Wie ich heute Morgen bei Elke (DL-InfoV – Droht neue Abmahnwelle?) erfahren habe, tritt am 18.05.2010 die DL-InfoV (Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung) in Kraft. Die DL-InfoV regelt, welche Angaben der Dienstleister wann und wie machen muss. So sind natürlich die Dienstleistungsangebote im Internet auch davon betroffen. Unter natürlich auch Blogger, sofern sie Dienstleister sind. Und das ist der Fall, wenn sie mit ihrem Blog Einnahmen, z.B. über Werbung, generieren, denn eine Dienstleistung ist eine selbständige Tätigkeit gegen Entgelt.
Gewerblicher oder privater Blog?
Dieser Frage bin ich vor einiger Zeit ja schon einmal nachgegangen. In der Regel ist jeder Blogger, der über seinen Blog Einnahmen generieren will gewerbepflichtig. Dabei zählt nicht, ob überhaupt Einnahmen generiert werden, wie hoch die sind, sondern alleine schon die so genannte Gewinnerzielungsabsicht.
So ist ein Blogger, der Werbeeinblendungen über zum Beispiel Adsense, Amazon oder auch Trigami Anzeigen in seinem Blog anbietet ein Dienstleister und damit trifft für ihn auch die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung zu. Vielleicht mag das zukünftig zu einigen Streitfällen führen und nicht 100%ig auf alle zutreffen aber dennoch schadet es nicht, sich an die DL-InfoV zu halten. Sicher ist sicher, denn wer will schon eine teure Abmahnung oder ähnliches riskieren.
Was ist zu tun?
In der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung gibt es den §2 Stets zur Verfügung zu stellende Informationen, der vor allem für Internetseiten und damit auch Blogs zum Fallstrick werden könnte, sobald die Verordnung ab 18.05.2010 in Kraft tritt. Wer sich also nicht als Opfer von Abmahnungen sehen möchte, der sollte sein Impressum überprüfen und anpassen. Welche Angaben im Einzelnen hier hin gehören, findet Ihr im §2 der DL-InfoV. Ich muss zum Beispiel zusätzlich zu meinem Namen, meiner Adresse, Telefonnummer, email Adresse und Umsatzsteueridentifikationsnummer, die bis dato ja schon Pflichtangaben für das Impressum waren, meine Berufshaftpflichtversicherung angeben (Punkt 11), da ich eine solche habe. AGBs etc. habe ich nicht, also entfallen für mich die Punkte 7 – 9.
Ein weiterer Punkt ist §4 Erforderliche Preisangaben. Dieser ist zum Beispiel auch für alle zutreffend, die über eine „Hier werben“ Seite verfügen bzw. auf ihrem Blog Werbung mittels Banner, Text oder was auch immer als Dienstleistung anbieten. Unterm Strich heißt das: Kein Dienstleistungsangebot ohne Preisangabe. Zum Preis gehört übrigens auch die Anführung der Mehrwertsteuer dazu. Also z.B. 50,00 Euro zzgl. 19% UST. Wenn es keinen festen Preis gibt, was ja bei vielen Dienstleistungsangeboten so ist, dann sollte irgendwo der Stundensatz stehen.
Dieser Paragraph lässt zwar genügend Spielraum für die individuelle Zurverfügungsstellung, da diese Angaben erst vor Vertragsabschluss oder Leistungserbringung vorliegen müssen, aber auch hier würde ich sagen: sicher ist sicher.
Ist eine Abmahnwelle zu befürchten?
Diese Frage kann ich nur eindeutig mit „Ja“ beantworten und auch der Artikel von Adversario (DL-InfoV Neue Informationspflichten für Dienstleister) lässt diesen Schluss zu. Die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung ist ein gefundenes Fressen für Abmahnanwälte und Abmahnvereine. Zudem ist die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung nicht verbreitet genug, so dass jeder, der Dienstleistungen im Sinne dieser Verordnung auf seiner Webseite erbringt, davon wissen würde. So stehen den Abmahnfreudigen eine ziemlich hohe Zahl von uninformierten Webseitenbetreibern gegenüber. Wahrscheinlich scharren die schon die Hufe, haben Dollarzeichen in den Augen und sich den 18.05.2010 rot im Kalender angemalt.
