheint das ja erfreulicherweise nicht der Fall zu sein. Danke für den Einblick
Obwohl ich mir viele meiner Artikel in der Vorschau anzeigen lasse, und entsprechend bearbeite, ändere ich sie auch, wenn ich sie veröffentlicht habe.
Dann fällt mir hier ein Leerzeichen zuviel auf, die Rechtschreibfehler natürlich.
Aber einfach auch bessere Formulierungen sind ein Grund für mich, Artikel im nachhinein zu ändern.
Wenn zwei oder mehrere Sätze mit ‘Und’, ‘Dann’ etc. anfangen macht sich das nicht gut. Oder wenn sich Wörter innerhalb eines Satzes mehrfach wiederholen, wird auch geändert.
Oh ja, Tippfehler korrigiere ich oft noch Monate später, und tote Links lasse ich vom Plugin Broken Link Checker suchen. Das kennzeichnet die Links in den Blogposts dann auch gleich, wenn da was nicht stimmt.
Mit Werbung habe ich, außer Amazon Partnerlinks, nichts zu tun, und Meta-Informationen ändere ich später kaum noch.
Der Nachteil ist, dass jeder editierte Artikel auf Facebook als neuer Artikel angepriesen wird. Da suche ich noch eine Möglichkeit, das zu verhindern…
Also Google mag es definitiv, wenn Artikel aktualisiert und vor allem im nachhinein erweitert werden. So gehe ich bei einigen Artikeln in meinem Blog vor, die gut gelistet sind und ab und zu mit Updates gefüttert werden, damit das so bleibt
Sowas funktioniert natürlich weniger mit tagesaktuellen Newsmeldungen, eher mit Tutorials etc. die man immer auf den neuesten Stand halten sollte.
Dem kann ich nur zustimmen, neben Fehlerkorrekturen nutze ich auch die Möglichkeit, den Artikel mit Nachträgen oder Zusatzbemerkungen zu versehen um ihn aktuell zu halten. Damit erspare ich es mir einen neuen Beitrag zu schreiben und dann auf den alten zu verlinken.
Ich ergänze einige Artikel auch immer ganz gerne.
IdR wenn ich sehe, dass Besucher X von Google auf “den” alten Beitrag gekommen ist… den schaue ich mir dann auch nochmal an, überlege ob es was neues oder anderes gibt… ggf. recherchiere ich auch selbst nochmal was.
Unterm Strich macht genau das auch Spaß – besonders weil man auch sieht, dass diese Artikel gelesen werden!
Das gehört wie ich finde dazu, dass meine seine Artikel nachträglich bearbeitet, wenn einem etwas nicht gefällt oder Fehler sich eingeschlichen haben.
@Bine: Bis dato konnte ich immer nur positive Erfahrungen machen mit dem nachträglichen Änderungen. Man darf es halt nur nicht übertreiben (z.B. mit Werbung). Google mag Aktualität
@Markus: Die Meta Tags ändere ich gerne im Nachhinein. Sozusagen ein “Feintuning”
@Jonas: Ja, richtig. Und freut mich, dass Du hier die gleichen Erfahrungen hast wie ich!
@Marcus: Klar, das sollte man schon ändern. Gerade der Lesefluss ist ja auch wichtig und es kommt bei den Lesern immer gut an, wenn das alles passt.
@Fischkopp: Manchmal sind die Zusätze und Erweiterungen ja auch so kurz, dass sich kein neuer Artikel “rentiert”
@Marc: Ja, das macht zwar Arbeit, aber auch richtig viel Spaß. Und ich hab hier auch genug “olle Kamellen”, die immer wieder gerne gelesen werden.
@Noxed: Klaro
Da habe ich doch heute wieder was gelernt, danke.
Ich dachte auch, dass das editieren Google nicht schmeckt, habe es dennoch hier und da ab und an getan, da es einfach mal sein muss.
Aber dann weiss ich ja jetzt, was ich in Zukunft zu machen habe – die Beiträge lebendig halten!
Danke, angenehmes Wochenende, Alex
Änderungen sind ein Muss. Ich kann doch keine Fehler oder alte Kammellen stehen lassen, wenn ich davon Kenntnis habe.
Sollte hingegen der Fall eintreten, dass zu vieles veraltet sein sollte, dann würde ich einen neuen schreiben und gegenseitig verlinken.
