Von Anfang an stand unser Verhältnis unter keinem guten Stern. Vor 3 Jahren kaufte ich die angeblich nicht winterharte Kiwipflanze für drinnen und bereits nach ein paar Wochen war die Ärmste von oben bis unten so sehr mit Spinnmilben befallen, dass mir nichts anderes übrig blieb als die radikal bis unten hin abzuschneiden. Daraufhin pflanzte ich die Kiwipflanze in den Garten, so nach dem Motto: Hier hast Du noch ne Chance, entweder Du überlebst oder eben nicht. Die Kiwipflanze zeigte sich robust und überlebte, es ging ihr gut.
Sogar der erste Winter war kein Problem. Ich war mir danach eigentlich sicher, zumal die Kiwipflanze nicht winterhart sein sollte, dass es das mit uns beiden gewesen war. Aber sie belehrte mich eines besseren und wuchs recht schön vor sich hin. Okay, mich freut es und wenn es irgendwann mal Kiwis an der Kiwipflanze geben sollte, dann umso mehr.
Auch den letzten Winter, der ja ziemlich schneereich war, überlebte die Kiwipflanze hervorragend. Stattdessen hat sie mit diesem Frühjahr und Sommer aber so einige Probleme. Es gefiel ihr so ganz und gar nicht so sehr vom Regen verwöhnt zu werden.

Obwohl Kiwipflanzen ja viel Wasser brauchen und auch gut was ab können. Zuviel ist zuviel. Kurz vor der zweiten Regenperiode vor kurzem hatte sie sich wieder aufgerappelt – sie ist ja wirklich hart im Nehmen – und stand mit sehr vielen Blüten da. Ui… das hatte mich richtig gefreut. Wenn uns dann nicht das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.
Es kam die zweite Regen- und Kälteperiode mit dem Ergebnis, dass es fast alle Blüten von der Kiwipflanze runter gewaschen hat. Was dem Regen nicht zum Opfer viel verfaulte. Zuviel ist eben zuviel. Und dass es der armen Kiwipflanze zuviel Wasser war sieht man sehr deutlich an den überwiegend gelben Blättern, die normalerweise ja schön satt grün sind.
Das Wetter hat meiner Kiwipflanze dieses Jahr echt hart mitgespielt. Das Ergebnis sind viele gelbe Blätter (die meisten sind schon abgefallen) und wahrscheinlich so ganz und gar keine Früchte. Da bleibt uns beiden wohl nichts anderes übrig als dieses Jahr in Punkte Früchte abzuschreiben. Sie wollte ja, durfte aber nicht. Und hoffentlich kommen jetzt nicht noch ein paar so harte Regenperioden, die meiner Kiwipflanze endgültig das Garaus machen…

Naja, nix mit grünem Daumen? Ich hatte mich mal an verschiedenen Chili-Sorten versucht. (Habanero nie hingekriegt). Im Winter auch drin, Milben ohne Ende. Ja das kenne ich. Hast du mal geschaut – irgendwo habe ich mal gelesen, das man zur Befruchtung mindestens zwei verschiedene Geschlechtliche Pflanzen braucht. Und – ich rede hier von der Kiwi! Mit Früchtchen wäre es möglicherweise auch ohne den Regen nichts geworden?
Aber sag´ mal – mit den verschiedenen Blogs, dem Shop und dem “bisschen Haushalt”. Da hast du auch noch Zeit für den Garten?
Komplizierte Sache, mit diesen Pflanzen.
Deswegen sind mir Pflanzen aus Beton und grün, bunt angemalt am liebsten – denn diese würden sogar bei mir überleben.
Bin ja mal gespannt, wann deine erste Ernte kommt
@waelti: Paprikapflanzen drinnen… kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert. Obwohl die eigentlich ziemlich resistent gegen alle möglichen Viechereien sind… die mögen es einfach sehr sonnig und heißt
Die Kiwipflanze ist selbstbefruchtend, da braucht es keine zweite. Ohne Regen hätte das schon hingehaun, nur ob die dann generell in unseren Breitengraden was werden bezweifle ich…
Ja, ein bissi Zeit für den Garten habe ich schon, bzw. nehme ich mir
@René: Ich mag die Pflanzen schon lieber lebend, obwohl ich auch nicht gerade den grünen Daumen habe…
Oh je… Kiwiplanzen… zum Glück muss ich mich mit denen nicht rumschlagen, denn mir reichen Tomaten, Weintrauben, Schnittlauch und Pertersilie. Die Kirschen haben sich die Vögel unter den Nagel gerissen, bevor sie reif waren.