Aber nicht nur Abmahnungen können die Folge von Verstößen gegen die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung sein, sondern auch Ordnungswidrigkeiten (Gewerbeordnung). So können hier Geldstrafen bis hin zum Entzug der Gewerbeerlaubnis die Folgen sein.
Fazit
Gerade für uns Blogger, die mit Werbung Einnahmen generieren, halte ich die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung für etwas umstritten. Es könnte auch sein, dass sie nicht hundertprozentig auf alle, nur auf einen Teil oder keinen von uns zutrifft. Auch ist für Dienstleister der §4 in meinen Augen auslegungsfähig. Vor Vertragsabschluss bzw. Dienstleistungserbringung kann natürlich auf der Webseite im Angebot direkt sein, kann aber auch erst später zutreffen. Das werden aber die Gerichte in Zukunft klären müssen und bis das alles klar ist, halte ich persönlich es für erforderlich mich an die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung zu halten und meine Internetauftritte entsprechend anzupassen.
[...] und Geeks!Johnny Cashs „God’s gonna cut you down“ (GTA IV-Musicvideo) Must see für GTA Fans!DL-InfoV – sind auch Blogger davon betroffen? – Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung Wenn ihr Werbung im Blog habt, solltet ihr euch diesen Artikel auf jeden Fall durchlesen!Cupcake [...]
Verordnung über Informationspflichten für Dienstleistungserbringer…
Am 18.05.2010 tritt eine neue Verordnung in Kraft, die sehr wahrscheinlich auch uns Blogger betrifft. Die Rede ist von der “Verordnung über Informationspflichten für Dienstleistungserbringer” und setzt die EU-Richtlinie 2006/123/E…
[...] DL-InfoV – sind auch Blogger davon betroffen? [...]
[...] sich etwas detaillierter über die neue Verordnung informieren will, sollte bei Crazygirl weiterlesen, die sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt [...]
[...] es wirklich zur befürchteten Abmahnwelle kommt möchte ich bezweifeln. Das liegt einfach daran, dass Abmahnungen nur im Internet [...]
[...] Selbstständigkeit. Tanja bietet einige gute Tipps um den eigenen Blog erfolgreicher zu machen, gegen Abmahnungen abzusichern, oder das eine oder andere Problem zu lösen. Neben den durchwegs interessanten und zum Teil auch [...]
Ich frage mich ja, wann ich auch noch meine Penisgröße, meine Geschlechtspartner und meinen Lieblings-TV-Sender im Impressum angeben muss… *hass*
Noch eine Anmerkung: Ist es nicht komisch, dass wir immer mehr Angaben machen müssen, sich unsere Regierung aber Sorgen um Datenschutz macht? HM!
@Gilly: Ja, ich frage mich tatsächlich auch, was wir nicht noch so alles im Impressum und sonst wo angeben müssen. Datenschutz ist für uns Fehlanzeige, der gilt wohl nur für Endverbraucher, nicht für Webseitenbetreiber. Schließlich sind wir ja die ‘potenziell Bösen’ und wenn Spambots unsere email-Adressen und Telefonnummern aus dem Impressum auslesen und uns mit Ihrer mega Sch… zumüllen, das interessiert niemanden. Vielleicht denkt sich die Regierung dabei auch “Recht geschiehts ihnen” oder so
Ich glaube, dass es für einige Blogger schwer sein wird, sich da richtig aus zu kennen und alles richtig zu machen. Ich persönlich kenne mich damit auch kaum aus und muss mich damit jetzt auch noch richtig beschäftigen, obwohl ich momentan null Zeit habe? Super…
So schlimm finde ich die Sache nicht. Die meisten Angaben musste man schon bisher im Impressum angeben so das kaum was neues dazu kommt.
Telefon Nummer wobei wer ein Shop hatte dies eh schon musste und die Betriebshaftpflicht falls vorhanden. Alles andere einschließlich die Steuernummer war eh schon Pflicht. Zu Telefon Nummer. Damit ich nicht belästigt werde vom Werbeanrufe werde ich dann einer meine 10 Nummern nennen und hier auf die T Net Box (AB im Netz) folgende Spruch sagen ” Willkommen bei XXX, da wir ein Internet Unternehmen sind bitte ich sie alle Anfragen an unsere Email Adresse XXX zu leiten” Natürlich gibt es keine Möglichkeit das jemand was auf sprechen kann und die genannte Email Adresse wird extra nur hierfür verwendet. Wenn dann ein Menge Spam kommt kann ich diese einfach löschen.
