Fettabbau und Fettverbrennung – der Fettkiller Sport macht Schluss mit überschüssigem Körperfett

Fettabbau und Fettverbrennung gehen Hand in Hand, denn durch die Fettverbrennung wird das Fett abgebaut. Du fragst Dich, wie Du Dein überschüssiges Körperfett abbauen oder verbrennen kannst? Die einzig wahre Antwort darauf ist: Sport!
Was ist nun aber mit den unzähligen Fatburner bzw. Fettkiller Produkten, die angeboten werden? Willst Du das wirklich wissen? Alles Lüge! Es gibt kein Pülverchen oder Mittelchen, das Du einfach nur einwerfen brauchst und schwups di wups wird das Körperfett verbrannt. Ohne Sport und einer vernünftigen, ausgewogenen und gesunden Ernährung wird gar nichts passieren. Ja aber… denkst Du Dir vielleicht… und Dir fallen tausende von Werbeslogans, Anzeigen etc. ein, die Dir genau diese Lüge suggerieren. Schau doch einfach mal rüber über den Teich, in das “Land der Fatburner”, USA. Funktionierten diese Fettkiller tatsächlich, wären dort noch dicke Menschen unterwegs?

Fettkiller können das Fett nicht weg zaubern

Und doch vermitteln die vielen Produkte, Anzeigen, Bücher, Rezepte etc. den Eindruck, es gäbe diese Fettkiller tatsächlich. Warum? Ganz einfach, weil dieser Markt boomt. Wer möchte nicht einfach nur ein Pillchen einwerfen und das Körperfett und die Kilos schwinden wie von Geisterhand? Keine lästige Ernährungsumstellung, kein Schweiß treibendes Fitness Programm, der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier und trennt sich nur ungern von seinen egal wie ungesunden Gewohnheiten. Dies ist der Traum von Millionen von Abnehmwilligen und genau hier setzen die Geschäftemacher an. Ganz ehrlich, hast Du nicht schon mal zu einem solchen Produkt gegriffen oder wärst geneigt es zu tun? Mein ehrlicher Rat: Lass es bleiben!

Auf der ganzen Welt gibt es nur zwei “Produkte”, welche das Prädikat “Fatburner” verdienen: Sport und Fitness. Diese beiden gibt es aber weder als Pulver in Kapseln abgepackt, noch kann man sie als solches kaufen.

Wo kommt das Fett her?

Fettabbau: Mit Sport die Fettverbrennung erhöhen
Bild: © xalanx – Fotolia.com

Aber warum ist das so? An Übergewicht und einem zu hohen Körperfettanteil ist jahrelanges falsches Essverhalten und mangelnde Bewegung schuld. Wer zu dick ist hat schlicht und ergreifend über Jahre hinweg zu viele Kalorienbomben in sich hineingeschaufelt und sich zu wenig bewegt. Die einzige Ausnahme davon ist krankhaft bedingt. Bei Frauen ist der Anteil an Körperfett (18 bis 25%) grundsätzlich höher als bei Männern (10 bis 15%). Sportliche und gut trainierte Männer erreichen 7 bis 10% und Frauen 13 bis 16% Körperfett.

Der Fettabbau bedingt eine negative Energiebilanz

Für den Fettabbau braucht es eine negative Energiebilanz. D.h. es muss weniger Energie aufgenommen als verbraucht werden, denn jedes zuviel an Kalorien wird in Körperfett umgewandelt. Dabei ist für langfristige Erfolge wichtig, dass die Energiezufuhr nicht zu drastisch reduziert wird, denn dies führt unweigerlich in den Jojo-Effekt. Für jedes Pfund Gewicht, das reduziert werden soll, müssen ca. 3.000 Kalorien “eingespart” werden. Sport und Fitness Training erhöhen den Energieverbrauch, eine sinnvolle und gesunde Ernährungsumstellung reduziert die Kalorienaufnahme. Die Kombination von beidem, Sport und Umstellung der Ernährung, darf nicht nur kurzfristig angelegt sein sondern muss dauerhaft beibehalten werden. Du möchtest ja schließlich nicht nur kurzfristig Dein überschüssiges Körperfett loswerden, sondern dauerhaft schlank bleiben, oder?

Inaktivität = Muskelschwund der mit Körperfett ersetzt wird

Der Mensch verliert, wenn er sich nicht aktiv sportlich betätigt, zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr fast die Hälfte seiner Muskelmasse. Das macht für jedes Jahr sportliche Faulheit ein Pfund Muskelschwund. Stattdessen wird Fett im Körper eingelagert und so verwandelt sich die Muskulatur nach und nach in Fettinseln. Dabei sind es gerade die Muskeln, die maßgeblich für die Fettverbrennung und den Fettabbau verantwortlich sind. Je mehr Muskeln Du hast, desto mehr Kalorien verbrennst Du. Die kleinen Kraftwerke arbeiten ununterbrochen, regen den Stoffwechsel an, erhöhen den Grundumsatz (siehe Grundumsatz berechnen) und verbrennen Körperfett. Ausdauersport kombiniert mit Krafttraining für den ganzen Körper erhöhen den Fettabbau langfristig und formen einen schönen, gleichmäßig muskulösen und sexy Körper.

