In dieser 2ten Woche ist mein Fitnesstraining Test des New York Body Plan von David Kirsch schon etwas besser gelaufen als in der ersten Woche. Muskelkater gab es zumindest schon mal keinen gewaltigen mehr. Nur leider zickt jetzt meine Hüfte etwas rum, so dass ich gezwungen bin eine Pause einzulegen, bis sie sich beruhigt hat.
Mein Ziel für diese Woche, alle 2 Tage zu trainieren, habe ich fast erreicht. Sonntag, Dienstag und Donnerstag trainierte ich immer mit einer leichten Steigerung beim Crosstrainer. Irgendwas hat am Donnerstag aber meinen Hüften nicht gefallen, so dass diese seitdem etwas rumzicken (leichte Schmerzen) und ich jetzt erst mal gezwungen bin abzuwarten, bis sie sich wieder “eingekriegt” haben.
Bei mir stehen in Sachen Sport immer meine Hüftgelenke an vorderster Stelle, wegen denen ich teilweise ziemlichen Einschränkungen unterworfen bin.
Aufgrund einer Luxation als Baby (durch eine Spreizhose wurden meine Hüften ausgerenkt) habe ich meine ersten beiden Lebensjahre im Gips verbracht und blicke seitdem auf eine so genannte Hüftdysplasie (Fehlstellung). Eigentlich hätte ich mit diesen Hüftgelenken keine 20 Jahre alt werden dürfen, wenn es nach den Orthopäden gegangen wäre, aber nun werde ich damit nächstes Jahr sogar schon 40 und ich persönlich bin ja der Meinung, dass ich diese Gelenke irgendwann auch mal wieder mitnehme.
So lange es mir gut geht und meine Lebensqualität nicht darunter leidet ist diese Einstellung auch vollkommen in Ordnung. Der richtige Sport in Maßen sowie auch ein nicht zu hohes Körpergewicht machen es möglich. So muss ich nun leider erst mal mit meinem Fitnesstraining Test aussetzen und werde einen neuen Versuch waagen, sobald meine Hüften sich wieder komplett beruhigt haben. Die Gesundheit geht nunmal vor.
Irgendwie finde ich es schade, dass meine Hüften mir jetzt gerade einen Strich durch die Rechnung machen, aber deswegen gebe ich noch lange nicht auf. Schließlich würde es mich doch brennend interessieren ob ich a) ein solch hartes Training überhaupt bewerkstelligen kann und b) wie sich das auf mein Gewicht und meine Figur überhaupt auswirkt? Auf die Antworten werde ich wohl noch eine Zeit lang warten müssen.
Zum Schluß noch mein Trainingsplan der letzten beiden Wochen:
| Sonntag 23.08. | 30 Min. Crosstrainer | 30 Min. Vorprogramm | 64,6 kg |
| Montag 24.08. | 30 Min. Crosstrainer | 15 Min. Oberkörper | |
| Donnerstag 27.08. | 30 Min. Crosstrainer | 30 Min. Vorprogramm | |
| Sonntag 30.08. | 35 Min. Crosstrainer | 15 Min. Unterkörper + 15 Min. Oberkörper | 63,4 kg |
| Dienstag 01.09. | 36 Min. Crosstrainer | 30 Min. Vorprogramm | |
| Donnerstag 03.09. | 37 Min. Crosstrainer | 15 Min. Unterkörper + 15 Min. Oberkörper | |
| Sonntag 06.09. | 63,0 kg |
Wow, ich bin schwer beeindruckt, mit welcher Konsequenz Du an diese Sache rangehst. Das zieht sich bei Dir ja durch Beruf, Blog und Privatleben durch. Du bist eine Macherin und keine Planerin. Finde ich gut.
Bei mir hat es bislang nur dazu gereicht, 2 Mal in der Woche zum Joggen zu gehen. Leider habe ich meine Ernährung nicht umgestellt und daher auch nicht wie gewünscht abgenommen. Aber gut, Du erinnerst mich ja regelmäßig mit Deinen Beiträgen daran, dies nun auch noch zu machen…
Wenn ich so Deinen Trainingsplan sehe und an meine Anfangszeiten des Laufens denke, fällt mir auf, dass Du das Training sehr schnell steigerst. Ich konnte es damals nicht in diesem Tempo steigern. Bei mir ging die Laufzeit von Woche zu Woche nur langsam nach oben.
