Dein Einkaufswagen steht noch voll bepackt im Gang

Gar nicht so selten wie man vielleicht annehmen könnte, vergessen Online Shop Kunden ihren Einkaufswagen. Sie parken ihn im „virtuellen Gang“ und da bleibt er dann stehen, der „noch nicht Kunde“ verschwindet. Natürlich könnte es sich ein solcher „Kunde“ auch anders überlegt haben und nicht mehr an seinem Einkauf interessiert sein. Es gibt aber auch Fälle, da vergisst der Kunde seinen voll bepackten Einkaufswagen einfach, weil er kurz vor dem Gang zur Kasse durch etwas anderes gestört oder abgelenkt wurde. Er hatte eigentlich vor zurückzukehren und seinen Einkauf abzuschließen, doch irgendwie geriet der Einkaufswagen oder gar die Online Shop URL in Vergessenheit.

Für einige Online Shops gibt es diesbezüglich ein Modul, welches im Adminbereich die offenen Einkaufswägen auflistet und zudem die Möglichkeit bietet, die entsprechenden Kunden per Mausklick automatisiert anzuschreiben. Die eMail erinnert höflich an den Einkaufswagen und fragt auch nach, ob es vielleicht irgendwelche technischen Probleme beim geplanten Einkauf gab.

Ein sehr wertvolles Modul in meinen Augen, welches mir schon den ein oder anderen Einkauf „zurück gerettet“ hat in meinem Online Shop. Aber nicht nur das, denn es gibt auch hin und wieder Probleme mit PayPal Einkäufern, die nicht wie geplant nach Ihrer Bezahlung zum Online Shop zurückkehren, z.B. zuvor oder währenddessen das Browserfenster schließen. In einem solchen Fall wird nämlich die Bestellung im Online Shop erst gar nicht generiert. Der Kunde hat also bezahlt, die zugehörige Bestellung fehlt. Wer nicht über das offene Warenkörbe Modul verfügt muss nun peinlich den Kunden per eMail oder Telefon fragen, was er denn eigentlich eingekauft hat. Hinterlässt nicht gerade den besten Eindruck.

Und wer nun meint, so etwas kommt nur selten vor, der irrt. Ich habe mit meinem Online Shop pro Monate mehrere solche PayPal „Verschlucker“ und bin jedes Mal wieder froh, wenn ich die Bestellung anhand des offenen Einkaufswagens einfach per Mausklick nachgenerieren kann.

Aber heute hatte ich auch erst wieder einen Fall einer Kunden, die gestern ihren Einkaufswagen voll bepackt im Gang stehen hat lassen. Ca. 1 Stunde nachdem mein System auf meinen Mausklick die diesbezügliche eMail versendet hatte, trudelte die Bestellung der Kundin ein. Über einen solchen wieder geretteten Umsatz freut sich natürlich das Verkäufer Herz.

Während man sich im Supermarkt um die Ecke natürlich etwas schwerer tut, einen voll bepackten Einkaufswagen irgendwo im Gang zu vergessen und durch irgendeine Ablenkung ohne seine Einkäufe aus dem Supermarkt rennt, kann einem solches in einem Online Shop dagegen schon öfters passieren…

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 Autor: Crazy Girl |
 Themenbereich: Tipps und Tricks
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9 Kommentare:
  1. Bonny schrieb am 22. Dezember 2009 um 16:06 Uhr:
    # 1

    Hört sich sehr sinnvoll an :-D

    Ich bin jedoch eher die “Kundin”, die sich letztendlich gegen den Kauf entscheidet und deshalb den Wagen einfach stehen lässt. Das passiert schnell, wenn ich in zwei Shops parallel den Wagen packe, um so die Preise zu vergleichen.

    Was mich als Kundin aber immer wieder ärgert sind Shops, die nach einer gewissen Zeit den Einkaufswagen einfach löschen. Da sucht man dann ewig nach Geschenken, packt alles brav in den Einkaufswagen – dann klingelt das Telefon und danach kommt man zu einem gelöschten Einkaufskorb zurück…
    Gar nicht toll, sondern extrem nervig.