@Markus: Was benutzt du denn als Facebook-Plugin? Ich habe das Wordbooker Plugin und da kann ich unheimlich viel einstellen, so auch, dass editierte Artikel NICHT noch einmal neu zu FB gepostet werden sollen.
@Alex: Ich glaube wie Du denken viele
Ist aber wirklich nicht wild, und eigentlich auch ganz logisch. Google ist an Aktualität interessiert. Nichts finden die schlimmer als ihre Besucher auf olle total veraltete Kamellen zu leiten, die niemanden mehr weiter helfen.
@Philipp/Markus: Ich leite via RSS Graffiti an Facebook, das bedient sich dem Feed und da dürften geänderte Artikel nicht als neu erscheinen.
@Philipp: Wenn was total veraltet wäre, klar, dann würde ich auch drauf hinweisen und was neues schreiben. Gibt aber auch so saisonale Artikel, z.B. mein Früchtebrot Rezept, das wird jedes Jahr zur Weihnachtszeit wieder aktuell, ohne Änderungen.
@Philipp: Ich nutze die FB-App “RSS Graffiti”, die halbstündlich meinen Feedback liest. An der App scheint es aber Änderungen gegeben zu haben, denn die heute überarbeiteten Artikel sind (noch) bei FB gelandet…
@Tanja: Oh Früchtebrot lecker mmhjamjam
Das RSS Graffiti kannte ich noch gar nicht. Das WordBooker sollte eigentlich auch Kommentare hin und her aktualisieren können. Tuts aber nur von Blog zu FB, zurück nur bei einigen Sites.
@markus: Neue Option irgendwo?
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wenn ältere Beiträge immer wieder über die Google Suche aufgerufen werden ob man den Zeitraum für das Kommentieren nicht begrenzen sollte. Ich habe zum Beispiel die Begrenzung auf 90 Tage gesetzt, eigentlich nur um die Spammer fern zu halten. Wie behandelt ihr den Kommentar-Zeitraum?
Huhu, also ich ändere meine Artikel nur wenn ich die Rechtschreibung korrigieren will. Ansonsten hatte ich noch keinen Grund dafür
@Markus: Komisch, aber ich kuck auch nie bei Facebook rein, da fällt mir so was nicht auf.
@Philipp: WordBooker hatte ich auch mal, aber wieder rausgeworfen. Zuviel Javascript und Performance Verlust.
@Fischkopp: Kommentarfunktion schließen würde ich in einem Blog, in dem kommentiert wird, niemals. Ich habe dafür das URL Feld ab einer gewissen Zeit ausgeblendet. Einen SuMa Besucher interessiert das eh nicht (URL Feld) und ein ehrlicher Kommentator will Fragen stellen können etc.
@Jabelchen: Gründe dafür gibt es genug
Aber ich hatte eben noch nie die Motivation nach toten Links etc. zu suchen :-/ Ich denke, das wäre so viel Aufwand, dass ich nach 10 Artikeln eh die Lust verlieren würde
Wünsch dir ein schönes Wochenende!
@Jabelchen: Die Einstellung kann irgendwann zu Deinem Untergang in den Suchmaschinen führen. Gerade tote Links mögen die gar nicht und wenn das Überhand nimmt, dann *prost mahlzeit*
Auch ich finde das ein Blogger zu seine Korrekturen stehen soll. Schließlich ist kein Mensch perfekt und die Verbesserungen auch eine Bereicherung für eure Leser.
@Tanja: Ouch! Gut zu wissen. RSS Graffiti ist ja scheinbar der Standard hier. Schau ich mir mal an.
@Peter: Richtig
@Philipp: Just try, ist ganz simpel.
@Tanja: Jo, ich bin, so wie du, nur noch nicht ganz warm mit Facebook geworden. Momentan habe ich alles auf meiner Hauptseite, da wirds langsam unübersichtlich. Eine Fanpage würde noch nicht viel bringen, da geht ja keiner drauf.
Vielleicht lasse ich eine Weile beides parallel laufen…?
Tanja, machst du das Url ausblenden mit einem Plugin oder händisch im Code?
@Philipp: Ich bin so ganz und gar nicht warm mit Facebook… kann es irgendwie gar nicht leiden und bin dort eigentlich auch nie
@Fischkopp: Ich mache das händisch im Code. Wie das geht, habe ich unter (http://www.crazytoast.de/anti-spam-massnahme-url-feld-in-aelteren-artikeln-ausblenden.html) beschrieben.