Kohlsuppendiät macht dick und nicht schlank

Du suchst nach einem Weg, um Dich von einigen überflüssigen Pfunden dauerhaft zu trennen? Dabei hast Du von der so genannten “magischen Kohlsuppe”, also der Kohlsuppendiät gehört und überlegst nun, ob diese Diät nicht genau die Richtige für Dich ist? Schließlich schwärmen viele Deiner Bekannten, Freunde und auch Kollegen von der Kohlsuppendiät. In der Tat ist die Kohlsuppendiät in aller Munde. Kaum einer hat noch nicht von ihr gehört und alle scheinen begeistert zu sein zum täglichen Kohlsuppe löffeln.

Heute möchte ich Dir hier erklären, warum Du mit Diäten wie mit der Kohlsuppendiät nicht dauerhaft schlank werden kannst, sondern eher dick davon wirst. Warum Du damit zwar kurzfristig ein paar Kilos verlierst, diese aber innerhalb kürzester Zeit wieder zu Dir zurückkehren und wahrscheinlich noch ein paar zusätzliche obendrauf.

Wenn Du also nicht nur vorhabst für ein paar Tage wieder in ein zu eng gewordenes Kleid zu passen, solltest Du einen anderen, vernünftigen Weg wählen, um gesund schlank zu werden und das Wunschgewicht im Anschuss daran auch zu halten.

Die Kohlsuppendiät gehört zu den so genannten Crash Diäten. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Kalorienzufuhr enorm drosseln. Gut, werden sich viele denken, je weniger ich zu mir nehme, desto schlanker werde ich. Falsch! Unterm Strich ist es nämlich so, dass je radikaler Du die Kalorien reduzierst, desto dicker wirst Du in Kürze sein. Glaubest Du nicht? Dann probieren es einfach aus, es funktioniert ausgezeichnet.

Der menschliche Körper ist mit einem hervorragendem Notprogramm ausgestattet. Hätten wir dieses nicht, wären wir vor Jahrhunderten in schlechten Zeiten oder während der Kriege schlicht und ergreifend verhungert. Nun, wirst Du Dir vielleicht denken, ich will doch nur mit der Kohlsuppendiät schlank werden und lebe weder in der Steinzeit noch haben wir gerade eine Kriegssituation. Deinem Körper ist das aber egal. Auf jede drastische Kalorienreduzierung reagiert er mit seinem Notprogramm. Egal ob Du diese willentlich mit der Kohlsuppendiät herbeiführst, oder sie aus schlechten Zeiten resultiert.

Was hat das nun aber mit der Kohlsuppendiät und Deinem Wunsch schlank zu werden zu tun? Sehr viel. Um schnell einige Kilos zu verlieren, sind Diäten wie die Kohlsuppendiät sehr effektiv. Du verlierst dabei vor allem Wasser und Muskulatur. Von Deinem Körperfett wird sich auf diesem Wege nur sehr wenig verabschieden. Sobald Du dann aufhörst mit dem ausschließlichem Kohlsuppe löffeln, machst Du Bekanntschaft mit einem äußerst unangenehmen Gesellen: dem Jojo Effekt. Er sorgt dafür, dass nicht nur die mühsam mit der Kohlsuppendiät abgehungerten Pfunde schnell wieder zu Dir zurückkehren. Zur “Belohnung” legt er noch ein paar zusätzliche Kilos oben drauf. Blöd gelaufen, was?

Hast Du immer noch Lust auf die Kohlsuppendiät? Nur zu… keiner wird Dich stoppen, Du darfst die Erfahrung, dass die Kohlsuppendiät Dich dick anstatt schlank macht, ruhig selbst machen.

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 Themenbereich: Gewichtsreduzierung
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18 Kommentare:
  1. Peter schrieb am 10. April 2010 um 14:51 Uhr:
    # 1

    Solche kurzfristige Aktionen bringen wie du beschrieben hast gar nichts. Ich habe seit eine Weil meine Ernährung umgestellt und habe zwischen zeitlich schon fast alles was ich abnehmen wollte (18 Kilo) bereits erreicht. Wichtig ist nur das man diese dauerhaft macht und keine Crash Sachen von vielleicht 5 Kilo in 2 Wochen probiert.

    Übrigens gönne ich mir immer noch ab und zu ein Pizza oder ein Besuch beim Big Mac. Nur muss ich diese nicht jeder Woche machen :)

  2. Tanja schrieb am 10. April 2010 um 16:37 Uhr:
    # 2

    Glückwunsch Peter, zu Deinen Abnehmerfolgen! Ich freu mich für Dich :-)

    Eine sinnvolle gesunde Ernährungsumstellung, die dauerhaft durchgeführt wird, ist der einzige Weg, um sich dauerhaft von seinen Pfunden zu trennen.

