Broken Links Software – fehlerhafte Links im Blog finden

Unsere Erfahrungen mit den beiden Broken Links Plugins waren ja nicht wirklich berauschend. Die Plugins suchen nur nach fehlerhaften Links in den Beiträgen. Der gesamte Kommentarbereich wird dabei aber ausgespart. Ich frage mich ehrlich, was so ein Plugin dann für einen Nutzen hat. Schließlich leben unsere Blogs ja von und mit den Kommentaren und natürlich enthalten die Kommentare auch Links. Diese Links nicht zu prüfen ist in meinen Augen ein Unding. Dann brauch ich auch gleich gar nicht nach fehlerhaften Links zu suchen.

Also machte ich mich auf die Suche nach Alternativen zu den Broken Links Plugins. Dabei bin ich erst auf einige Online Tools gestoßen, wie z.B. den Link Checker von W3C. Im Großen und Ganzen sond solche Broken Links Online Tools nicht uninteressant, aber die Ergebnisse gefielen mir auch nicht wirklich. Ich traue dem Spiel nicht so ganz und es sah mir ganz danach aus, dass nicht alle externen Links auf dem Blog geprüft werden. Und dann jede Beitragsseite einzeln in so ein Online Tool einzugeben ist wirklich keine Lösung für uns Blogger. Wer eine kleine Webseite mit nur wenigen Seiten hat, mag damit ja gut zurecht kommen, aber für uns ist das nichts.

So bin ich schließlich auf eine englische Software gestoßen. Ein kleines Freeware Programm, Xenu’s Link Sleuth (TM), und eine deutsche Anleitung dafür. Das Programm habe ich mir gleich runtergezogen auf meinen Rechner, installiert und laufen lassen. Die Grobbedienung ist wirklich super einfach. File / Check URL aufrufen, die Domain URL in das Feld eingeben, prüfen ob Check external links aktiviert ist und mit ok starten. Schon rattert das Teil los und geht seinem Job nach, die gesamte URL auf fehlerhafte Links zu prüfen.

xenu-1

Der Link Sleuth rattert dann eine ganze Weile und durchsucht wirklich jede einzelne URL, die er auf der Domain findet, nach Broken Links. Wenn er dann fertig gerattert hat, kommt folgende Meldung mit der Frage, ob ein Bericht erstellt werden soll (mit Ja bestätigen):

xenu-2

Das danach aufpoppende Fenster kann entweder ausgefüllt oder mit Cancel abgebrochen werden. Ich entscheide mich hier für Cancel. Dann geht eine html Seite auf, und der Report ist da (bitte nicht rückwärts umfallen). Dort sind dann erst einmal alle Broken Links aufgelistet, danach noch einmal, sortiert nach den Beiträgen. Dann kommt eine Liste mit allen redirected URLs, also alle, die Umleitungen eingesetzt haben. Eine Sitemap aller Seiten auf der Domain, die geprüft wurden und ein kleiner Gesamtreport am Ende vervollständigen den Bericht.

So sieht das Gesamtergebnis momentan bei mir aus, nachdem ich schon etwas Aufräumarbeit geleistet habe. Denn im Gegensatz zu den beiden Broken Links Plugins hatte mir diese Software durchaus einige fehlerhafte Links ausgeworfen:

xenu-3

Das Ergebnis kann natürlich auch gespeichert werden, was ganz sinnvoll ist, wenn man sich einem größeren Aufgabenberg gegenüber sieht.

Ich bin damit auch auf zwei wirkliche seltsame Vorfälle gestoßen. Und zwar hat sich die Firefox SeoQuake Toolbar in zwei meiner Beiträge geschrieben. Am Ende des Beitrages war, als ich ihn im Admin Bereich aufrief, in der HTML Ansicht ein super langer HTML Absatz in Tabellenform. Dieser ist im Beitrag selbst nur im Quelltext zu sehen gewesen. Da er aber irgendwelche Links zu Bildern enthält, hat die Software mir diese Beiträge mit fehlerhaften Links ausgeworfen. Hat eine Weile gedauert, bis ich dem Ganzen auf die Schliche kam. Ist mir ein Rätsel wie das Zeugs dorthin kam.

Und nun bin ich gespannt was Ihr dazu sagt… :-) Ich hege die Befürchtung den ein oder anderen von Euch damit vor einen Berg voll Arbeit zu setzen.