  2. Crazy Girl antwortete am 22. Dezember 2009 um 16:47 Uhr:
    # 2

    @Bonny: Ich muss zugeben ich lösche die stehen gebliebenen Einkaufswagen auch regelmäßig. In der Regel aber erst nach 1 Monat. Nach einer solchen Zeit dürfte doch eigentlich keiner mehr zurückkommen und nach seinem Einkaufswagen suchen. Vor allem habe ich ja zusätzlich auch noch die Wunschliste, die ja diese Merkzettel Funktion ebenfalls erfüllen kann. Falsch aus Deiner Sicht?

  3. Bonny schrieb am 22. Dezember 2009 um 17:40 Uhr:
    # 3

    Ein Monat ist absolut in Ordnung :-)

    Zum Beispiel bei Douglas wird aber schon nach 45 bis 60 Minuten gelöscht. Ob Standardmäßig, weiß ich nun nicht, aber mir ist es schon zwei Mal passiert. Zu lange am Telefon gehangen und weg war alles, was ich “mühsam” rausgesucht hatte.

  4. Thorsten schrieb am 22. Dezember 2009 um 19:32 Uhr:
    # 4

    Diese Funktion wollte ich auch mal implementieren, habe mich aber dann nicht getraut… Letztlich bin ich mir nicht sicher, ob die Mail eine Einwilligung des Kunden wie bei einem Newsletter voraussetzt. Nicht dass Du mich falsch verstehts, ich persönlich finde die Mail gut und völlig unkritisch. Aber wenn ich die juristischen Diskussionen über das Abmahnungsthema verfolge, bin ich mir halt nicht mehr sicher. Hast Du Dich mit dieser Frage mal befasst?

  5. mr.gene schrieb am 22. Dezember 2009 um 19:42 Uhr:
    # 5

    Für den Verkäufer ist das sicher eine super Erfindung…und für die meisten Kunden auch, aber ich hab auch schon das ein oder andere mal einen Einkauf “geplant” und dann ganz bewusst verworfen…weil es eben zur Preisermittlung, zum Spass, sehen was möglich ist o.ä. war.
    Da war ich i.d.R. natürlich nicht angemeldet, sodass da auch keine Mail kommen könnte…

    Oft ärgere ich mich aber auch, dass die Session abgelaufen ist und man alles neu zusammensuchen muss….nur weil man 20 Minuten lang nichts geklickt hat :-/

  6. Crazy Girl antwortete am 22. Dezember 2009 um 21:25 Uhr:
    # 6

    @Bonny: Da denke ich, dass es was mit den Sessions zu tun hat, die sich nach einer solchen Zeit wieder erneuern. Wenn Du eingeloggt bist, dürfte das nicht passieren, außer es ist so programmiert ;-)

    @Thorsten: Hundertprozentig sicher kann ich Dir das nicht sagen (was ist schon sicher für Shopbetreiber?). Ich denke aber, dass dies auch zum so genannten Soft Opt-In gehört, mit dem Du auch bestehende Kunden anschreiben und ihnen ein ähnliches wie das gekaufte Produkt anbieten darfst.
    Damit eine eMail im offenen Warenkorb Fall rausgehen kann, muss der Kunde ja schon registriert sein, d.h. er hat entweder ein Kunden- oder ein Gastkonto erstellt – oder sich in seinen bestehenden Kundenaccount eingeloggt – und dann auf dem Weg zur Zahlung abgebrochen. Sonst gäbe es auch gar keine Erkennung und keine eMail Adresse. In einem solchen Falle ist eine eMail, die nach technischen Fehlern bzw. Problemen für den Abbruch fragt doch legitim. Es kommt natürlich auch immer auf den Inhalt der eMail an. Wenn Du gleichzeitig einen halben Newletter Inhalt mit allen möglichen Angeboten mitschickst, könntest Du durchaus rechtliche Probleme bekommen, denn um Werbung hat niemand gebeten ;-)

