Die Fett-Diät von Dr. Detlef Pape – ein neuer Name, das alte Prinzip

Dr. Detlef Pape sorgte bei Akte 2012 wieder für Aufsehen, dieses Mal der Fett-Diät. Fett schlemmen und dabei ganz ohne jeglichen Jojo Effekt bis zu 45 Kilo in einem Jahr abnehmen. *wow* mag sich da manch einer denken, das klingt ja so gar nicht nach dem, was uns immer wieder vermittelt wurde. Nur sind die Zeiten der fettarmen Ernährung schon seit einigen Jahren langsam aber sicher überholt. Denn Schuld für das Übergewicht ist nicht das Fett aus der Ernährung alleine, das für zu viel Körperfett und ein zu hohes Gewicht sorgt.

Fett macht nicht wirklich fett

Jahrzehnte ist man davon ausgegangen, dass Fett fett macht. Liegt ja irgendwie auch logisch nahe, Fett in der Ernährung führt zu Fett im Körper. Doch das ist mittlerweile überholt, denn nicht das Fett macht uns Menschen fett, schlicht und alleine die Völlerei ist es. Das zu viel an Kalorien, egal aus welchen Nährstoffen sie sich zusammensetzen. Wenn wir mehr zu uns nehmen, als unser Körper verbrauchen kann, wird das übrige in Fett umgewandelt und eingelagert. Irgendwo muss der Körper ja mit dem zuviel an Nahrung hin. Egal ob Kohlenhydrate oder Proteine, alles wird in Fett umgewandelt und eingelagert. Das gilt natürlich auch für das Fett aus unserer Ernährung.

Fett ist ein lebensnotwendiger Nährstoff

Fett-Diät von Dr. Detlef Pape
Bild: © tan4ikk – Fotolia.com

Ohne Fett in der Ernährung geht es nicht, denn unser menschlicher Körper benötigt Fett zum überleben. Er braucht es um Energie bereitstellen zu können und auch um fettlösliche Vitamine aus der Nahrung zu transportieren. Weiter ist das Fett ein Baustein der Zellmembran und Ausgangssubstanz für die Synthese von Gewebshormonen. Ohne Fett geht’s einfach nicht. Genauso wenig wie ohne Proteine. Laut Dr. Detlef Pape benötigt der menschliche Körper pro Tag und Kilogramm Körpergewicht 1 Gramm Fett.

Zu wenig Fett macht dick

Dr. Detlef Pape erklärte in Akte 2012, dass zu wenig Fett dick macht. Schuld daran ist der Zuckerstoffwechsel. Durch zu wenig Fett werden die in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydrate (wie z.B. Zucker) viel schneller in Glukose umgewandelt. Das erhöht den Blutzuckerspiegel und Insulin wird produziert. Insulin steht wie ein Wächter vor den Fettzellen und lässt nichts hinaus. Nur der Weg in die Fettzellen ist geöffnet. Ist nun aber Fett mit im Spiel läuft das Ganze wesentlich gebremster ab.

Fett weg mit der Fett-Diät

Fett in der Ernährung ist aber nicht gleich Fett, es wird eingeteilt in gute Fette, wie zum Beispiel aus Fisch und Pflanzen und in schlechtes Fett wie zum Beispiel Frittiertes oder Bratwurst.

Bei der Fett-Diät von Dr. Detlef Pape ist aber nicht nur Fett erlaubt. Die Diät setzt sich zusammen aus einem kohlenhydrat-basiertem Frühstück, einem Mittagessen, das alles erlaubt was beliebt und einem Abendessen, das gänzlich auf Kohlenhydrate verzichtet und stattdessen auf Eiweiß und gutes Fett setzt. Durch das Eiweiß werden über die Nacht die Fettzellen geöffnet und Fett wird abgebaut. Wichtig bei der Fett-Diät ist auch, dass zwischen den Mahlzeiten jeweils 5 Stunden liegen.

Die Fett-Diät von Dr. Detlef Pape ist nichts Neues

Die Fett-Diät ist alles andere als eine neue Diät. Bereits vor einigen Jahren kam Dr. Detlef Pape mit seinem Ernährungskonzept auf dem Markt. Bekannt ist es unter dem Namen „Schlank im Schlaf“ oder Insulin Diät, zu dem es auch zahlreiche Publikationen als Bücher gibt. Bei Sat.1 Akte nannte Dr. Detlef Pape seine Ernährungsform in 2009 Grill-Diät und zog damit die Männer der Nation auf seine Seite. Daraufhin folgte der Name Büro-Diät, der mehr die Frauen ansprach. Jeweils gekürt von einem entsprechenden Beitrag bei Sat.1 Akte.

Und nun bei Akte 2012 ist es die Fett-Diät. Anderer Name, gleiches Prinzip. Auch inter der Fett-Diät steckt die Ernährungsform von Dr. Detlef Pape, die die meisten unter dem Namen Schlank im Schlaf kennen. Jetzt zu dieser Zeit ist die Hochsaison der Diäten und Abnehmwilligen, so dass der neue Name Fett-Diät mit dem entsprechenden Sat.1 Akte und Frühstücksfernsehen Beitrag gerade richtig kommt. Online bei Sat.1 gibt es in einem Video einen Ernährungsplan von Dr. Detlef Pape für die Fett-Diät.

Funktioniert die Fett-Diät?

