Wie der ein oder andere von Euch vielleicht mitbekommen hat, bin ich gerade dabei 2 Bluttests auf Nahrungsmittelallergien von Typ III durchführen zu lassen. Nahrungsmittelallergien vom Typ III werden auch „verzögerte Nahrungsmittelallergien“ genannt. Bei dem Bluttest wird das Blut dahingehend überprüft, ob gegen spezifische Nahrungsmittel IgG-Antikörper vorliegen.
Verzögerte Nahrungsmittelallergien können die Ursache für die verschiedensten chronischen Beschwerden wie z.B. Hautentzündungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfälle oder der Reizdarm, Migräne oder auch Übergewicht sein. Diese Beschwerden können durch chronische Entzündungen verursacht werden, welche wiederum auf verzögerte Nahrungsmittelallergien zurückzuführen sein könnten.
Die Wissenschaft ist diesbezüglich der unterschiedlichsten Meinungen. Ich habe in der Vergangenheit aber mit der ein oder anderen Person gesprochen, die mit der Ernährungsumstellung anhand der Ergebnisse dieses Bluttests sehr gute Erfahrungen gemacht haben, so dass ich mich nach einigem hin- und herüberlegen schlussendlich auch für diesen Bluttest entschieden habe. Überlegen deswegen, weil der Bluttest alles andere als billig ist und von den Krankenkassen in der Regel nicht übernommen wird.
Ich hatte über viele Jahre Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, die sich mit meiner Low Carb Ernährung, die ich vor einigen Jahren begonnen hatte, gänzlich in Luft aufgelöst hatten. Jahrelang wurde ich ohne Ergebnis rauf und runter untersucht, nichts wurde gefunden und nach vielen Jahren täglicher Stopfmitteleinnahme kommt dann auf einmal eine Low Carb Diät auf die wahrscheinliche Ursache… irgendwas stimmt bei mir mit der Verdauung von Kohlenhydraten nicht.
Natürlich ist mir daran gelegen den vermutlichen Auslöser „Kohlenhydrate“ etwas detaillierter zu spezifizieren und deswegen entschied ich mich für den Bluttest auf verzögerte Nahrungsmittelallergien.
So habe ich letzte Woche Dienstag ein Röhrchen meines Blutes ans Labor geschickt und erhielt gestern prompt die erste Auswertung. Ich hatte mich vorab für das einfache ImuPro Screening entschieden, das 22 wichtige Nahrungsmittel in drei verschiedenen Nahrungsmittel-Pools auswertet. Dieser relativ günstige Bluttest gibt darüber Auffschluss, ob überhaupt verzögerte Nahrungsmittelallergien vorliegen bzw. erhöhte Mengen an IgG-Antikörpern festzustellen sind.
Beim ImuPro Screening werden im Pool 1 Milch, Hühnerei, Hefe und eine Käse-Mischung geprüft, im Pool 2 eine Getreide- sowie eine Fisch-/Fleisch-Mischung und im Pool 3 eine Nuss-, Obst- und Gemüsemischung. Während sich bei mir im Pool 1 und Pool 2 keine Reaktionen zeigten, wurden im Pool 3 mehrere spezifische IgG Antikörper nachgewiesen.
Das sagt jetzt im Ganzen natürlich gar nicht so viel aus. Mit diesem Bluttest wollte ich auch nur feststellen, ob bei mir überhaupt verzögerte Nahrungsmittelallergien vorliegen, um nicht den großen, teuren Bluttest komplett umsonst zu machen.
Aufgrund dieses Ergebnisses habe ich nun den großen Bluttest beauftragt. Bei diesem werden ca. 270 einzelne Nahrungsmittel, Farb- und Konservierungsstoffe getestet, für die ich in zirka einer Woche eine ausführliche Befundmappe erhalten werde.
Hallo! Wieviel hat der Test gekostet?
@Maeve: An/um die 500 Euro