Zu den Tomaten habe ich aber auch eine kurze aber lustige Geschichte. Da ich die Teile auf der Terasse in einem großen Blumentopf züchte, ist es mit dem Platz nicht immer so bestens bestellt. Kurzentschlossen habe ich also gelbe und rote Tomaten in den gleichen Topf gepflanzt. Das Ergebnis waren, wie zu erwarten, gelbe und rote Tomaten. Da die Natur aber nicht ganz blöd zu sein scheint, wurden mir auch orange Tomaten beschert, quasi eine unmanipulierte Kreuzung beider Sorten… schöne Sache und schmecken tuts auch
.
Paprikapflanzen drinnen hat mich auch erstaunt. War eine zufällige Aktion in meinem vorigen Betrieb. Nach dem Motto – die Theke begrünen. Das Ding ist gewachsen wie blöd. Obwohl Freitag 17:00 Rolladen runter bis Montag. Finsterste Nacht. Da hatte ich nichtmal Probleme mit Ungeziefer. Vmtl. weil sonst praktisch keine Pflanzen als “Träger” da waren. Stand allerdings direkt unter starken Leuchtstoffröhren. Also nix mit Sonne. Nur Licht.
Mit dem Selbstbefruchten – naja, wieder was gelernt. Nur, macht das dann auch wirklich Spass?
Heut nacht wollte ich Screenfotos machen. Ladezeit… ich hab abgebrochen. In der Taskleiste stand die ganze Zeit Facebook. Will ne Sammlung fürs Blog statt der Blogroll. Habe da die Sidebars entfernt
. Vielleicht als Kategorie: “Die Alliierten”. Ödr sö.
Hallo
Ich hatte mir auch mal eine Kiwi in den Garten gepflanzt leider hat diese nicht den Winter überlebt obwohl diese Winterhart sein sollte. Naja hab mir jetzt wieder eine neue geholt. Werd die wohl im Winter gut einpacken. Mein Tipp gegen zu viel Wasser, bau Ihr doch ein Dach drüber. Ich mache das schon seit Jahren bei meinen Tomaten gegen die Fäulnis und hab damit Erfolg. Vielleicht hilft das ja auch bei der Kiwi.
Gruß Martin
@waelti: Das erstaunt mich wirklich. Wobei das mit dem Ungeziefer relativ normal ist, den meisten dieser Tierchen schmeckt die Paprika nicht wirklich
Tja, Facebook hat wohl manchmal Ladeprobleme. Und wenn es nicht Facebook ist, dann ist es ein anderer meiner Externen.
@Marcel: Meine Kirsche habt nicht mal getragen. Entweder zu früh geblüht oder die braucht im Herbst mal nen ordentlichen Rückschnitt.
Die eigene Tomatenkreuzung finde ich witzig. Wenn ich nicht vor einiger Zeit erfahren hätte, dass ich Tomaten so ganz und gar nicht vertrage (hab mich vorher immer gezwungen welche zu essen), dann würde ich das auch probieren.
@Martin: Oh… Deine winterharte Kiwi hat es nicht überlebt und meine nicht-winterharte Kiwi trotz Bayern und viel Schnee schon. Seltsam spielt das Leben manchmal, nicht wahr? Einpacken soll auch helfen hab ich mir sagen lassen, wobei ich meistens gar nix mache. Entweder die Pflanzen überleben oder nicht (so wie der eine meiner 2 Weinstöcke).
Dach bauen ist relativ schwer, denn sie steht vor der Garagenwand der Nachbarn. Da darf ich nicht wirklich ran
Tomatenfäulnis gibt es übrigens recht schnell… hab mir sagen lassen, die wollen keinen nassen Kopf und aus eigener Erfahrung faulen sie auch sehr schnell bei nassen Füßen. Überdachung ist da immer angebracht.
Weisst du was das schlimme ist? Ich habe absolut keinen grünen Daumen und bei mir sterben alle Pflanzen. ( ich töte sogar Kakteen *seufz* )
@arven
Blumen im Garten, so zwanzig Arten,
von Rosen, Tulpen und Narzissen,
leisten sich heute die kleinsten Leute,
das will ich alles gar nicht wissen.
Mein kleiner grüner Kaktus steht draußen am Balkon,
hollari, hollari, hollaro.
Was brauch ich rote Rosen, was brauch ich roten Mohn,
hollari, hollari, hollaro.
Und wenn ein Bösewicht was Ungezognes spricht,
dann hol ich meinen Kaktus und der sticht, sticht, sticht.
Mein kleiner grüner Kaktus steht draußen am Balkon,
hollari, hollari, hollaro.
Den Kaktus halt dann nicht runterschmeissen!
