Ricarda erweist sich in den letzten Tagen als meine Tippgeberin schlechthin. Ihre Low Carb Rezepte sind einfach umwerfend genial und vorgestern postete sie mit Ihrem Beitrag 5 Tage Schnief-Frei die Befreiung für meine verstopfte Nase. Meine Hausstauballergie gehört jetzt scheinbar erst mal der Vergangenheit an…
Zig Jahre quäle ich mich schon mit meiner Hausstauballergie herum. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden pro Tag eine verstopfte Nase, ständig ein Taschentuch in Reichweite. Schnaub, nies, schnäuz… wer weiß wie vielen Menschen ich damit schon auf die Nerven gefallen bin. Meinem Mann mit Sicherheit! Auch ist mir das ständig unangenehm, wenn ich auf der Couch so einen komischen Seitenblick erhasche… und dann den Kommentar „Du schnaufst so laut“… abgesehen davon dass ich des Nachts Konzerte schnarche… In diesen Punkten scheine ich nicht gerade der Traum vieler Männer zu sein, höchstens der Alptraum schlafloser Nächte
Wie auch immer, dank Ricarda gehört das jetzt vielleicht mal eine Zeit lang der Vergangenheit an. In Ihrem Beitrag berichtete sie von einem rezeptfreien Antiallergikum – Cetirizin, das ich mir heute Morgen gleich mal in der Apotheke geholt habe und siehe da, schon ist meine Nase relativ frei und läuft auch fast nicht mehr.
Ich werde jetzt erst mal die 7 Tage Packung ausprobieren und dann sehen wir weiter. Ist aber jetzt schon ein tolles Gefühl… freie Nase… ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich so etwas das letzte Mal hatte.
Nur wird das wohl leider auch nicht das Gelbe vom Ei sein, sich tagein tagaus mit Tabletten voll zu pumpen. Als Übergangslösung ist das ja ganz okay, aber was machen wir den Rest des Jahres mit der Hausstauballergie? Den verflixten Milben kann ja kein Mensch ausweichen. Teppiche gibt es bei uns eh nicht mehr… das einzig teppichartige sind noch ein paar Badläufer im Bad.
Nun, wir werden es sehen… momentan bin ich ganz froh darüber. Denn gerade im Frühjahr und im Herbst gibt es bei mir zwei Hochphasen, in denen es mir durchaus auch mal ein paar Wochen richtig dreckig gehen kann mit der Hausstauballergie. Fast so als hätte ich mir ne dicke Grippe eingefangen. Jedes mal, wenn die Heizperiode beginnt oder endet, die Lüftperiode richtig anfängt oder aufhört, erwischt es mich volle Breitseite und ich liege mit allen möglichen Zipperlein flach.
Irgendwann kam ich sogar mal auf die Idee, mich selbst immunisieren zu können. Dafür hörte ich schlicht und ergreifend auf mit dem Putzen. Nach ein paar Wochen sah es aus wie bei Hempels unterm Sofa und mir gings deswegen aber auch nicht besser. Hervorragend
Einen Putzfimmel lasse ich mir deswegen zwar auch nicht wachsen, aber egal ob frisch geputzt (juhuu, nies, schnäuz, schnief hinter dem Staubsauger her) oder nicht… das hat sich nicht geändert. So eine Hausstauballergie ist doch echt zum …
Das freut mich total dass ich dir helfen konnte
Ich weiß genau wie schlimm so eine Allergie sein kann und wie sehr man darunter leidet.
Ich werde sehen, dass ich das Mittel solang nehme, wie es bei mir wirkt.
Habe von Erfahrungsberichten bis zwei Jahren und das stimmt mich sehr froh.
Geniess jetzt einfach die Zeit mit freier Nase und schau dann nach der Woche weiter, wie du weitermachen möchtest.
Ich bin Dir wirklich super dankbar!
Jetzt kuck ich mal die 7 Tage wie es mir geht und entscheide dann pö a pö wie lange ich damit noch weitermache. Auf jeden Fall ist es schon mal die super mega Erleichterung für die schwierigeren Phasen in Frühjahr und Herbst.
Zufällig hier vorbei “gegoogelt”.
Meiner Freu geht es ganz ähnlich. Sie nimmt ebenfalls regelmäßig Cetirizin. Den Wirkstoff gibt es übrigens von diversen Herstellern. Hier mal online vergleichen ,der Preisunterschied ist nämlich enorm.
