Gerade eben habe ich im Radio vernommen, dass das Robert Koch Institut nun vor allem Tomaten, Gurken und Salat aus Norddeutschland als Auslöser für EHEC Erkrankungen im Verdacht hat. Seit zirka 2 Wochen treten vermehrt EHEC Infektionen auf, die mit schwerem und blutigem Durchfall einhergehen. Dabei konzentrieren sich die EHEC Infektionen vermehrt auf Norddeutschland, wobei es aber auch bereits Meldungen aus Süddeutschland wie auch aus Ostdeutschland gibt. Es soll auch schon einige Todesfälle gegeben haben, so dass EHEC aktuell durchaus nicht zu unterschätzen ist.
EHEC steht als Abkürzung für die bakterielle Darminfektion mit dem Namen “enterohämorrhagisches Escherichia coli”. Infizierte Tiere (Wiederkäuer wie z.B. Rinder und Schafe) übertragen durch mit Bakterien versetzten Kot die EHEC Bakterien auf den Menschen. Ob nun durch direkten Kontakt mit Kot oder auch über kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel, EHEC kann leicht auf den Menschen übertragen werden. Aber auch von Mensch zu Mensch ist EHEC über die so genannte Schmierinfektion übertragbar sein.
Aktuell scheint es eine Infektionsquelle zu geben, die sehr aktiv ist und der Auslöser ist für die Schlagzeilen und Meldungen, die uns seit kurzem überall bewegen. Doch sicher ist noch nicht wirklich was der Auslöser ist, für die in den letzten Wochen diesbezüglich vermehrten Erkrankungen.
Gestern Abend wurde ein eStudie veröffentlicht, die vor allem Tomaten, Gurken und Salat aus Norddeutschland im Verdacht haben (siehe Handelsblatt). Grundsätzlich dürften in meinen Augen aber rohe Lebensmittel, wie z.B. Obst und Gemüse eher gefährdet sein. Doch was tun? Wegen den aktuellen EHEC Fällen nun ganz auf die gesunde Kost verzichten?
Da ist guter Rat teuer. Das Robert Koch Institut empfiehlt Lebensmittel ausreichend zu erhitzen. Weiter gelten auch die allgemeinen Verbrauchertipps zum Schutz vor EHEC vom Bundesinstitut für Risikobewertung. In diesen ist zum Beispiel auch Rohmilch und deren Erzeugnisse sowie rohes Fleisch und Wurst von Wiederkäuern als Quelle genannt. Besonders gefährdete Gruppen sind kleine Kinder und ältere Menschen, bei denen der Krankheitsverlauf oft schwerer ist als bei nicht abwehrgeschwächten Personen unter 60 Jahren.
Soviel zur Statistik, aber was sollen bzw. wollen wir nun wirklich tun? Tomaten, Gurken und Salat für eine Zeit komplett meiden und auch sonst lieber alles nur noch gekocht anstatt roh zu verzehren? Man stelle sich mal einen gekochten Salat vor… hm… lecker
Beate und Tom sind genauso ratlos wie wahrscheinlich aktuell viele Menschen, inklusive mir. Bei Tomaten stellt sich für mich gar keine Frage, denn die vertrage ich gar nicht. Da ist Verzicht sowieso an der Tagesordnung. In den letzten Tagen habe ich aber bereits auf die Portion Salat verzichtet und ich denke ich werde das auch weiterhin tun. Bezüglich Gemüse bin ich persönlich sowieso ein Fan von gekocht, Rohkost ist nicht wirklich mein Fall. Und Obst… tja… scheinbar ist nun alles was sonst als so gesund gilt im Kreuzfeuer.
Bei den ganzen Schlagzeilen, Empfehlungen usw. frage ich mich aber auch, was wird uns mitgeteilt und was wird uns verheimlicht? Schließlich können solche Empfehlungen auch große Auswirkungen auf einige Wirtschaftsbereiche haben. Man stelle sich z.B. nur mal die Feinkosthändler vor, die in leeren Läden stehen, die Landwirtschaftsbetriebe, die auf ihren Erzeugnissen sitzen bleiben usw.
Dann muss ich meinen Apfel vor dem Laufen noch ein bisschen gründlicher waschen!
Allerdings sagt mir das, dass die immer noch nicht wissen, woher der Erreger kommt, oder?
Warten wir es mal ab!
Also mittlerweil haben sie ja schon mal den Verdacht mit den Salatgurken aus Spanien, vielleicht auch aus Holland.

Wir machen es jedenfalls so: keine Gurken mehr (fürs Erste), Tomaten und Salat einschränken. Und meinen täglichen Apfel und die Birne, die werden zuerst mit heißem Wasser abgespült, dann mit kaltem Wasser ordentlich gewaschen und dann… hofft man, dass man gesund bleibt!
Aber nicht nur ans Essen denken Ihr Lieben. Auch stets die Hände gut wachsen, damit man sauber bleibt!
Angenehmes Wochenende und bis bald mal wieder,
Alex
@Matthias: Mittlerweile stehen Gurken aus Spanien im engeren Verdacht. Doch wie das so ist bei öffentlichen Meldungen… ich bin da immer etwas skeptisch
@Alex: Ich persönlich schränke Rohkost ein (also erst mal kein Salat, bis auf weiteres), Gemüse besser gut gegart. Obst würde ich auch gründlich waschen, das ist sowieso immer schon anzuraten gewesen. Wobei ich persönlich Obst nicht wirklich als verdächtig halten würde, außer es liegt auf verseuchtem Gemüse.
Letztendlich bedeutet das ein paar Tage ohne Obst und Gemüse und ein paar Wochen später kommt der nächste Hammer.
Klar verzichten wir aktuell soweit wie es geht auf Gemüse und Obst aber es fehlt halt die Beilage.
Vielleicht hilft alles selber anbauen, aber wer hat da heute noch die Zeit zu ?
Naja, wenn man es witzig nimmt macht bei twitter bei den #gurkenfilmen mit und kann abschalten
Ich bin eine Gurke, holt mich hier raus! #gurkenfilme
OMG
@Thom: Ganz auf Gemüse zu verzichten ist, denke ich, nicht notwendig. Gekochtes Gemüse dürfte kein Problem darstellen, so wie ich das verstanden habe.