Ich persönlich habe mich schon mal nach dem Ernährungsprinzip von Dr. Detlef Pape ernährt, bei mir haut es nicht hin. Da ich aber grundsätzlich ein Problem mit Kohlenhydraten in der Ernährung habe, ist das auch nicht verwunderlich. Für mich ist das einen ganz großen Tick zuviel davon. Grundsätzlich funktioniert das Prinzip der Fett-Diät, das kann ich aus meiner Erfahrung als Ernährungstrainerin behaupten. Es kommt hier aber auch auf den individuellen Menschen und seine körperlichen Eigenheiten an. Man kann bei einer Diät einfach nicht verzehren, was der Körper nicht verträgt. So sollte ein jeder bei einem solchen Ernährungsplan seinen individuellen persönlichen Weg finden und das Ganze entsprechend abwandeln.

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10 Kommentare:
  1. Ricarda schrieb am 9. Februar 2012 um 17:15 Uhr:
    # 1

    Musste gerade als erstes an LCHF denken. Das ist etwas wovor es mir graut.
    Pape ist mir an sich sympatisch, aber ich denke, er sollte eine Schiene fahren und nicht immer neue Namen erfinden.

  2. Tanja antwortete am 9. Februar 2012 um 18:22 Uhr:
    # 2

    @Ricarda: Das kam mir auch als erstes in den Sinn. Dann habe ich mir online die Videos von den Sendungen angesehen und siehe da, nur mal wieder ein neuer Name für das gleiche Ernährungskonzept. Aber eines muss man ihm dabei lassen: es ist eine Werbung, die funktioniert ;-)

  3. Sabrina schrieb am 10. Februar 2012 um 20:51 Uhr:
    # 3

    Ich habe den Beitrag vor kurzem gesehen und war jetzt auf der Suche nach Details über die Fett Diät. Bin schon gespannt wie das Ganze bei mir funktioniert, werde es auf jeden Fall jetzt mal ausprobieren mit den Büchern von Pape.

  4. Captain schrieb am 11. Februar 2012 um 14:21 Uhr:
    # 4

    Es ist nicht alles Fett was glänzt ;-)

    Dass es lediglich auf den Brennwert ankommt, ist doch schon immer klar gewesen. Diese ganzen Märchen von Diät XY die wieder irgendwie revolutionär sein soll, waren schon immer eine Lachnummer.

    Eine ausgewogene Ernährung bei der weinger Kalorien aufgenommen als verbraucht werden führt zu Gewichtsverlusst. Mehr Muskelmasse führt zu einem größeren Verbrauch pro Tag … also drauf aufs Fahrrad und FDH.

  5. Miki schrieb am 12. Februar 2012 um 16:55 Uhr:
    # 5

    Ich habe vor vielen Jahren das “Schlank im Schlaf” (blöder Name!) ausprobiert. Bei meinem Partner hat es geklappt, er merkte sogar, dass er nachts richtig “heiss” lief, sich kaum noch zudecken musste und Wärme abstrahlte. Für ihn ist das genau richtig (WENN er es immer schafft, sich danach zu richten ;-) ) Für mich war es a.) eine Quälerei und b.) hat es nix gebracht. Schade. Als ich die Überschrift hier gelesen hab, hatte ich Hoffnung auf was neues … ich hätte gern eine Ernährungsform, wo es schmeckt, man auch mal sündigen darf und man sein Gewicht trotzdem hält… aber wer nicht?? ;-)

  6. Tanja antwortete am 12. Februar 2012 um 17:43 Uhr:
    # 6

    @Miki: Das ist wohl der Traum von uns allen … zwischendurch mal schlemmen und sündigen und trotzdem abnehmen bzw. das Gewicht halten *träum* :-)

  7. Ricarda schrieb am 14. Februar 2012 um 19:30 Uhr:
    # 7

    Kommt drauf an was man unter Schlemmen versteht. Ich hab mittlerweile für mich viele Ersatzprodukte gefunden und habe nicht das Gefühl verzichten zu müssen.

    Mit SiS würde ich aber auch nicht hinkommen. Hab Weihnachten Süßes gegessen und kam mir die Wochen danach wie ein Junkie auf Entzug vor. Würde ich jeden Tag Süßes essen wäre ich vermutlich nächstes Jahr das Doppelte :D

  8. Tanja antwortete am 15. Februar 2012 um 19:18 Uhr:
    # 8

    @Ricarda: Mein Problem ist wohl eher der Zucker und dass mir von den Süßstoff Alternativen immer schlecht wird. Bis dato habe ich noch keinen wirklichen Ersatz dafür gefunden :-(

  9. Christiane schrieb am 9. April 2012 um 04:22 Uhr:
    # 9

    Hier mein Beitrag für alle bislang Verzweifelten.
    Seit 1.September 2011 mache ich diese Diät und habe innerhalb von 30 Wochen damit 20 Kilo abgenommen (von 85 auf 65 bei einer Körpergröße von 1,72, Kleidergröße von 48 auf 38 reduziert).
    Mir ging es sehr gut in dieser Zeit, habe mindestens 3 Liter täglich ungesüßten Tee und Berge von koffeinfreiem Kaffee getrunken, 2x pro Woche 1 Std. Walking gemacht und auf alle Dickmacher verzichtet, aber Berge von Gemüse und Rohkost gegessen.
    Für das Mittagessen habe ich vorgekocht und in der Mikrowelle aufgewärmt.
    Mein heutiges Gewicht hatte ich zuletzt vor 19 Jahren vor zwei Schwangerschaften, mittlerweile kann ich sogar wieder über das Feld joggen und trainiere für einen Mannschaftslauf in Frankfurt mit meinen Kollegen aus der Schule.
    Ich wünsche allen ein frohes und gesundes Fasten. Viel Erfolg!

  10. Tanja antwortete am 9. April 2012 um 10:24 Uhr:
    # 10

    @Christiane: Danke für Deinen Erfahrungsbericht und weiterhin toi toi toi :-)

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