Eine alte Bauernregel besagt ja, dass man die Eisheiligen abwarten soll, bevor empfindlichere Pflanzen, wie zum Beispiel auch Paprika und Tomaten, endgültig ihren Platz im Freien finden. So wäre das mildere Frühlingswetter, das gerade empfindlichen Pflanzen keinen Schaden mehr zufügen würde, erst mit Ablauf des letzten Eisheiligen möglich. Dem Glaube zufolge könne es gerade an den Tagen der Eisheiligen noch vereinzelt Frost geben und genau dieser gefällt so manchen Pflanzen gar nicht.
Wie haltet Ihr das mit Euren Pflanzen und den Eisheiligen? Beachtet Ihr sie oder sind die Eisheiligen Euch diesbezüglich egal? So wirklich Stand halten kann so eine alte Bauernregel dem Wetter doch eigentlich nicht, das macht doch sowieso was es gerade will und wirklich frostfrei waren wir in den letzten hundert Jahren nach den Eisheiligen wohl kaum. Abgesehen davon ist das Wetter ja auch von Region zu Region unterschiedlich.
Mir spuken die Eisheiligen seit Jahren im Kopf rum und ehrlich gesagt musste ich auch erst einmal nachsehen, wann sie genau sein sollen. So fängt der erste der 5 Eisheiligen am 11.Mai an und die letzte Eisheilige, die so genannte „kalte Sophie“ ist am 15. Mai. Vom 11. bis 15. Mai sind also die berühmt-berüchtigten Eisheiligen und erst danach könnte nach der Bauernregel das Pflanzen beginnen.
Bezüglich des Wetters scheint es in diesem Jahr ja so halbwegs zu passen mit den Eisheiligen. Wirklich schön und super warm war es in den letzten Tagen nicht gerade. Morgen wäre dann noch die “kalte Sophie” und dann sollte es aufwärts gehen mit dem Wetter. Lassen wir uns mal überraschen.
Aber zurück zu den zarten Pflänzchen. Ich bin bezüglich der Eisheiligen immer etwas hin- und hergerissen. Einerseits denke ich mir, dass so etwas Allgemeines doch nicht in jedem Jahr und auf jede Region passen kann. Andererseits habe ich doch etwas Respekt vor “altem Wissen”. Gerade mit meinen Balkonpflanzen bin ich Jahr für Jahr schon etwas vorsichtiger.
Da sie hauptsächlich aus Paprika und Tomaten bestehen, achte ich schon auf das Wetter und habe sie bis letztes Wochenende Nachts immer wieder rein gestellt, in unseren Hausflur. Nicht dass ich Angst gehabt hätte vor Nachtfrost, meine Bedenken waren diesbezüglich eher, dass wenn es etwas zu kalt ist, die Pflanzen auch etwas in ihrem Wachstum beeinträchtigt sein könnten.
Meine Pflanzenbabies, die ich etwas zu spät ausgesät habe, sind noch so klein, dass ich sie in letzter Zeit eigentlich nur bei sonnigem Wetter tagsüber rausgestellt habe, ansonsten fristen sie ihr Dasein in meinem Arbeitszimmer auf der Fensterbank.
Jössas, meine Oma predigte mir schon von den Eisheiligen. Meinen Mama auch. Dann zog ich aufs Land und sämtliche Nachbarn schüttelten über die Stadtpflanze den Kopf, wenn ich Mitte April meine Pflänzchen in die frische Frühlingsluft stellte.
Wie gesagt: Nö, ich halte mich nicht dran. Wie es der spontanen Nila in den Sinn kommt, wird angepflanzt. Nur Regnen darf es dabei nicht
Zu meinen Anfangszeiten war ich auch mal ganz mutig, Ende März / Anfang April habe ich damals in meiner ersten Wohnung mit richtig viel Aufwand meinen Balkon bepflanzt… ne Woche später lag dann Schnee drauf
Seitdem bin ich etwas vorsichtig geworden…
Nachdem Klimawandel sind die Eisheiligen ja nicht mehr so ausgeprägt. Mir ist im Allgemeinen aufgefallen, dass der Mai in diesem Jahr bis jetzt schlechter und vor allem kälter abgeschnitten hat als der Mai. Bei meinem Balkon habe ich den Vorteil, dass ich im 2. Stock bin und dass er Windgeschützt ist. Da kann es ruhig auch mal unter 0 Grad werden und meine Pflanzen passiert nichts. Zusätzlich habe ich noch Rindenmulch auf die Erde, damit diese nicht so schnell auskühlt. Bis jetzt ist daher noch nie was passiert
bislang hab ich Eisheiligen immer beachten – zumindest was das Aussetzen der Tomaten betrifft. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, weil ich in einer Gegend Wohne, in der sicherlich getuschelt wird: Schau mal der – der pflanzt jetzt schon die Tomaten ein – ist ja viel zu früh, na – der wird schon sehen.
Nun – im Großen und Ganzen ist es aber schön hier – man kennt sich eben im Vorort.
Dieses Jahr keimten die Tomatensamen sehr schnell und im Nu waren sie schon so groß, dass sie raus mussten. Seit Anfang Mai schon – alles ging gut.
@hombertho: Vom Mai bin ich, verglichen mit dem April, wettertechnisch bis dato auch schwer enttäuscht. Da wird uns eine schöne Mückenplage im Sommer ins Haus stehen, so feucht wie das momentan ist
@plerzelwupp: Meine Tomaten und Paprikas warten noch auf die Sonne, damit sie raus dürfen. Momentan ist noch Fensterbank angesagt. Bis auf eine Paprika, die ich im Gartencenter gekauft habe, und schon größer ist. Die ist seit 1 Woche draußen und es geht ihr auch ganz gut dort.