Fazit,.Schlage doch diese Leuten mit ihr eigene Waffen. Nicht jammern handeln.
@Peter naja, aber es wird halt stetig mehr, was an Informationen verlangt wird.
Außerdem finde ich die Kiste mit den Abmahnungen frech. Ich meine welches Recht nimmt sich jemand anderes als der Staat selbst heraus, mir eine Abmahnung zu schicken, weil ich gegen eine gesetzliche Informationspflicht verstoße. Das läuft alles aus dem Ruder
@Crazygirl die kleinen und mittelständischen Betriebe (da packe ich Blogger mit Verdienst auch einfach mal rein) sind eh immer die Dummen!
@Chriz: Tja, das interessiert keinen, ob man sich damit beschäftigen will, kann, Zeit dafür hat oder nicht. Willst Du mit Deiner Webseite Geld verdienen, dann musst Du Dich auch an die Gesetze halten. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht
@Peter: Tja, ich lebe ja schon viele Jahre mit diesen Pflichtangaben (bis auf die Betriebshaftpflicht) und hab mich schon oft darüber geärgert, tausende von Spam eMails gelöscht, den Telefonhörer aufgeknallt etc.
Wenn ein Abmahnanwalt anruft und keine Möglichkeit hat Dich telefonisch zu erreichen oder Dir ne Nachricht zu hinterlassen, dann biste dran
@Gilly: Ja, wir sind immer die Dummen und auch die ‘potenziell Bösen’. Wenn ich bezüglich meines Shops an die vielen Berichterstattungen im Fernsehen etc. denke, die davor warnen in Shops auf Vorkasse etc. einzukaufen und hinweisen, dass einzig und alleine nur in Shops eingekauft werden soll, die Bezahlung per Rechnung anbieten, wird mir schlecht. So was kann man sich aus Wirtschaftlichkeitsgründen gar nicht leisten. Da sind schon ganz andere (z.B. Quelle?) daran pleite gegangen…
Na da gibts am Wochende ja wieder ne Menge Paragraphen-Kauderwelsch durchzukauen, naja was will man machen. Mal schauen was ich mit meinem Kleingewerbe noch ergänzen/verändern muss *seufz*
Ansonsten kann ich Gilly nur zustimmen, es läuft irgendwie alles aus dem Ruder hier in DE. Kein Wunder dass ich mittlerweile regelmäßig darüber nachdenke es einem Freund nachzumachen und auszuwandern.
@Piet – Auswandern, Server in China (naja oder irgendwo sonst wo man es nicht so genau nimmt) + .ws Domain -> Ruhe ist!
@Piet und Gilly: Ja, es läuft definitiv aus dem Ruder in DE. Wenn die einen Teil ihres Aufwands mal ins Urheberrecht gesteckt hätten, dann wäre das wesentlich besser für uns alle gewesen und würde vielleicht mal was an dem Fakt, dass die Leute im Internet Content klauen wie die Raben und sich noch nicht mal was drum scheren, denn es ist ja ein Kavaliersdelikt ist, was ändern.
Und unterm Strich wird immer nur eine Stelle gefördert, die sich wund und rund verdient damit: Abmahnanwälte und Abmahnvereine.
So langsam frage ich mich echt wozu wir das Internet überhaupt noch brauchen wenn nach jedem virtuellen Grenzübertritt jedes Land sein eigenes Süppchen kocht? Überall offene Grenzen im Reallife aber man geht in den Knast weil man irgendwo mal einen illegalen Link im WWW geklickt hat?
Ich werde mir das einmal anschauen mit DL-InfoV und sehen ob ich es umsetzte. Die andere Frage ist die, wer will mich abmahnen? Eigentlich käme doch nur ein anderes Blog in Frage das ebenfalls die gleichen Dienstleitungen anbietet wie ich; Nämlich die Vermarktung von Onlinewerbeflächen? Einer Abmahnung durch einen Abmahnanwalt bzw. einem Verein sehe ich da aber äusserst gelassen entgegen.
Ich habe ja schon zu Abmahnungen u.a. auf meinem anderen EndlezZ Blog gesagt das es durchaus Abmahnungen gibt die gerechtfertigt sind. Aber auch hierbei gibt es Unterschiede. Um im bereich OnlineShops zu bleiben … wo habe ich einen Nachteil wettbewerblichen nachteil wenn der andere Shop in seiner WRB -übertrieben gesagt- ein Komma falsch gesetzt hat?