    Noch was: Bei diese Modul brauchst Du auch keine eMails zu verschicken, es funktioniert auch ohne. Die wichtigste Funktion ist die, dass Du die PayPal “Verschlucker” problemlos nachgenerieren kannst. Auch nicht ohne ist es, die alten offenen Warenkörbe zu löschen, spart ne Menge Datenbankinhalt…

    @mr.gene: Ich denke das machen viele so wie Du, aber wer nicht angemeldet ist, der kriegt auch keine eMails, wie Du schon richtig erkannt hast :-)

  7. Thorsten schrieb am 23. Dezember 2009 um 11:08 Uhr:
    # 7

    Diese PayPal “Verschlucker” (klingt witzig, ist auch eine sehr gebührenhungrige Firma) habe ich gar nicht. Bei mir war es häufiger so, dass die Leute noch keinen PayPal-Account hatten und daher die Zahlung einige Tage gedauert hat. Daher wird bei mir erst die Bestellung angelegt wie bei allen anderen Zahlungsarten und anschließend bekommen die Kunden einen Link zu PayPal.

    Für mich bleiben nur die Interessenten, die auf dem Weg zur Kasse abbrechen. Ich vermute, dass es ähnlich wie von Bonny beschrieben um den Vergleich mit anderen Shops geht. Warum man dafür die ganze Adresse eingibt, verstehe ich allerdings nicht, dafür würde auch die Warenkorbseite reichen.

    Was das Löschen der Warenkörbe angeht, hätte ich noch eine Vermutung: Viele Systeme verwalten automatische den Bestand pro Artikel und manche reservieren einen Artikel sogar schon, wenn er in den Warenkorb gelegt wird. Dann ist verständlich, dass nach einer relativ kurzen Zeit diese Reservierung wieder aufgehoben wird.

  8. Peter schrieb am 23. Dezember 2009 um 13:07 Uhr:
    # 8

    Warum lassen so viele ihren Warenkorb einfach vor die virtuelle Kasse stehen?

    Neben die genannte Punkt gibt es ein weitere recht häufiger Grund hierfür. Leider kann man bei manche Online Shops nicht im voraus klären, welche Zahlarten die anbieten. Daher werden manche wohl ihren vollen Einkaufswagen einfach liegen lassen.

    Hierbei geht es nicht alleine um notorische “Spätzahler” die alles am liebsten auf Rechnung kaufen würden. Ich kenne manche Shops wo ich nicht gerne meine Daten weitergeben würde (Fehlende SSL )

    Auch die Möglichkeit bei großen Payment Anbieter wie Sofortüberweisung.de zu zahlen bringen viele Shops nicht.

    Hierbei werden die Zahlungen sogar besser gesichert wie bei die klassische Lastschrift nur muss ich meine Kontodaten nicht an eine mir nicht bekannten Shop übermitteln.

  9. Crazy Girl antwortete am 23. Dezember 2009 um 13:29 Uhr:
    # 9

    @Thorsten: Ja, wir haben ja auch unterschiedliche Shopsysteme. Die von Dir berichteten PayPaler, habe ich wiederum nicht ;-)

    Im Warenkorb habe ich bereits eine Prüfung, ob die entsprechende Menge überhaupt auf Lager ist, ansonsten gibt es eine entsprechende Fehlermeldung. Das habe ich mir extra einbauen lassen. Aber wirklich reserviert wird die Ware erst mit dem Kauf.

    @Peter: Für solche (Zahlungsweisen z.B.) habe ich in meiner Sidebar rechts die Zahlungsweisen wie auch den Versand extra nochmal kurz genannt. Trotzdem passiert das aber auch. SSL habe ich auch, aber vielleicht ist ja gerade auch das wiederum für einige ein Hinderungsgrund.
    Als Shopbetreiber kann man sich das Leben schon erleichtern, mit solchen Kleinigkeiten, aber trotzdem wird man es nie allen Recht machen ;-)

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