Letztens habe ich mal wieder etwas in meiner Dessert-Küche experimentiert. Grund dafür war die Frage, was ich denn Nettes mit meinem Schälchen frischen Heidelbeeren anstellen könnte, so dass mein lieber Mann, der auf Obst eigentlich gar nicht so sehr steht, auch Gefallen dran findet. Herausgekommen ist ein Heidelbeer-Schoko-Nuss mit Schuss Soufflè alla Crazy Girl, eine absolute Eigenkreation, die auf dem Rezept für Salzburger Nockerln basiert, also ein etwas abgewandeltes Eier Soufflé.
Low Carb geeignet ist dieses Soufflé wohl eher nicht, wobei sich der Anteil von Kohlenhydraten aus Mehl doch sehr gering hält. Fallt dann noch der Zucker und der Schuss ins Gewicht, aber ihr wisst ja, dass ich Low Carb in diesem Bereich nicht ganz so eng sehe. Auf Süßstoff wird mir immer schlecht und ein Leckerli auf das mir übel wird, wollte ich dann auch nicht zubereiten. Abgesehen davon dürfte es auch äußerst schwierig werden ein Soufflé mit Süßstoff hinzubekommen. Ich waage das Gelingen eines solchen sehr zu bezweifeln.
Aber unter meinen Lesern weilen ja nicht nur Low Carb Fans und wer weiß, vielleicht findet ja der ein oder andere von Euch Gefallen an meiner Eigenkreation des Heidelbeer-Schoko-Nuss mit Schuss Soufflé.
Zutaten für 4 Portionen:
- 2 Eier
- 17 Gramm Zucker (aufgeteilt in 1 Päckchen Vanillezucker und normalen Zucker)
- 10 Gramm Mehl (ich habe Dinkelmehl verwendet)
- 10 Gramm gemahlene Haselnußkerne
- 1 Stamperl (Schnapsglas) Amaretto
- frische Heidelbeeren
- Raspelschokolade
- Butter (zum Einfetten der feuerfesten Backförmchen)
- Puderzucker
Die Zubereitung der Heidelbeer-Schoko-Nuss mit Schuss Soufflés ist eigentlich recht einfach und benötigt nicht sonderlich lange. Wichtig ist, dass die Soufflés, wenn Sie aus dem Backofen kommen, keiner Zugluft und keinen Stößen ausgesetzt werden dürfen, da sie sonst “zusammenfallen”. Also ganz vorsichtig behandeln und natürlich warm verzehren.
- Den Backofen auf 220 Grad vorheizen und die feuerfesten Backförmchen einfetten.
- Die Eier in Eiweiße und Eigelbe trennen.
- Die Eiweiße steif schlagen und dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen.
- Danach die Eigelbe mit 2 Teelöffel voll Eiweiß schaumig schlagen. Das Schnapsglas voll Amaretto hinzufügen und gut durchschlagen.
- Die Eigelbe über das Eiweiß geben, das Mehl und die gemahlenen Haselnußgerne darüber geben und dann vorsichtig und behutsam mit dem Teigschaber per Hand (kein Rührgerät) unterheben und vermischen.
- In jedes der feuerfesten Backförmen jeweils zu einem Drittel die Schaummasse einfüllen.
- Danach auf die Schaummasse vorsichtig einige Heidelbeeren geben (pro Schälchen ca. 10 bis 15 Stück) und etwas Raspelschokolade darüber geben.
- Die restliche Schaummasse in die Backförmchen füllen (die Heidelbeeren und Raspelschokolade damit bedecken). Das Ganze sollte etwa zu drei Viertel voll sein (sonst läuft es im Backofen über).
- Die Backförmchen in den Backofen geben und ca. 6 bis 8 Minuten backen (sollte oben schön braun werden, aber nicht verbrennen).
- Die Backförmchen vorsichtig(!) aus dem Backofen nehmen, ganz vorsichtig mit ein paar Heidelbeeren und etwas Raspelschokolade garnieren (zu viel Gewicht lässt das Soufflé einstürzen!) und mit Puderzucker bestäuben.
- Vorsichtig servieren und Guten Appetit

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Tolles Rezept. Da wäre es nahe liegend eine Serie daraus zu machen, da es bei Dir auch schon einige Rezepte gibt.
Werde ich mit meinem Jungesellen Können einmal testen. Sollte man/frau in den nächsten 3 Wochen keinen Kommentar mehr hören ist bei mir etwas schief gegangen, liegt dann nicht am Rezept.
Gruß aus dem Norden von
Thomas
Ich koche zwar auch gerne lege aber leider wenig Wert auf solche Süßspeisen. Du könntest wirklich mal so eine Serie starten mit Rezepte. Vielleicht bekommst du dadurch noch mehr Besucher
Eine kleine Serie habe ich bereits unter dem Tag Low Carb Rezepte, aber da passt dieses Rezept gerade mal nicht hinein. Und eine Webseite für Salatrezepte und Grillrezepte habe ich auch noch
@Thomas: Ich hoffe da geht nichts schief! Soufflés habe ich mir sagen lassen gehören zu den schwierigeren Dingen. Aber ich kriege auch Biskuitteigboden mit Links hin, wo andere schon verzweifelt sind. Dafür kann ich sowas lapidares wie Standard Kekse, Muffins etc. überhaupt nicht, das ging bis dato immer schief
@Peter: Männer die gerne kochen finde ich fasznierend. Meistens trifft Frau ja auf das genau Gegenteil.