Eigentlich nehme ich mir immer wieder vor, die nächste Erkältung ohne Nasenspray durchzustehen, aber meistens lande ich dann doch in der Apotheke und hole mir ein Nasenspray, damit ich wieder halbwegs frei durchatmen kann. Der ein oder andere von Euch wird aber auch die schleichende Sucht Gefahr bei Nasensprays kennen. Gerade als Hausstauballergiker könnte ich der Nasenspray Sucht gerne verfallen.
Sobald ich während der Erkältung das Nasenspray aufgebraucht habe und eigentlich keines mehr bräuchte, kommen die Tage, an denen meine Nase doch wieder elendig verstopft ist. Auslöser dafür dürfte meine Hausstauballergie sein, die sich während der Erkältung so schön an den Gebrauch von Nasenspray gewöhnt hat.
Da der fortwährende Gebrauch von Nasenspray aber in einer Sucht endet, die sich wohl keiner freiwillig antun möchte, habe ich mir in solchen Erkältungsphasen einen Trick angewöhnt, den man auch langsame Entwöhnung nennen könnte, und der bei mir immer hervorragend funktioniert.
Wer sich von Euch auch hin und wieder mit dieser Nasenspray Problematik konfrontiert sieht, für den könnte mein kleiner Trick auch eine Idee sein, sich langsam vom Nasenspray zu entwöhnen ohne sich der paar Tage mit komplett verstopfter Nase hingeben zu müssen. Es geht auch einfacher.
Dazu gehe ich in die Apotheke und hole mir ein weiteres Nasenspray. Dieser Auftrag ist für die Apotheker meistens mit einer Sucherei verbunden, denn meine Anweisung lautet, dass dieses Nasenspray einen Schraubverschluss aufweisen muss. Die meisten Nasensprays sind leider gesteckt verschlossen und man bringt sie nur schwer bis gar nicht auf. Der Schraubverschluss zum einfachen Öffnen des Nasensprays ist aber Hauptvoraussetzung für meinen Trick. Aktuell war dies übrigens bei mir das „Nasic Nasenspray“.
Zu Hause wende ich das Nasenspray wie gewohnt an, so lange, bis ich ein Viertel (bis maximal die Hälfte) davon aufgebraucht habe. Dann schraube ich das Nasenspray auf und fülle es mit Leitungswasser auf. Das Ganze wird so lange immer wieder wiederholt, bis ich im Endeffekt fast nur noch „Wasser“ in meine Nase sprühe und von selbst gar keinen Drang mehr danach verspüre mir Nasenspray in die Nase zu sprühen.
Der Trick dabei ist, dass die Wirkstoffe des Nasenspray auf diese Weise immer mehr „verwässern“, also immer weniger werden. Die Nase hat so die Möglichkeit sich langsam an immer weniger Nasenspray zu gewöhnen, bis sie gar keines mehr braucht.
Die letzten Jahre über hat dieser Trick bei mir immer funktioniert und aktuell sprühe ich gerade noch 1- bis 2-mal täglich das „behandelte“ Nasenspray in meine Nase. Meine Nase verstopft immer weniger und es wird nicht mehr lange dauern, bis ich automatisch gar nicht mehr danach greife.
Eine einfache Lösung für so ein nerviges Problem ^_^ danke
Ich nutze seit jahren kein Spray mehr,
da ich es nicht vertrage. Die Entwöhnung kann ich mir gut vorstellen. So sollte es klappen. Ich bevorzuge heisses Wasser, mit Salz und Kamillentee.
Das macht die Nase weich und sie wird nicht so Rot vom schnupfen.
Thomas
rundumkiel benutzt kein Nasenspray, findet aber die Strategie, vom Medikament zum Placebo, klug und zielführende. Schlau gemacht…
Ich nutze schon seit mehr wie 10 Jahren keine Nasenspray mehr. Sicherlich gibt es manchmal Zeiten wo deren Nutzung doch nicht schlecht wäre, aber da diese Zeug sowohl Gift wie Suchtmittel ist verwende ich so was nicht.
Übrigens habe z.Z die Schweingrippe (seit Freitag) . Diese verlauft aber so moderat das ich eigentlich gut weiter arbeiten kann von daheim.
@Daniel: Und das beste ist, es funktioniert bei mir immer wieder
@Thomas: Da ich Hausstauballergikerin bin, habe ich ja immer wieder Probleme mit dem Näschen. Deswegen helfen so einfache Mittelchen bei mir leider gar nix. Hätte es auch lieber anders
@rundumkiel: Ich beneide Dich (würde auch lieber keines nutzen müssen). Aber die Idee ist wirklich nicht schlecht, was?