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4 Trackbacks:
  1. [...] Crazytoast.de schreibt über Broken Link Software etc. [...]

  2. [...] bin durch einen Bericht bei Tanja über broken links auf einer webpage auf das Programm Xenu´s Link Sleuth aufmerksam geworden, [...]

  3. [...] den Start eines Blogs” das Plugin Broken-Links vorgestellt. Zum direkten Prüfen bieten sich Xenu’s Link Sleuth (TM) für Windows und Integrity für Mac [...]

  4. [...] Bei meinem Test war dieses Tool nicht sonderlich hilfreich und kann mit einem WordPress Plugin wie Broken Link Checker nicht mithalten, weil dieses Zugriff auf die Datenbanken und somit alle URLs [...]

22 Kommentare:
  1. Marc schrieb am 28. April 2009 um 21:13 Uhr:
    # 1

    Also auch noch die Kommentare zu überprüfen… Uhmmm! Ich mein, ist sicherlich löblich, aber… *grins*

    Mir fällt gerade etwas anderes ein: Warum die Leser nicht mit einspannen?
    Fixe Idee… Unter jedem Artikel einen Link/Button/Whatever, wo man mit einem Klick, ohne etwas auszufüllen, etwas fehlerhaftes melden kann.
    Also direkt schreiben “In dem Artikel ist ein defekter Link/Video/Bild/Bla? Melde dies mit nur einem schnellen Klick – danke!”

    Das wäre doch mal etwas?!

  2. Tanja schrieb am 29. April 2009 um 08:40 Uhr:
    # 2

    @Marc: Keine schlechte Idee, nur wird das auch genutzt?

  3. Andreas schrieb am 1. Mai 2009 um 15:25 Uhr:
    # 3

    Danke dir für den Tipp. Ich habe das Tool installiert und es checkt schon seit 20 Minuten. Ich hoffe, das Ergebnis wird mich nicht aus den Socken hauen :shock: .

  4. Tanja schrieb am 1. Mai 2009 um 19:58 Uhr:
    # 4

    @Andreas: Da bin ich ja mal gespannt was bei Dir rauskommt. Wenn Du nur die Broken Links ansiehst, dürfte es ja nicht gar so viel sein, oder?

  5. Andreas schrieb am 2. Mai 2009 um 11:35 Uhr:
    # 5

    Ich habe nach zwei Stunden abgebrochen :-( . Das Teil wurde einfach nicht fertig. Ich werde es heute noch einmal durchlaufen lassen. Gestern konnte ich ihn nicht fertig suchen lassen, da ich noch zu Schwiegerpapas 60. Geburtstag war.
    Nervig waren die ständigen Meldungen zu ungültigen Sicherheitszertifikaten, die man bestätigen muss…

  6. Tanja schrieb am 2. Mai 2009 um 13:05 Uhr:
    # 6

    Oh ja, diese Meldungen hatte ich auch ein paar Mal. Ziemlich unlustig wenn die Leute https falsch einsetzen :-(
    Bin jetzt aber wirklich gespannt was bei Dir rauskommt. Bei mir lief er insgesamt nur ein paar Minuten…

  7. Andreas schrieb am 2. Mai 2009 um 14:33 Uhr:
    # 7

    Es läuft jetzt seit einer Stunde und hat 36% bei über 25.000 URLs erledigt…. :-(

  8. Tanja schrieb am 2. Mai 2009 um 16:15 Uhr:
    # 8

    oh jeeh… 35% 25.000 URLs, wie groß ist Dein Blog denn? Echt gigantische Ausmaße… Ich hoffe Du kommst dieses Mal durch und fällst nicht um beim Ergebnis ;-)

  9. Andreas schrieb am 3. Mai 2009 um 16:54 Uhr:
    # 9

    Nach fast sieben Stunden war der Check fertig. Über 69.800 URLs wurden gecheckt, was an dem Translator Plugin lag. Dann beim Generieren des Reports ist mein Rechner abgeschmiert :-( .
    Meine Freude war unermesslich groß…

  10. Tanja schrieb am 3. Mai 2009 um 17:29 Uhr:
    # 10

    Das verstehe ich nicht wirklich Andreas. Wieso hast du so viele URLs? Translator Plugin? Was mact das denn?
    Das Ergebnis müsste aber noch zwischengespeichert sein, soweit ich das Programm kenne oder ist alles weg?