Was ich aber eigentlich kurz sagen wollte:
diese ganze Putzerei und vor allem die Tipps, wie zb. Teppiche raus usw., sind für die Katz’.
Ich hab mich mit dem Thema schon länger beschäftigt und dabei auch im englischsprachigen Raum Studien entdeckt, die zeigen, dass es keinen Unterschied macht, wie man die Wohnung gestaltet oder putzt. Es langt meist schon eine geringe Belastung an Milben, um entsprechende Reaktionen auszulösen (und es ist übrigens der eiweisshaltige “Kot”, den die Milben abgeben, um den es bei der Allergie geht. Nicht der “Staub” an sich!).
Will sagen: manche Tipps, wie zb das ganze Haus quasi renovieren und alles rausreissen, nützt höchstens der Handerwerksindustrie als dir selbst.
Es gibt übrigens auch das Pro-Argument für hochwertige Teppiche (+regelmäßig saugen), in denen der Dreck stecken bleibt und so nicht, wie bei Holzböden, durch rumlaufen und lüften umher gewirbelt wird und sich so wieder leichter einatmen lässt.
Sinn machen nur die zwei einzigsten Möbel, auf welchen man sich am meisten aufhält. Die Couch/Sofa und vor allem das Bett.
Das Sofa aus (Kunst)Leder ist da schon eine gute Idee und dann vor allem entsprechend Matratzenbezüge für Allergiker.
Diese sogn. “Encasings” gibt es für Bettwäsche und Matratzen. Tests dazu findest du evtl bei Öko-Test. Und die helfen wirklich. Denn die meisten Milben befinden sich leider in den Matratzen und Kissen. Ganz gleich wie neu die sind, jeder hat sie, da führt leider kein Weg drumherum (auch diverse Sprays helfen nur wenig).
Also, diese Bezüge verhindern, dass du die Stoffe ständig beim schlafen einatmest. Sie lassen sich einfach beziehen und reinigen. Auch die Bettwäsche regelmäßig, wenns geht mit Kochwäsche, reinigen um es den Milben ungemütlich zu machen. Übrigens, kalt auslüften hilft auch schon etwas, grade im Winter.
Um aber Chancen zu haben, jemals ganz oder halbwegs befreit von der Allergie zu sein, hilft nur eine Hyposensibilisierung beim Arzt.
Es gibt zwei Varianten: regelmäßige Spritzen oder Tropfen zum selbst einnehmen.
Wenn dich das interessiert, dann lass dich über die Tropfen informieren, die sind praktischer. Die meisten Ärzte kommen aber mit den Spritzen an, da diese Methode länger am Markt ist, sie sich besser damit auskennen UND meist auch besser daran verdienen… die Tropfen sind aber in der Regel genauso gut.
Allerdings gehört eine sehr hohe Motivation und Kondition dazu. Die Therapie kann über mind. 3 Jahre gehen, auch wenn sich früh erfolge zeigen sollten, muss man durchhalten und evtl noch Zeit nachlegen. Dafür besteht die Chance auf 80%iger Besserung oder gar mehr…
Sollte man aber darüber nachdenken, denn: Tabletten lindern nur die Sympthome. Die Allergie ist weiterhin da (gilt auch bei Heuschnupfen wegen Gräsern und Pollen) und schlimmstenfalls wandert sie weiter nach unten, sprich Lunge. Dann ist es mit Asthma nicht mehr weit, leider.
“Zum Glück” geht es aber vielen tausenden Menschen ähnlich, daher wird auch fleissig von seitens der Konzerne geforscht um noch bessere Medikamente auf den Markt zu bringen und vor allem einen Impfstoff. Aber das kann noch dauern…
Gruß!
Michael
@Michael: Danke für Deinen ausführlichen Kommentar!
Ich muss für mich sagen, dass ich bei mir schon festgestellt habe, dass die Einrichtung eine gewisse Rolle spielt. In Hotels z.B., die ja meist Teppichböden haben, geht es mir wesentlich schlechter als zuhause. Wenn ich meine Bettwäsche (Kissen und Decke) in die Waschmaschine stecke, hilft das auch ungemein um eine Zeit lang wieder freier durchatmen zu können.
Aber so im Großen und Ganzen habe ich mich damit arrangiert. Medikamente nehme ich, wenn überhaupt, nur selten und es geht mir ohne sie auch nicht schlecht. Eine Immunisierung oder Therapie käme für mich gar nicht in Frage, dazu ist mein Leidensdruck wohl viel zu gering