Bewegung treibt den Fettabbau voran

Die Muskulatur arbeitet nach dem Motto “use it or loose it”, was nicht benutzt wird, wird verloren. Um den Fettabbau voranzutreiben musst Du Dich bewegen. Wer stattdessen nur eine Diät hält, also nur die Kalorienaufnahme reduziert, baut mehr Muskulatur als Fett ab, denn Gewichtsverlust ist nicht gleich Fettabbau. Zudem passt sich der Körper der reduzierten Kalorienaufnahme an, er fährt seinen Verbrauch auf “Sparflamme” herunter. Beides zusammen sorgt nach der Diät für eine schnelle Gewichtszunahme, da einerseits weniger Muskulatur vorhanden ist und dadurch auch weniger Kalorien verbrannt werden können. Zusätzlich sorgt die Sparflammen-Programmierung für einen geringeren Verbrauch. Das Ganze nennt sich Jojo-Effekt. Diät bzw. Kalorienreduzierung ohne Sport bedeutet also nur eines: Kurzfristigen Gewichtsverlust mit anschließender drastischer Gewichtszunahme, was in den meisten Fällen zu einem höheren Gewicht führt, als das Ausgangsgewicht vor der Diät war.

Fettverbrennung ankurbeln mit Ausdauertraining und Krafttraining

Jedes Kilo Muskelmasse mehr verbrennt ca. 100 Kalorien pro Tag mehr. Kraftsport ist für den Muskelaufbau zuständig, fördert die Durchblutung in den trainierten Bereichen, erhöht die Spannkraft und strafft auch das umliegende Gewebe. Für den direkten Fettabbau dagegen ist das Ausdauertraining verantwortlich. Während des Ausdauertrainings fährt der Stoffwechsel hoch und verbrennt Fett. Aber bereits eine Stunde nach dem Ausdauertraining ist der Stoffwechsel schon wieder normal. Krafttraining dagegen erhöht die Fettverbrennung langfristig. Regelmäßiges Ausdauertraining + Krafttraining für den ganzen Körper lautet also die Devise.

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6 Kommentare:
  1. muehsi schrieb am 15. Februar 2012 um 20:40 Uhr:
    # 1

    Natürlich stimmt das, aber den (schlanken) Mann, der untrainiert einen Körperfettanteil von 15% oder mit normalem Training einen Körperfettanteil von 10% hat, musst du mir mal zeigen… 10% ist schon ziemlich heftig – das haben die Berufssportler, z.B. Fahrradfahrer. Die kommen NACH der Tour de France auch auf Werte von ca. 7%, aber für den “normalen” Menschen sind das sehr sehr schwer erreichbare Werte. Zwischen 15 und 20% halte ich für angemessen (je nach Alter).

  2. Tanja antwortete am 15. Februar 2012 um 23:12 Uhr:
    # 2

    @muehsi: Das sind Normwerte aus dem Lehrbuch. Sicher wird der Körperfettanteil mit dem Alter auch höher, aber 20% für einen Mann, das ist absolut grenzwertig.

    Übrigens habe ich oben nicht mit normalen Training sondern “sportlich gut trainiert” geschrieben. Ich habe während meiner Fitnesstrainer-Ausbildung und auch danach schon einige Männer gesehen, die bei um 10% und darunter lagen und Sport nicht zum Beruf hatten, sondern “nur” als Hobby betrieben. Nur mit 1-2x ein bißchen Freizeitsport pro Woche (oder gar pro Monat) ist da nicht dran zu denken.

    Es kommt auch immer darauf an, wie man das Körperfett misst. Die gesamten Analysewaagen kann man komplett knicken, die messen nur den unteren Bereich (Bauch bis Füße), wo bekanntlich am meisten Fett sitzt.

  3. John schrieb am 19. Februar 2012 um 15:22 Uhr:
    # 3

    Da kann ich insgesamt nur beipflichten: wer wirklich abnehmen will, muss eben einfach mehr Kalorien verbrennen als er zu sich nimmt. Klingt einfach, ist aber so. In Sachen Körperfett muss man glaube ich nicht wirklich Berufssportler sein, um an die 10% zu kommen. Ich behaupte mal, dass es viele Läufer da draußen gibt, die das mit regelmäßigem Laufen (ca. 3 Mal pro Woche) erreichen bzw. schon erreicht haben…

  4. mac schrieb am 20. Februar 2012 um 22:04 Uhr:
    # 4

    hallo Tanja, super Tipps mal wieder von dir, was das Thema Abnehmen angeht. Allerdings sollte man nicht jetzt anfangen wie der Dämon zu trainieren, wenn man da gar keinen Spaß dran hat.

    Ich bin der festen Überzeugung, zuerst mal finden was einem Spaß macht und dem dann regelmäßig fröhnen. Wenn das Tanzen ist, bitte schön! Wenigstens etwas und Bewegung hilft wie du sagst immer noch am meisten! ;-)

    Gruß und erfolgreiche Woche
    Matthias

  5. Tanja antwortete am 23. Februar 2012 um 09:50 Uhr:
    # 5

    @John: Ja, das sehe ich genau so :-)

    @mac: Nur wenn man Spaß an einer Sportart hat, wird das auch was. Wer sich jedes Mal erst richtig aufraffen muss, wird bald wieder aufgeben.

  6. Martina schrieb am 24. September 2012 um 13:17 Uhr:
    # 6

    Hallo!

    Ich habe laaaaange versucht eine Diät für mich zu finden und es hat einfach nicht geklappt. Irgendwann bin ich dann komplett weg und habe mit Sport angefangen und man glaubt es kaum ;-) – Aber es funktioniert. Ich mache nun jede Woche an 3 Tagen für ca. 1 1/2 Stunden Sport und die Ergebnisse können sich nun wirklich sehen lassen. So kann man auch mal sündigen, wenn man dies möchte.

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