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Die gesetzliche Rentenversicherung

Grundsätzlich ist es für Selbständige – mit Ausnahme von einigen Berufen – keine Pflicht, in die gesetzliche Rentenversicherung ihre Beiträge einzubezahlen. Wer das freiwillig tun möchte, kann natürlich einkommensabhängige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung leisten. Allerdings ist es wirklich sinnvoll, sich vor der Entscheidung einen Rentenverlauf von Versicherungsträger anzufordern, um überhaupt erst einmal einen Überblick darüber zu erhalten, wie viele Beiträge bisher entrichtet wurden und welche Leistungen dafür im Alter zu erwarten sind.

Da werden die Augen schnell geöffnet, denn die Realität der gesetzlichen Rentenversiche-rung treibt fast allen Beitrags-zahlern die Tränen in die Augen. Der Hintergrund hierfür ist ebenso einfach wie schnell erklärt. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung handelt es sich um einen sogenannten Generationenvertrag. Das heißt, dass die heutigen Arbeitnehmer nicht für sich selbst ihre Beiträge ansparen, um später daraus ihre Rente zu beziehen, sondern dass die derzeit eingezahlten Beiträge an die aktuellen Ruheständler ausgezahlt werden.

Das ist aber leider ein Konzept, das vor dem Hintergrund der heutigen Verteilung von Arbeitnehmern und Ruheständlern nicht mehr aufgeht. Als die gesetzliche Rentenversicherung erdacht wurde, hatten etwa zwei Arbeitnehmer einen Rentner zu finanzieren. Heute sieht es aber inzwischen aufgrund höherer Lebenserwartungen und des Rückgangs an Nachwuchs so aus, dass inzwischen ein Arbeitnehmer zwei Rentner in der gesetzlichen Rentenversicherung finanziert.

Klar also, dass die Rechnung mit der gesetzlichen Rente nicht mehr aufgeht.

Neben der Tatsache, dass die Renten über die gesetzliche Rentenversicherung eben nicht sicher sind für unseren Lebensabend – wie es uns bis vor wenigen Jahren noch sämtliche Politiker suggerieren wollten, ist es auch eine Frage, ob die Selbständigen von heute später überhaupt noch von der Rente leben können.

Wer also – um eine runde Summe zu nennen, die ungefähr dem Regelsatz für die gesetzliche Rentenversicherung entspricht – heute monatlich einen Betrag von 500 Euro in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt, hat zwar daraus resultierend auch Leistungsansprüche, wenn die Arbeitsfähigkeit vor dem Erreichen des Rentenalters verloren geht.

Aber wer genau diesen Betrag in eine private Rente und darüber hinaus in eine in den Vertrag eingeschlossene Arbeitsunfähigkeitversicherung investiert, ist mit Sicherheit – trotz Finanzkrisen und sämtlicher Hiobsbotschaften, die uns derzeit aus der Finanzwelt erreichten – sicherer und besser für das Alter gerüstet.

Riester- und Rürup-Rente, letztere für Selbständige, sind wichtige Warnzeichen in Form der Förderung durch die Regierung, dass es eben mit der gesetzlichen Rente nicht mehr gut bestellt ist. Wer hier ansetzt, kann sein Alter sinnvoller als durch die gesetzliche Rentenversicherung absichern.

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 Autor: Crazy Girl |
 Themenbereich: Selbstständigkeit
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