@Peter: Auch Dich beneide ich, ich würde ja auch gerne ohne Nasenspray auskommen aber leider geht das bei mir nicht. Auch die anderen Sprays auf den verschiedensten Basen (Meersalz etc.) zeigen bei mir 0 Wirkung.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung.
Bis vor einigen Jahren wusst ich noch gar nicht das es sowas wie eine Nasenspraysucht gibt. Als ich es dann aber man erfahren hab, hab ich automatisch auch mehr darauf geachtet und war erschrocken wie viele das wohl betrifft. Speziell bei Frauen. “Hast Du Dein Nasenspray dabei” – “Ja klar” – “Gib her”. Ich bin erschrocken, ehrlich.
Irgendwie hat die Wortkombination ‘Nasenspray + Sucht’ bei mir einen Vorsichtschalter umgekippt: Seit ich das vor Jahren einmal gehört habe, habe ich nie wieder Spray benutzt. Vorher hatte ich es nur ein oder zwei Mal in Gebrauch, da aber so sparsam, dass keine Sucht aufkam und es keinerlei Probleme gab.
Ich inhaliere dann lieber oder nehme für Unterwegs den Inhalierstift mit (schade, dass der bei dir nicht wirkt, ich finde ihn super praktisch).
Dein Trick hört sich praktikabel an – ich hoffe, einige ‘Süchtler’ lesen ihn und werden wieder ‘frei’
Da bin ich anscheinend einer mit keinen Nasenspray Problemen
Wenn die Nase zu ist, kommt Spray rein, ist der Schnupfen weg, Spray weg und gut ist, Nase bleibt frei.
Für meine Kids gibt es jedoch nur Spray wenn nichts anderes mehr hilft. Die stehen zwar nicht so sonderlich auf Salzlösung (kann ich verstehen) oder inhalieren, aber mit Bestechung geht auch das
Hallo Tanja,
ja das kenne ich! Bekomme dann nach einigen Tage nur noch “Kindernasenspray” von meiner Hausärztin verschrieben und dann geht das mit der “Entwöhnung”.
Gruß
Matthias
Ich glaube ich kann mich auch schon als süchtig einreihen. Nach 5 Wochen jeden Tag Vibrocil-Nasentropfen. Sollte da auch schleunigst gegensteuern. Werde echt mal deinen Tipp ausprobieren. Meine Nase ist fast immer zu ;(
@Markus: Ehrlich gesagt konnte ich mir das auch nie vorstellen, aber er scheint so zu sein. Und da ist man dann natürlich vorsichtiger. Bei mir merke ich ja auch, dass sich das Näslein nach ein paar Sprühern so schnell daran gewöhnt, dass man am liebsten immer wieder sprühen würde.
@Bonny: Dass die Alternativen bei mir nicht wirklich wirken mag an meiner Hausstauballergie liegen, die ja das ganze Jahr über ein leicht verstopftes Näslein macht und dann während einer Erkältung komplett verstopfte Nase produziert. Dann hilft dann leider nicht mehr viel. Außerhalb der Erkältung will ich mich aber auch nicht an solche Dinge gewöhnen, so dass es wenn dann nur während einer Erkältung für mich in Frage kommt.
@Francis: Ich glaube auch, dass das bei mir an der Hausstauballergie liegt, die halt eben immer das Näslein etwas verstopft. Deswegen ist der Griff dann weiterhin zum Nasenspray so verlockend.
Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung, dass Nasenspray nur verwendet werden sollte wenn die Alternativen nicht mehr greifen. In solchen Zeiten gebe ich auch gerne ein paar Tropfen Eukalyptus Duftöl in meine Duftlampe.
@Matthias: Ich denke “Kindernasenspray” ist immer noch mehr, als das was nach einigen Tagen bei meinem Trick rauskommt. Probiere es das nächste Mal einfach aus
@Nila: Ja, probiere es einfach mal aus. Und wenn Du noch so starke Probleme hast, dann lieber langsam, also nach max einem viertel Verbrauch wieder mit Wasser auffüllen. So geht es langsamer und die Nase hat genug Zeit sich an immer weniger zu gewöhnen. Das schöne an dem Trick ist, dass man dabei so flexibel ist und selbst bestimmen kann wann wieviel Wasser drauf kommt.
Wo ich so darüber nachdenke…
Ich kenne richtig viele Leute, die süchtig nach Nasenspray sind. Immer eine Flasche in der (Hand-) Tasche dabei.
Das mit dem Leitungswasser werde ich mal weiterreichen
@Marc: Echt? Ich denke ich muss auch mal meine Äuglein aufgefallen, hatte darauf nie geachtet. Ich persönlich bin ja mehr der Typ “immer ein Labello in der Nähe”
Drück die Däumchen, dass es mit dem Leitungswasser klappt, nicht mehr das Näslein zu besprühen…