Möglicherweise fühlst Du Dich besser (so war es zumindest bei mir), wenn Du Dein “Projekt” etwas lanfristiger anlegst und das Training nur langsam steigerst. Letztlich ist es vermutlich egal, ob Du nun 3 Wochen oder 2 Monate brauchst, bis Du ohne Schmerzen eine Stunde auf dem Crosstrainer arbeiten kannst.
Die Steigerung von mehr als 20% Crosstrainer-Zeit in der kurzen Zeit ist wahrscheinlich mehr, als der Körper an Leistungsfähigkeit in dieser Zeit zulegen kann. Meist wird dabei auch vergessen, dass es nicht nur die Muskeln sind, die beansprucht werden. Auch die Bänder müssen jetzt plötzlich wieder mehr leisten. Diese verstärken sich zwar auch, brauchen aber viel mehr Zeit als der Muskelaufbau.
Bei mir war es zumindest so, dass bei zu schnellen Steigerungen mich Muskelkater oder Bänder-Probleme eher gebremst haben. Inzwischen kann ich ohne Probleme eine Stunde in gemächlichem Tempo joggen – mir reicht das dann auch.
Hallo Tanja! Mich interessieren ja in dem Zusammenhang Deine Hüftgelenke. Meine Große hat ja auch so starke Hüftprobleme, kann teilweise kaum laufen. Mittlerweile sind wir bei einer sehr guten Orthopädin gelandet und meine Große in “meinem” Fitnesscenter. Sie muss bestimmte Übungen machen, auch wegen der schon mal hier angesprochenen Verkürzungen der Muskeln.
Sie mußte als Kind auch Spreizhosen tragen (breit wickeln stand im Krankenhaus auf ihrem Bettschild). Wird das heute denn noch so gemacht? Und auch das Eingipsen ist das immer noch üblich?
Zum Trainingsprogramm-ich bin froh, wenn sich überhaupt sowas wie Regelmäßigkeit in sportlichen Aktivitäten abzeichnet. LG Kaddi
@Thorsten: Die Steigerung ist nicht das Problem, da ich den Crosstrainer (auch 1 Stunden Sessions) schon seit Jahren gewohnt bin, ich ich reiner Ausdauersportler bin. Problematisch sind dabei eher die total ungewohnten Fitnessübungen mit Hanteln, Medizin- und Gymnastikball. Bei diesen bin ich ja schon durch den Fitnesstest gerasselt und habe mich danach heftigen Muskelkater auf das Vorprogramm eingehandelt. Dabei ist das nur eine super leichte Mini-Version des Hauptprogrmamms, an das ich mich bis dato noch nicht rangetraut habe.
Ziel wäre es ja, das komplette Programm für 2 Wochen durchzuführen, bestehend aus 45 Minuten Crosstrainer täglich und 15-45 Minuten Fitnessübungen (3 verschiedene abwechselnd), um zu sehen, wie der Körper auf so was heftiges reagiert. Momentan glaube ich nicht so ganz, dass ich das jemals schaffen werden
@Kaddi: Mir haben die mit den Spreizhosen die Hüften ausgerenkt als Baby (Luxation) und haben es einige Wochen lang nicht gemerkt. Deswegen musste ich danach für knapp 2 Jahr in den Gips. Eigentlich hatte ich mein ganzes Leben lang Sportverbot, doch so etwas ist heute längst überholt. Es darf und soll durchaus Sport getrieben werden, nur der richtige und auch in Maßen. Künstliche Hüftgelenke wollten die mir schon als Kind verpassen, aber da halte ich in meinem Fall so ganz und gar nix davon. Mein Fahrgestell ist so dermaßen orthopädisch “ungerade” (oder schief und krumm), dass ich meine der Rest meines Körpers würde sich gegen orthopädisch korrekte Hüften wehren.