Und wenn hier eine Abmahnwelle kommen sollte, wer profitiert dann davon? Ich gucke also auf bekannten Seiten wieviel Besucher das Blog hat, und wenn es mir ein Dorn im Auge ist schaue ich ob Angaben im Impressum stimmen. Falls nicht gleich mal ne Abmahnung mit 100K Streitwert hingeschickt … irgendwann bekommen wir den kleinen Blog schon klein und kicken ihn aus den Serps.
Nene leute … nicht mit mir. Irgendwo hört es solangsam auf.
danke für die aufklärung, aber wenn ich das richtig verstanden habe, brauche ich doch gar nichts weiter machen, oder, es sei denn, ich hätte eine betriebshaftpflicht so wie du, die angaben im impressum sind doch sowieso schon pflicht, die preise für werbeanzeigen sollten ja auch schon transparent sein, oder übersehe ich da was?
Da Deutschland von “Erbsenzählern” und Bürokraten regiert wird, war nichts anderes zu erwarten.
Uns (“Bloggern”) stehen im Internet noch harte Zeiten bevor. Einen Artikel kann mir jeder klauen und auf seiner webseite als seinen ausgeben. Wenn ich dann aber etwas in meinem Impressum vergesse oder einen anderen Fehler mache, dann werde ich von sogenannten “Anwälten”, die sowieso keinen vernünftigen Fall betreuen können, mit Schreiben überhäuft und darf zahlen.
Da hilft nur eines auswandern und ganz schnell diesem Deutschland den Rücken kehren.
Oder man sollte sich zusammen der Problematik stellen, sicherlich gibt es genügend Möglichkeiten, mir fallen im Moment leider keine ein, etwas dagegen zu unternehmen.
In meinem Bekanntenkreis sind zwei recht bekannte Anwälte, die auch immer nur den Kopf schütteln, wenn gewissen Sachen zur sprache kommen, die könnte ich einmal fragen.
Na genug den Frust von der Seele geschrieben, ich wünsche euch noch ein schönes spamfreies und vor allen Dingen Abmahnfreies Wochende,
gruß aus dem Norden von
Thomas
@Ralf: Neuer Blog?
Hier sind nicht nur Abmahnungen das Problem, sondern auch der Tatbestand der Ordnungswidrigkeit nach der Gewerbeordnung, die zu Strafen bis hin zum Enzug der Gewerbeerlaubnis führen können. Auf die leichte Schulter ist das wirklich nicht zu nehmen
@eliterator: Wenn Du im Impressum alle relevanten Angaben die drin sein müssen drin hast und Preise zu den Dienstleistungen angibst, dürfte nichts weiter zu tun sein. Bei vielen sehe ich die Problematik in erster Linie im Impressum. Sehe es leider viel zu oft, dass z.B. keine Telefonnummer, keine vollständige Adresse oder auch keine email Adresse angegeben ist.
@Thomas: Du sprichst da etwas an, was mir auch immer auf der Seele liegt. Die sollten sich mal lieber drum kümmern, dass Content-Diebstahl nicht mehr an der Tagesordnung ist und wie ein Kavaliersdelikt behandelt wird. Wenn das mal etwas eingedämmt wäre, wäre uns allen geholfen.
Aber helfen will uns scheinbar niemand, das Augenmerk scheint in erster Linie drauf zu liegen, wie man uns das Leben immer schwerer machen kann.
Wozu gibt es überhaupt die Denic! Man muss nicht mal ein cleveres Köpfchen sein, um dort die Adresse des de-Website-Betreibers abzufragen.
Nehmen wir das Beispiel Autofahren. Hat schon jemand daran gedacht, all die persönlichen Daten auf die Seitentür seines Autos zu kritzeln? Sollte man das nicht auch einführen? Wenn ich morgen durch ein vorbeifahrendes Auto nass gespritzt werde, möchte ich doch vielleicht auch den Fahrer verklagen?! Aber da reicht natürlich das Nummernschild und das Opfer darf dann den umständlichen Weg der Identifizierung gehen. Naja, Autofahren ist ja auch nicht so gefährlich wie Bloggen *hahaha*
Also warum reicht der Domain-Name nicht auch für die Identifizierung aus. Immerhin ist jeder mit einer Domain irgendwo gemeldet?!