    Pizza ist bei mir eher problematisch (ich habe ja ziemliche Probleme mit Mehl) und beneide Dich definitiv dafür. Besuche bei den Burger Buden gibt es bei uns aber definitiv jede Woche. Ich ess halt keine Brötchen und Pommes. Ohne die Kohlenhydrat-Fett Falle ist das alles nur noch halb so wild. Gestern hatte ich erst wieder einen schönen Burger mit nach Hause genommen, auseinandergeglaubt und mir die “Innerei” gegönnt. Lecker… Dazu ein paar Chilli Cheese Nuggets und schon geht es meiner Welt gut :-)

  3. Uwe schrieb am 10. April 2010 um 19:09 Uhr:
    # 3

    Tja, Brigitte und Co können fleißig weiter schreiben, aber sollte es sich unter den Schweinehunden mal rumsprechen, dass maßvolles abwechslungsreiches Essen bis zur Sättigung, Bewegung, noch mehr Bewegung und eine negative Kalorienbilanz plus Geduld und Ausdauer schon ausreichen.. nicht auszudenken was die armen Kohlsuppenfabriken dann alle machen würden.. als Grundnahrungsmittel taugt die ja höchsten selbst gemacht was..aber dann mit vieeel mehr Geschmack. :)
    Immer wieder toll wie sich Leute ihre restlichen, wenigen “aktiven Muskeln” weghungern und sich dann über Antriebslosigkeit und vierfache Rechnung in wenigen Wochen wundern.. aber naja, die Industrie will brummen wie die Klatschpresse, muss eine allgemeine Lernresistenz sein die sich nicht wegzaubern lässt

  4. Tanja schrieb am 11. April 2010 um 08:27 Uhr:
    # 4

    Man kann das den Leuten vorbeten bis zum erbr… nur leider wollen die wenigsten das sehen oder verstehen :-(

    In meinen Augen gibt es 3 Fraktionen Abnehmwilliger:
    - Die erste braucht das ultimative Diätwunder. Pillchen einwerfen, auf der Couch sitzen und Chips futtern – dabei wird dann rasend schnell und rasend viel abgenommen, viele Kilos in weniger Zeit. Dabei weder sich bewegen, noch irgend etwas an der Ernährung ändern. Das Angebot für diese sehr breite Masse ist hoch, die Nachfrage ebenso. Die Händler verdienen sich dumm und dämlich, das einzige was abnimmt ist der Inhalt des Geldbeutels… denn Wunder gibt es keine.

    - Die zweite hat nach x Diätpillen Runden verstanden, dass es so nicht funktioniert und ist nun bereit für eine begrenzte Zeit etwas zu tun. Da es ja eine negative Energiebilanz braucht sind sie bereit für ein paar Wochen zu hungern. Je mehr desto besser, denn das ist die ultimative Diät. Wobei wir bei Diäten wie die genannte Kohlsuppendiät wären.

    - Die dritte und letzte hat das System endlich verstanden: Vernünftige Ernährung gepaart mit einem Bewegungsprogramm, so dass die Energiebilanz leicht negativ ist. Dauerhaftes erfolgreiches abnehmen funktioniert nicht von heute auf morgen, sondern langsam und stetig und hängt eng zusammen mit der dauerhaften Änderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Nur… diese Fraktion ist im Vergleich zu den beiden erst gennanten nur sehr selten anzutreffen und klein.

  5. Thomas schrieb am 11. April 2010 um 09:33 Uhr:
    # 5

    Ich hatte diese Diät auch mal Spaßhalber vor 9 Jahren ausprobiert. War aber nicht so der Bringer. Ich hatte danach aber zugenommen, weil ich kurz danach einen All Inklusive Urlaub in der Karibik gemacht hatte.
    War daher auch nur mal ein Versuch und nicht um ernsthaft was abzunehmen. Da hilft am Ende wirklich nur langsam abzunehmen und dann hält man auch sein Gewicht. Ich habe jetzt seit Anfang dieses Jahres 6,5 KG abgenommen. Das ist zwar nicht viel, aber es sind keine großen Schankungen dabei und die Kurve geht stetig nach unten.
    vg Thomas

  6. Tanja schrieb am 11. April 2010 um 10:11 Uhr:
    # 6

    @Thomas: Ja, genau das ist der Weg, langsam und vernünftig, mit einer ausgewogenen Ernährung und Bewegung. Das klappt. Geht zwar nicht schnell, dafür ist es aber dauerhaft und bleibend, sofern Du nicht irgendwann wieder in die alten Verhaltensmuster zurückfällst.
    Abgesehen davon finde ich 6,5 Kilo in etwas mehr als 3 Monaten schon ziemlich viel, Glückwunsch ;-)

  7. hennii schrieb am 11. April 2010 um 17:22 Uhr:
    # 7

    Tja, die ganzen Trend-Diäten, ob nun die klassische Kohlsuppendiät oder die sonstigen Fatburnerdiäten, was es da alles gibt. Es leben eine Menge Menschen davon, immer wieder Trends zu kreieren, die nix anderes im Sinn haben, dass man morgen wieder zugelegt hat, am besten je mehr je besser. Die nächste “jetztendlichdieultimativeDiät” lässt sich dann einfach besser verkaufen.
    Apropos Kohlsuppe: wer sie jahrelang isst, wird unter Garantie dauerhaft abnehmen, (will ja eigentlich gar keiner wirklich…)
    Gruß, Hennii

