Body Piercings sind echte Schmuckstücke. Und nur wenigen Fans der Piercings ist bekannt, dass es sich bei dieser Art des Schmucks, die übersetzt übrigens „durchbohren“ oder „durchstechen“ heißt, um eine Schmuckart handelt, die ursprünglich aus Afrika stammt. Während das klassische Ohrlochstechen noch als absolut gesellschaftsfähig gilt und auch von älteren Menschen schon längst toleriert ist, schaut das bei Piercings an anderen Körperstellen als dem Ohrläppchen schon ganz anders aus.
Je nach ausgeübtem Beruf ist es absolut nicht erwünscht, dass ein Mitarbeiter mit einem Piercing auftaucht. Obwohl die Toleranz hier inzwischen größer geworden ist in den letzten Jahren – was nicht zuletzt an dem vermehrten Auftauchen von Piercings liegen mag.
Die traditionellen Piercings, die eben aus Afrika stammen, werden überwiegend an Ohren und Lippen angebracht. Uns in Europa ist fast nicht geläufig, dass die Piercings in der ursprünglichen Form nicht zuletzt den gesellschaftlichen Status des Trägers symbolisierten. Auch die Veränderung des Menschen in seiner Entwicklung wurde durch die unterschiedlichen Piercings dargestellt.
Gerade die Augenbrauenpiercings sind aber typische Erscheinungen, die erst in den 1990er Jahren ihre Anfänge genommen haben. Auch wenn wir heute meinen, zum Beispiel mit Piercings an ausgefallenen Körperstellen ein echtes Tabu zu brechen – wirklich stimmen tut das nicht, denn selbst die Genitalpiercings sind in Afrika schon seit vielen Jahrhunderten eine gängige Schmuckform.
Body Piercings sind trendy, total in und gerade bei jüngeren und aufgeschlossenen Menschen sehr beliebt. Aber wirklich innovativ ist die Idee nicht, den Körper mittels Durchstechen und Durchziehen von verschiedenen Materialien zu schmücken. In Afrika sind es aber nicht nur Edelmetalle, sondern auch Holz-, Perlmutt-, Ton oder Quarzschmuckstücke, die in die durchbohrten Körperteile schmückend eingesetzt werden und wurden.
Ein paar Piercings an bestimmten Stellen zu haben und im gesunden Maße ist für mich Körperkult und nichts dabei. Körperpiercings sind zum Beispiel immer bedeckt und da ist es eben, meiner Meinung nach, alles Frage des Geschmacks und vielleicht auch des Bedarfs.
Man sagt immer, dass Piercings nicht mehr in Mode sind, aber wenn man sich sowas stechen lässt, an welcher Stelle auch immer, sollte es nicht um Mode, sondern um eigene Vorlieben und Wünsche gehen, nicht wahr…
Immer wieder trifft man ganz normale Menschen, die solche Piercings etwas anders behandeln als andere. Zu viele Piercings im Gesicht, finde ich selbst persönlich, machen natürlich auch kein hübsches Bild mehr, aber so ein professionell gestochenes Augenbrauenpiercing ist nichts dabei.
Man muss sich damit eben nur wohl fühlen und wenn man sich selbst wohl fühlt, dann strahlt man es auch nach aussen aus. Das ist das ganze Geheimnis. Das mit den Piercings im Beruf, da gebe ich dir völlig recht, wird fast nirgendwo gerne gesehen. Da muss man bereits im Vorfeld mit sich einig werden, wenn ein Piercing-Vorhaben ansteht
Ich habe mein Bauchnabel-Piercing seit mittlerweile etwas mehr als 10 Jahren und es noch nicht einen Tag bereut. Lustig finde ich es immer wieder, wenn mir im Sommer im Bikini manch eine oder einer auf den Bauch starrt.
Das kommt davon, dass solche Piercings immer noch schön anzusehen sind. Ich persönlich stehe auf Piercings bei Frauen und den ganzen Körperkult, ginge es dabei um Mann oder Frau. So geht es auch wahrscheinlich vielen anderen männlichen Zeitgenossen.
Bei Piercings ist es – meiner Meinung nach – wie bei den Tattoos: Wer wirklich ein Typ dafür ist, der oder die steht auch über der Mode, die gerade irgendwas vorgibt. So ein tolles Piercings im Bauchnabel sieht einfach klasse aus – und selbst am Bankschalter arbeitend kann man das einfach tragen.
Gesichtspiercings sind da schon etwas anderes. Ich finde die nicht wirklich toll. Abgesehen davon hat das Nasenpiercing inzwischen aus meiner Sicht schon fast den Hausfrauenchic erreicht – jeder trägt es, kaum einer steht es.
Man muss nicht jeden Trend mitmachen, aber wenn man überzeugt von irgendwas ist, was den Körperkult angeht, dann sollte man dazu auch stehen. Auch später, wenn man dann in die Jahre gekommen ist.
Am blödesten finde ich immer den abgedroschenen Spruch: Und was machst du mal, wenn du älter bist? Na, eben einfach wieter zum eigenen Geschmack stehen…
Ich trage mit Vorliebe meine schwarze Rose im Bauchnabel, aber hin und wieder auch ein anderes Piercing, je nach Lust und Laune
Ich glaube aber, dass es irgendwann nicht mehr schön wäre, wenn beispielsweise der Bauch sich in mehreren Rollen über die Hüften wirft.
Hi,
ich habe nun auch mehrere Körperpiercings unter der Kleidung und ein paar kommen noch dazu;). Das mit dem Alterwerden: Es wäre natürlich nicht schlecht, wenn man die Haut für etwaige Piercings straff hält, also wenn man die Zeit dazu hat, eben etwas Sport treiben und auf die Ernährung achten.
So hat man auch im Alter keiner schwerwiegende Probleme mit der Optik des Körperkultes oder… Die Piercings kann man nun ja jederzeit wieder herausnehmen, wenn es den eigenen Umständen nicht mehr entspricht, so denke ich mir mal.
@Alex: Schön Dich wieder zu sehen, hab schon gedacht Du wärst verschollen
Ich sehe das mit den Piercings genauso. Wenn es mal nicht mehr passt, dann kann man sie ja auch wieder rausnehmen.
@Crazy Girl,
ja, gehts mir, ehrlich gesagt, genauso. Aber ich konnte mich nicht mehr melden, da ich keinerlei Internetzugang auf einmal hatte. So ganz verschollen bin ich zum Glück nicht;).
Die SAche mit dem Körperkult geht so lange gut, bis man nicht übertreibt, ansonsten heisst mein Motto : “Leben und leben lassen”.