Und mal ehrlich, hatte nicht schon jeder, der seine private Adresse und Tel angegeben hat, etwaige Sicherheitsbedenken?!
@thomas57
Wir könnten eine Petition starten?! Wenn sich wirklich alle deutschen Blogger anschließen und darüber berichten, könnte es ein großes Ding werden! Immerhin wollen wir nur die Rechte, die andere Länder bereits seit Jahren haben?!
@Tanja
Ja, und ganz schlimm ist, dass es keine abschließende Aussage gibt, was ins Impressum wirklich rein muss und was nicht. Z.B. die Sache mit der Umsatzsteuer. Wer muss sie wann angeben? Oder sollte sich jetzt wirklich jeder nach einer Gewerbeanmeldung umsehen? Wie ist es mit der Tel., irgendwie ist es ja logisch, dass die nun wirklich dazu gehört. Die Gesetzsprechung hat dies aber in neuerer Zeit bereits einige Male abgelehnt. Dummerweise, kann man sich darauf auch nicht verlassen, da Gesetze auslegbar sind und an anderer Stelle, anders verstanden werden können.
Ich bin total verunsichert. Und wirklich Spaß am Bloggen kommt dabei nun wirklich nicht auf. Also warum soll ich weiterhin meine Zeit dafür opfern, wenn es doch nur Ärger bringt und nicht wirklich jemanden hilft. Ich kenne andere Dinge, mit denen ich entschieden mehr Spaß habe und der deutschen Gesetzgebung nicht so nah komme.
Uff – Betriebshaftpflichtversicherung – jetzt wird`s aber höchste Zeit für mich. Was kostet denn so eine Versicherung etwa pro Jahr bzw. wonach richtet sich der Beitrag?
Danke für den Hinweis, ich werde gleich mal mein Impressum überprüfen
@ El Loco
“Weiterhin gibt es zu bachten das viele Registrare bei der Registrierung der Domains auch Phantasienamen und Phantasieadresen zulassen.”
Dann laßt uns alle wechseln und unsere gut gehenden Domains verbannen
Ja, wenn du gewerblich angemeldet bist, musst du angeben … aber was ist mit den Fällen, die Tanja beschrieben hat, müssen die sich jetzt alle die Mühe machen eine Auskunft zu ihrem betreffenden Fall beim Finanzamt einzuholen und die “Nicht-Gewerbepflicht” bestätigen lassen? Wäre zumind. witzig nach 100.000 Auskünften würde vermutlich auch das Finanzamt gegen das Gesetz wettern
Tanja, wie ist das eigentlich bei Deutschen im Ausland. Da ich von Natur aus vorsichtig bin, habe ich mich an die deutsche Impressumspflicht gehalten, aber ich kenne auch ganz professielle Blogs und Websiten, die mit einer de-Domain auf deutschem Server liegen und trotzdem ein sehr “wackliges” Impressum aufweisen. Da sind manchmal sogar deutsche Adressen angegeben, die eigentlich keine Aufenthaltsorte mehr sind. Wenn ich sowas sehe, habe ich immer den Eindruck, dass ich zu vorsichtig bin. Ich mein, nicht mal bei der deutschen Domain der weltgrößten Suchmaschine (ich glaube, jeder weiß wovon ich rede) findet man das Impressum mit einem Klick. Merkwürdig, oder?
@ Tanja
Jo, neuer Blog um den ich mich etwas mehr kümmern muss. Du hast Recht das man sich das ganze schon näher anschauen sollte, keine Frage. Nur so langsam schwillt mir hier der Kamm wenn ich sehe was alles von einem verlangt wird.
@ Anne
Sicherlich gibt es die Denic, die ist aber auch nur für .de Domains zuständig. Streng genommen können Admin-C bei der Denic und der Webseitenbetreiber aber auch verschiedene Personen sein. Und bei z.B. .com .net .org Domains etc. sind auch andere Nic’s (Vergabestellen) zuständig. Weiterhin gibt es zu bachten das viele Registrare bei der Registrierung der Domains auch Phantasienamen und Phantasieadresen zulassen.
