BMI berechnen – Der Body Mass Index hat nur begrenzte Aussagekraft

Mit dem BMI – Body Mass Index – wird im Allgemeinen berechnet, ob das Körpergewicht einer Person normal, zu hoch oder zu niedrig ist. Unter- wie auch Übergewicht sind oft die Basis für Folge- bzw. Begleiterkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen etc.) und so ermöglicht der Body Mass Index eine Risikoeinschätzung. Doch die Aussagekraft des BMI ist begrenzt, da der Körperfettanteil bei der BMI Berechnung nicht berücksichtigt wird. Der Körperfettanteil eines Menschen ist aber größtenteils ausschlaggebender für Folgeerkrankungen als das Körpergewicht selbst.

Warum sagt der BMI Wert nicht so viel aus?

Da Fett leichter wiegt als Muskulatur wird ein aktiver Sportler auch immer einen höheren Body Mass Index aufweisen als sportlich nicht aktive Menschen. Der Sportler weist aber im Gegensatz zu den sportlich nicht Aktiven einen weitaus geringeren Körperfettanteil sowie einen höheren Anteil an Muskelmasse auf. So kann es durchaus vorkommen, dass ein schlanker, muskulöser Mann mit seinem BMI an der Grenze des Übergewichts schrammt, aber noch lange nicht übergewichtig ist und ergo auch kein erhöhtes Krankheitsrisiko aufweist.

BMI berechnen mit der einfachen Formel

Die Berechnung des BMI erfolgt anhand einer Formel, die die Körpergröße und das Körpergewicht zueinander in Beziehung setzt. Das Körpergewicht in Kilogramm wird durch die Körpergröße in Metern im Quadrat geteilt:
Körpergewicht in Kilogramm / (Körpergröße in Metern * Körpergröße in Metern)

Wer den BMI nicht manuell berechnen möchte, kann hier mit diesem BMI Rechner den Body Mass Index kostenlos online berechnen.

Die Bewertung des Body Mass Index erfolgt anhand der folgenden Tabelle:

Kategorie
Kritisches Untergewicht
Untergewicht
Normalgewicht
Übergewicht
Adipositas Grad 1
Adipositas Grad 2
Adipositas Grad 3
BMI
< 16
< 18,5
18,5 - 24,9
25,0 - 29,9
30,0 - 34,9
35,0 - 39,9
> 40
Risiko für Begleiterkrankungen
sehr hoch
niedrig
durchschnittlich
gering erhöht
erhöht
hoch
sehr hoch

Wie aus der Tabelle ersichtlich wird, gibt es beim BMI weder eine Einteilung nach Geschlecht (Männer/Frauen) noch nach Alter. So ist die Berechnung des Body Mass Index für Kinder gänzlich ungeeignet. Da, wie bereits erwähnt, der Körperfettanteil nicht berücksichtigt wird, ist der BMI für aktive Sportler nicht aussagekräftig.

Den Taillen-Hüft-Quotient berechnen

BMI und Taillen-Hüft-Quotient berechnen
Bild: © Olivier Le Moal – Fotolia.com

Eine interessantere Formel ist der so genannte Taillen-Hüfte-Quotient (WHR), der das Verhältnis von Taillenumfang und Hüftumfang berechnet und dadurch anzeigt, wo der Fettansatz der Person liegt (Apfel- oder Birnentyp). Körperfett im Bauchraum ist mit einem weitaus höheren Risiko für Begleiterkrankungen verbunden als Körperfett im Gesäß und Oberschenkeln. Das Körperfett im Bauchraum ist wesentlich stoffwechselaktiver und deswegen mit höheren Krankheitsrisiken verbunden.

Um den Taillen-Hüfte-Quotient zu berechnen, wird der Taillenumfang in der Höhe des Bauchnabels gemessen (in cm) und durch das Maß des Hüftumfanges geteilt. Bei Männern sollte das Ergebnis unter 1,0 liegen, bei Frauen unter 0,85.

Aktuellen Studien zufolge ist aber eine derartige Messung zur Bestimmung des Erkrankungsrisikos nicht mehr nötig. So weist unabhängig vom Hüftumfang ein Bauchumfang bei Frauen von über 88 cm, sowie ein Bauchumfang bei Männern von über 102 cm, auf ein höhere Krankheitsrisiken hin.

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 Themenbereich: Gewichtsreduzierung
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5 Kommentare:
  1. Günter schrieb am 14. Januar 2011 um 10:13 Uhr:
    # 1

    Hallo,
    ein sehr interessanter Artikel der mich wieder daran erinnert das ich mit einem BMI von knapp 25 mal wieder etwas mehr Sport machen sollte. Allerdings bin ich von einem Hüftumfang von 102 cm noch weit entfernt.

    Mir ist aber noch etwas aufgefallen was ich mich verwirrt und ich vermute du hast dich einfach verschrieben.
    Es handelt such um folgenden Satz:

    “Da Fett schwerer wiegt als Muskulatur wird ein aktiver Sportler auch immer einen höheren Body Mass Index aufweisen als sportlich nicht aktive Menschen.”

    So weit ich weiß wiegen Muskeln mehr als Fett und dann würde der Satz aus meiner Sicht auch mehr Sinn machen.

    Ich freue mich auf viele weitere interessante Artikel.

    Gruß
    Günter

  2. Alex schrieb am 14. Januar 2011 um 09:34 Uhr:
    # 2

    Was den BMI angeht, pendele ich meist zwischen 22.5 und knapp 24. Somit voll im Normalgewicht. Und was den WHR angeht, das rechne ich gleich mal heute Abend aus. Aber bis ich auf die 102cm komme, brauche ich sicherlich noch einiges an Jahren, wenn überhaupt! :)
    Gesunde Ernährung, Bewegung und schon klappt das mit den verschiedenen Index’s! :D

  3. Tanja schrieb am 14. Januar 2011 um 15:15 Uhr:
    # 3

    @Alex: Wie eben schon erwähnt, wer Sport treibt und so auch einen gesunden Anteil an Muskulatur hat, kann den BMI “vergessen” ;-)

    @Günter: Sorry, hatte mich vertippelt und ist auch schon bereinigt. Muskulatur wiegt natürlich schwerer als Fett ;-)

  4. Wolfgang schrieb am 14. Januar 2011 um 15:19 Uhr:
    # 4

    Ein Bekannter von mir, früherer Leistungssportler, hatte durch seinen Sport und hierdurch den Muskelaufbau bedingt einen zu hohen BMI und wäre dadurch als Lehrer fast nicht verbeamtet worden.

  5. Tanja schrieb am 14. Januar 2011 um 15:22 Uhr:
    # 5

    @Wolfgang: So daneben kann man doch gar nicht sein, da braucht es schließlich nur Augen im Kopf um zu sehen, dass ein solcher Leistungssportler wohl kaum Übergewicht hat… aber wie ist es doch so oft in unserer Bürokratie? Einer legt nen Wert fest und egal ob der auf alle passt, es gibt keine Ausnahmen :-(

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