  8. Tanja schrieb am 11. April 2010 um 18:22 Uhr:
    # 8

    @hennii: oh ja, für den Rest des Lebens Kohlsuppe *lacht*, was für eine hervorragende Vorstellung, die aber auch zu Mangelerscheinungen führen wird und damit letztendlich zwar schlank, aber auch krank macht ;-)

  9. Uwe schrieb am 11. April 2010 um 19:39 Uhr:
    # 9

    Wenn doch wenigstens dieser 3 Schritt eine stufenweise Entwicklung aus Lernprozessen und Einsicht wäre..dann würden diese Abzockerpillenhersteller endlich verschwinden, die Zeitschriften könnten sich andere Themen suchen und hey, mehr Leute passen in einen Aufzug weil das Gesamtgewicht noch lange nicht erreicht wurde! :D

  10. Tanja schrieb am 12. April 2010 um 06:49 Uhr:
    # 10

    @Uwe: Diese 3 Schritte sind leider schon ziemlich lange aktuell – zumindest über die ganzen Jahre in denen ich das beobachte – und ich habe irgendwie die Hoffnung auch aufgegeben, dass das ein Lernprozess ist. Aber vielleicht ja doch, wer weiß.
    Wenn man mit einem Artikel wie diesem wenigstens halbwegs ranken würde, dann könnte man ja die ein oder andere Aufklärungsaktion hin und wieder starten und so auch ein bißchen was zum Lernprozess beitragen. Aber leider ist dieser Abnehmmarkt zu hart umkämpft, dass unser einer da nicht mithalten kann und die Aufklärungsversuche im Sande verlaufen (Nirvana landen). :-(

  11. Uwe schrieb am 13. April 2010 um 19:56 Uhr:
    # 11

    Irgendwo schon schade, wobei es da ja Gott sei Dank viele vernünftige Meinungen bei Ciao und Konsorten gibt, die zu “blablub erfahrungen/wirkungen” gefunden werden, hat mir auch so manches “Kartoffelpulver” entzaubert bevor ich aus Neugier zugreifen konnte. (Neugier, schreckliche Angewohnheit!) :)

  12. Tanja schrieb am 13. April 2010 um 20:36 Uhr:
    # 12

    @Uwe: Ja die Neugierde… wir Frauen sind ja von Hausaus extrem neugierig und greifen deswegen wohl eher mal zu. Aber trotz gut, dass es solche Meinungsportale gibt… ;-)

  13. Uwe schrieb am 13. April 2010 um 21:13 Uhr:
    # 13

    “Ach, der Name klingt aber schön und wenns mich auch noch satt macht kann man ja mal probieren”… wozu brauchen die da noch Werbespots.. *grübel* :D

  14. Tanja schrieb am 14. April 2010 um 11:42 Uhr:
    # 14

    @Uwe: *lacht*. Aber im Ernst, wenn ich mir dann hin und wieder mal so eine billige Frauenzeitschrift hole (ich mag sie eigentlich nicht) und mir die diesebezügliche Werbung darin ansehe, dann wird einem einfach nur schlecht :-(

  15. Anne schrieb am 14. April 2010 um 11:50 Uhr:
    # 15

    Tanja, du hast so recht. Die beste Diät taugt nichts. Ich habe meine Ernährung vor einigen Monaten komplett umgestellt. Alles wird nun frisch zubereitet. Eine Mahlzeit am Tag ist immer warm und am Wochenende gönne ich mir ohne spätere Reue meine Sünden.

    Seither fühle ich mich besser (keine Magenbeschwerden, weniger Kopfschmerzen und mehr Power) und Gewichtsprobleme gibt es auch nicht.

  16. Tanja schrieb am 14. April 2010 um 12:08 Uhr:
    # 16

    @Anne: Schön das von Dir zu lesen, so was kann ich natürlich nur voll und ganz unterstreichen. Gesunde Ernährung und hin und wieder ein paar Sünden in Masen ist genau der richtige Weg.

  17. Anne schrieb am 15. April 2010 um 23:56 Uhr:
    # 17

    Ja, vor allem gibt es dann auch keinen Heißhunger. Es macht mir nichts mehr aus, wenn mein Freund am Abend Chips, Schokolade oder Haribos herauszaubert.
    Bei Diäten hat man in solcher Situation ja immer den Drang auch zugreifen zu müssen. Aber wenn der Körper an gesunde Kost gewöhnt ist und alle Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien bekommt, dann ist das Verlangen gänzlich weg. Ganz im Gegenteil, würde ich mir jetzt zuviel Süßes “hinterschieben”, würde mir vermutlich richtig schlecht werden.

  18. Tanja schrieb am 16. April 2010 um 07:19 Uhr:
    # 18

    @Anne: Ja, was aber vor allem auch an der Psychologie liegt. Wenn Du weißt “eigentlich darf ich ja” (denn Du erlaubst Dir ja auch hin und wieder die ein oder anderen Sünden), sind solche Leckereien gar nicht so verlockend wie wenn Du weißt “ich bin auf Diät und darf so was nicht essen” ;-)

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