  11. Andreas schrieb am 4. Mai 2009 um 15:52 Uhr:
    # 11

    Das Plugin übersetzt die Seite in die verschiedenen Sprachen und speichert sie ab. Folglich ist jeder Beitrag X-Mal vorhanden und mit eigener URL versehen.
    Gespeichert hat das Prog nichts :-( . Ist aber nicht verwunderlich, da der PC eingefroren war und ich ihm den Strom wegnehmen musste… :-(

  12. Tanja schrieb am 4. Mai 2009 um 18:39 Uhr:
    # 12

    ups… (Strom und speichern)… das ist natürlich nicht schön :-(
    Würde es nicht einfach gehen, dass Du das Plugin für die Zeit wo die Software drüber läuft deaktivierst? Könnte das nicht vielleicht helfen?

  13. Andreas schrieb am 4. Mai 2009 um 18:54 Uhr:
    # 13

    Das wäre eine Option. Ich plane es mal für das Wochenende ein ;-) .

  14. Tanja schrieb am 4. Mai 2009 um 19:21 Uhr:
    # 14

    Wenn das Plugin die URLs generiert und nirgendwo speichert, dann wäre das definitiv eine Möglichkeit. Bin wie üblich gespannt, was das gibt bei Dir ;-)

  15. Michael schrieb am 3. April 2010 um 18:14 Uhr:
    # 16

    Habs gerade mal runtergeladen und installiert, bin auf den Report gespannt ;)

  16. Tanja schrieb am 3. April 2010 um 20:01 Uhr:
    # 17

    @Michael: Ich nutze es ja immer wieder und bin jedes Mal aufs Neue überrascht ;-)
    Es wird zwar viel zu viel ausgegeben und man muss sich das schon in Ruhe ansehen. Trotzdem ist es extrem hilfreich, denn unsere lieben Plugins dafür, durchsuchen z.B. nicht den Kommentarbereich, sondern nur die Artikel. Dort habe ich für meinen Teil aber nicht gar so viele Links wie im Kommentarbereich ;-)

  17. Michael schrieb am 5. April 2010 um 19:51 Uhr:
    # 18

    Danke fürs “Blogfutter” :)

  18. Tanja schrieb am 6. April 2010 um 14:07 Uhr:
    # 20

    @Michael: Gern geschehen :-)

  19. Martin Ihde schrieb am 11. Mai 2010 um 10:36 Uhr:
    # 21

    Ich habe das Xenu-Tool auch gerade getestet. Natürlich hat es auch einige Broken Links gefunden.

    Was mich gewundert hat, ist das alle meine Links zu Wikipedia als “forbidden” gekennzeichnet werden, aber ganz normal funktionieren. Ich wollte dich schon fragen, ob du weißt woran es liegt, aber dann habe ich nochmal einen Blick in die FAQ des Xenu-Tools geworfen und gesehen, dass Wikepedia Anfragen von Xenu sperrt. Nun denn…
    Falls es eventuell noch jemanden interessiert, ist hier eine genauere Erklärung: (http://www.boutell.com/innards/xenuandwikipedia.html)

  20. Tanja schrieb am 11. Mai 2010 um 10:55 Uhr:
    # 22

    @Martin: Da gibt es noch so ein paar mehr die gesperrt sind, u.a. auch einen Freeblog Anbieter. Weiß aber nicht mehr welcher das ist.
    Wikipedia trage ich grundsätzlich in die Sperrliste von Xenu ein, so dass sie gar nicht mehr ausgegeben werden im Report ;-)

  21. Martin schrieb am 14. Mai 2010 um 10:52 Uhr:
    # 23

    Danke, das mit den Sperrlisten ist gut. Da gibt es noch mehr Kandidaten, die ich ausschließen kann, wie Links zu Social Bookmarks-Diensten etc.
    Das macht die Ergebnisse übersichtlicher.

  22. Tanja schrieb am 14. Mai 2010 um 18:34 Uhr:
    # 24

    @Martin: Richtig, sobald ich diese Sperrlisten mal gefunden hatte, habe ich mich an das Arbeiten damit so richtig schön gewöhnt. Macht die Ergebnisse auf jeden Fall transparenter…

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