@Arven: Kakteen kriege ich auch hervorragend zum sterben… irgendwie sind wir nicht kompatibel. Ansonsten habe ich auch nicht gerade den wirklich grünen Daumen. Manches haut sehr gut hin und vieles andere wiederum ist wieder geradeaus der Akt für die Mülltonne
Ja.. das Thema Pflanzen..
ich sollte mir lieber keine anschaffen.. wäre eine Hölle für die armen Kreaturen.. Giessen? Kann man auch schon mal ein paar tage, Wochen Monate vergessen.. das richtige Licht? Wenn die Sonne durchs fenster auf das Dings fällt, wird’s schon reichen. ich habe echt keinen grünen daumen. Einzig eine Yucca-Palme hat sich meinem mangelndem Pflegeverhalten mannhaft entgegen gestellt, und mir gezeigt, wo der Hammer hängt. Die wuchs und wuchs und wuchs.. War schon witzig zu sehen, wie so ein über einen Meter langes Blätterwerk aus einem grad mal 30 Zentimeter langem Stamm herauswuchs. Letztlich musste aber auch sie den Weg alles Irdischen gehen, ihr eigener Größenwahn liess Sie durch das schwere Grünzeug aus dem Blumenpott kippen. Von dem Schreck hat Sie sich nicht mehr erholt. Ich musste Sie leider im Bio-Abfalleimer “einschläfern”…
@Peter: Das erinnert mich irgendwie an unsere Pachiras. Ich habe sie hier alle nach und nach getötet
Eine hatte Stephan in die Arbeit mit genommen und die stellt sich mannhaft allem, was er und seine Arbeitskollegen mit ihr Treiben. Da sie schon aus dem Topf gewuchert war, hat sich letztens sogar einer erbarmt ihr einen neuen zu spendieren und die Wucherung geht weiter.
Ich könnt googeln, klar. Aber – weiss jeder was Pachiras sind? Ich hab zumindest keinen Schimmer.
@waelti: Ist ne grüne Zimmerpflanze, auch unter dem Namen Glückskastanie. Kuck hier: (http://de.wikipedia.org/wiki/Pachira_aquatica)
Also normal kann man an der Kiwipflanze sehr wenig kaputt machen, Bei Spinnmilben hilft auch das kurzfristige feucht eintüten, kann man fast immer machen wenn man Spinnmilben hat , bei grossen Pflanzen natürlich schwer
@tanja
thx für den Link. Die Blätter erinnern mich ein bisschen an eine ganz andere Pflanze. Also, hm, naja. Wenn man die _andere_ ans Fenster stellen würde, dann kommt vielleicht die Polizei. Dein Freund und wart´ ich werd dir helfen!
@jan
Feucht Eintüten klingt cool. Und Einfach. Das hilft echt? Wie lange muss man das machen? Kurzfristig ist nicht _exakt_ definiert. Tag, 3 Tage?
@jan: Kaputt ist sie auch noch nicht, und ich habe Hoffnung, dass sie dieses Jahr auch trotz des vielen Wassers noch übersteht. Wenn sogar ne Kiwi “motzt”, dann war es wirklich viel zu viel
Das mit den Spinnmilben hätte ich mal früher wissen müssen. Die kommen ja wegen zu trocken, also ergo richtig feucht eintüten. Wär aber bei der damals über 2 Meter hohen Kiwi schlecht gegangen.
@waelti: Ich würde sagen solange bis die Fiecher weg sind und die Pflanze keinen Schaden hat. Ist logisch was Jan da vorschlägt, da die Spinnmilben ja wegen zu trocken kommen.
Und ja, stimmt, die haben eine gewisse Ähnlichkeit, die aber nur die Optik betrifft. Ich mag diese Pflanzenart total gerne, nur habe ich schon x davon in die Tonne werfen müssen. Gerade eben versuche ich mich wieder an eine, mit der Hoffnung, dass ich irgendwann den Dreh raus habe
@tanja
Ne is klar. Selber beobachten bis Viecher weg – und kein Schimmel. Aber du weisst ja: Menschen wollen meist nicht selber denken. Sondern klare Anweisungen – besonders Männer
@waelti: Das kommt ja auch immer ganz auf die Pflanze und ihre generellen Bedürfnisse drauf an. Kann mir vorstellen dass eine tropische Palme es wesentlich länger in einem solchen Klima aushält als eine, die es lieber trocken mag. Mit Pech ziehst Du Dir dann auch “Getier”, das es lieber feucht hat…
@tanja
Vorab: “Weib” ist beim Schwaben aber garniemalsnienicht ein Schimpfwort.
Also – oh ihr Weiber! Vom Regen in die Traufe oder was? Wie der Feuerwehrkommandant der nach dem Bauernhofbrand meldet: keine der zwölf Kühe ist verbrannt. Alle zwölf sind ertrunken…
@waelti: Ja, genau so