Das ist aber nur meine Geschichte, ich denke da ist jeder mit Hüftproblematiken total individuell. Mir merkt man das z.B. nur an, wenn ich länger gelaufen oder gestanden bin, denn dann fange ich leicht zu hinken an. Ansonsten, im ganz normalen Tagesablauf wenn es mir gut geht, sieht oder merkt das niemand.
Das A und O ist das Körpergewicht, damit man nicht so viel mit sich rumschleppt und damit die Hüftgelenke nicht unnötig belastet und natürlich auch die Muskulatur rund um die Hüften, die die tägliche Belastung von den Gelenken abfedern.
Was heute mit Steißlagen Babys gemacht wird, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Damals in den 70er Jahren waren Spreizhosen Gang und Gebe. Und wenn sie bei mir nicht “gepfuscht” hätten damit, wäre das wohl alles auch nie so schlimm gekommen.
So viel ich weiß, wird nicht mehr extrem breit gewickelt und diese Spreizhosen waren ja auch reine Folterinstrumente. Du Arme! Da muss ich mal recherchieren, vielleicht kommt ja was für einen Artikel dabei heraus.
Meine Große hat auch immer Probleme nach Belastung, aber sie weiß, dass ihr nur die richtige Bewegung hilft. Mit einem entsprechenden Rezept kann man für monatlich 20 Euro in “meinem” Fitnessstudio trainieren. LG Kaddi
@Kaddi: Bezüglich Probleme während oder nach der Belastung habe ich mir folgende Faustregel aufgebaut:
Probleme während der Belastung: Das war definitiv viel zu viel oder die falsche Belastung.
Probleme nach der Belastung: Das war zu viel Belastung.
Optimal ist es, wenn man überhaupt keine Probleme nach der Belastung bekommt und sich so langsam Stückchen für Stückchen steigern kann.
Fitnessstudios halte ich für Leute mit unseren Problemen nur für suboptimal. Die Trainer haben so gut wie nie die erforderliche Ausbildung, um uns wirklich weiterhelfen zu können (sie werden nur für gesunde Menschen ausgebildet). Da braucht es schon einen ordentlichen Orthopäden oder Sportmediziner, der mit einem einen individuellen Trainingsplan erstellt, der dann ggf. auch im Fitnessstudio umgesetzt werden kann.
Ich persönlich habe mich nach mehreren Anläufen komplett gegen Fitnessstudios entschieden. Zumal das einzige Ausdauergerät, das ich wirklich nutzen kann, ein Cross-/Ellipsentrainer ist und da habe ich mir das gesparte Geld einfach zusammengerafft und mir einen ordentlichen für zu Hause gekauft.
Bei den Kraftgeräten ist es in unseren Fällen auch ziemlich mager, zumindest was den Beinbereich betrifft. Die Beinpresse fällt mir als einzige spontan ein, die problemlos genutzt werden kann.
Menschen wie wir haben wesentlich mehr davon, wenn wir bestimmte auf uns abgestimmte Übungen machen (z.B. zur Steigerung mit Gewichtsmanschetten an den Beinen). Da haben wir in den meisten Fällen wesentlich mehr davon und trainieren uns wirklich gesünder und nicht eventuell sogar kränker. Diese Übungen sind am einfachsten zu Hause gemacht, denn außer wenigen Zusätzen wie z.B. eine Matte und leichte Gewichte, braucht man dazu nichts.
Huhu Tanja, ich vergaß zu erwähnen, dass das Studio sich für Reha qualifiziert hat, also deshalb ja auch Rezept. Mein Papa ist jetzt nach seinem Schlaganfall auch da. Also die sind sehr gut ausgebildet und erstellen individuelle Pläne. Also man findet zu bestimmten Zeiten viele ältere Menschen dort. Das gefällt mir ja da so… hihi… da bin ich dann mal so richtig jung… LG Kaddi
@Kaddi: Dann ist das natürlich was anderes
Ich würde aber trotzdem auch mal bei einem Sportmediziner vorbeikucken und den Trainingsplan Deiner Tochter von ihm ankucken und absegnen lassen. Ich habe in meiner Laufbahn schon die skurillsten Dinge erlebt und bin da eher etwas vorsichtig geworden.