Wenn du eine Umsatz Steuer ID Nummer die in Deutschland mit DE anfängt gefolgt von Ziffern besitzt bist du soweit ich informiert bin auch verpflichtet diese im Impressum zu nennen. Aber bitte nicht mit der Steuernummer verwechseln, die hat im Impressum nichts zu suchen.
puh, ich habe meine Steuernummer immer noch nicht.
Ich musste mir ja einen Gewerbeschein holen, alleine schon wegen Adsense …
Echt blöd, dass das immer komplizierter wird!
Hab ich dann auch mal eine Info auf meinem Blog drüber geschrieben. So langsam überlege ich echt ob ich die Bloggerei aufgebe. Das Impressum wird immer länger…
@Anne: Der Sinn des Impressums soll es sein, dass derjenige, der diese Daten zu sehen pflegen will diese mit nur einem Klick erreichen kann und nicht umständlich woanders hin surfen muss.
Es steht schon sehr genau fest, was ins Impressum rein muss. Die von Dir angesprochene Umsatzsteuer ID muss rein, wenn der Webseitenbetreiber eine hat. Wenn er keine hat, dann muss sie nicht rein.
Wer Geld mit seiner Webseite verdient muss definitiv ein Gewerbe anmelden! Das steht aber auf einem anderen Papier und hat mit der Umsatzsteuer ID nur wenig zu tun. Kleinunternehmer können eine solche zum Beispiel gar nicht haben, da sie auch keine Umsatzsteuer aufgrund ihrer Kleinunternehmer Regelung ausweisen dürfen/können.
Es gehört halt einfach auch dazu, dass man sich mit den entsprechenden Gesetzen und Regelung des Bereiches in dem man tätig sein will beschäftigt. Man kann ja auch nicht hergehen und z.B. einfach ein Restaurant eröffnen und sich nicht darum scheren, ob man dazu eine Konzession braucht oder nicht
@Peter: Betriebshaftpflichtversicherung kostet von bis, das kommt ganz auf die Absicherung die man haben möchte und den Bereich an. Meine kostet an die 350 Euro jährlich.
@Ralf: Wenn mir dabei schon der Kamm schwellen würde, dann hätte ich im Shop schon öfters komplett ausflippen müssen. Der Verbraucherschutz der im Netz betrieben wird, ist wesentlich heftiger (wie Du ja selbst weißt) und ich habe dabei immer mehr das Gefühl, dass der Verbraucher in erster Linie vor sich selbst und jeden einzelnen Klick den er im Netz tut beschützt werden muss. So als ob jeder einzelne total unmündig und unfähig ist.
Und was kommt dabei unterm Strich raus? Es wird ausgenützt ohne Ende und die Dummen sind in der Regel wir, die Anbieter
@Daniel: Hat ja noch ein paar Tage Zeit
@Anne: Auf die vielen “nicht passenden” Impressums spiele ich mit meinem Artikel auch an. Es fehlt einfach oft an allen möglichen Ecken und Enden.
Deutsche im Ausland… schwieriges Thema. Dich wird man schlecht in Deutschland verklagen können, also wird es wohl auch kaum einer tun. Aber glauben heißt nicht wissen, ich habe nicht Jura studiert
@blockZicke: Bitte um Himmels willen nicht die Steuernummer ins Impressum schreiben. Die gehört einzig und alleine auf Deine Rechnungen, sonst geht sie öffentlich niemanden was an. Ins Impressum gehört nur die Umsatzsteuer ID und auch nur dann wenn man eine solche hat.
Eine Gewerbeanmeldung wegen Deinen Einnahmen brauchst Du aber definitiv
@Luigi: Das Impressum halte ich persönlich für das kleinste Problem an den Internetauftritten. Gut, viele halten das damit etwas arg schludrig und das kann dann irgendwann nach hinten los gehen. Auf jeden Fall würde ich deswegen nicht mit der Bloggerei aufhören. Kannst ja das Geld verdienen raus nehmen und einen privaten Blog führen, wenn Dir das Impressum zu lang wird
danke für deine Auskunft – einen Gewerbeschein habe ich ja.
@blockZicke: Gerne doch. Vor einiger Zeit habe ich mal einen Artikel über die Umsatzsteuer ID (http://www.crazytoast.de/umsatzsteuer-identifikationsnummer-ust-id-was-ist-das.html) geschrieben, falls er Dich interessiert
Man sollte “EU-Recht bricht Landesrecht” kippen.. die haben da eh zu viel Zeit für Unsinn und Unwichtiges.. mäh.
@Uwe: Egal wo… die haben überall zuviel Zeit für so was
Aber nicht alle die zu viel Zeit haben machen sich Gedanken um Neigungswinkel von Bananen, Gurken und Co.. grmpf, hätten wir mal alle die anonymen privaten Blogs irgendwo aus Übersee genommen, he?
@Uwe: Bei den Blogs finde ich persönlich das nicht so schlimm. Bei meinem Shop dagegen ist es manchmal ein wirklicher Graus.
Tanja, du wirst lachen, selbst “einfache” Anwälte konnten mir aus dem Stehgreif keine Antwort geben. Es hieß immer “es kommt darauf an”.
Im Ausland leben, bringt soviel Spezielles mit sich.
Bei einer DE-Domain müssen wir sogar einen Treuhänder angeben. Mein Impressum auf meiner kleinen DE-Website ist übertrieben gesagt länger als manche einfache Page
Aber ist das nicht unfair: Bei uns Kleinen schaut man ganz genau hin, wenn aber große Unternehmen ihr Impressum erst nach dem 2. Klick und längerem Suchen, darstellen lassen, sagt keiner was. Das mit der Impressumspflicht kann auch übertrieben werden, ich bin immer noch dafür, dass jeder “ein Nummerschild” bekommt und nur dieses auf der Website veröffentlich muss.
@Anne: Die kleinen bieten bessere “aus der Konkurrenz schießen” Opfer als die Großen. Die zahlen so was doch aus der Portokasse, während es unsereiner eher in den Ruin treibt.
Ja, das ist wahr. Traurig, aber wahr! Lassen wir uns nicht unterkriegen!
@Anne: Hab gerade gelesen, dass es ab 11.06. wieder neue Widerrufsbelehrungen in Shops geben muss, da die Gesetze geändert wurden und man dann mit die alten auf nicht mehr existierende Gesetzpassagen verweist. Da wirds ab 12.06. rund gehen…
Die Idee von Anne mit dem Nummernschild hört sich gar nicht mal schlecht an. Eigentlich ist doch ein Impressum eh überflüssig. Ein NR.Schild das dann auf die Daten bei der Denic verweist -fertig!
@Luigi: Die Denic ist nur für .de Domains zuständig.
Eine solche Umsetzung würde für das Internet um viele Jahre zurückwerfen und es zum Eldorado für Betrüger machen
Aha! Gut – dann nicht. Warum kann man eigentlich bei den Registrierungsstellen für Domains angeben was man will obwohl das nicht erlaubt ist aber keiner kontrolliert es?
Oder seh ich das nun auch wieder falsch?
Webistes werden fleißig abgemahnt deswegen aber die Registrierungsstellen lässt man anscheinend in Ruhe. Von denen wird nicht verlangt das sie prüfen was da eingegeben wird (Beispiel: die alte Domain vom Rio).
@ Luigi
Bleiben wir einmal bei einer DE Domain. Du selbst kannst diese für dich nicht registrieren, es sei denn du wärst eines der vielen DENIC Mitglieder. Du gehst also zum Provider deiner Wahl, der registriert deine DE Domain mit den AdressDaten die du ihm mitgeteilt hast, fertig.
Interessante Frage
Inwieweit das kontrolliert wird … Gute Frage
@Luigi und El.Loco: Ich denke Probleme gibts vor allem, wenn jemand was falsches angibt und die einem drauf kommen
Inwieweit und inwiefern das wer auch immer prüft = keine Ahnung.
Morgen ist es soweit und ich hab bisher noch nicht mehr gelesen, außer hier? Wie siehts denn jetzt aus? Ist das echt so ein ernstes Thema, dass uns alle Probleme bereiten könnte?
Das Thema wird spätestens dann für den einzelnen Ernst, wenn die diesbezügliche Abmahnung in der Post liegt
Sorry ich bin mal das Gesetz durchgegangen – (http://devsup.de/artikel/dienstleistungs-informationspflichten-verordnung). Es enthält nur eine einzige zusätzliche Information, die man machen muss und das ist man muss ein Glaubensbekenntniss abgeben.
Und eine Abmahnung kann es im Grunde auch nicht geben.
@Wolfgang: Ich wußte ja gar nicht dass Du Anwalt bist und die rechtliche Situation deswegen so gut einschätzen kannst *ist ironisch gemeint*