Lebensunterhalt Internet: dann will ich mal die Hosen runter lassen

Wer denkt er kriegt jetzt meinen Allerwertesten zu Gesicht hat sich geirrt ;-) Der heutige Artikel dreht sich um das Thema mit dem Internet seinen Lebensunterhalt verdienen und gehört zum aktuellen Webmaster Friday Auf Bits gebaut – die Zukunft im Web? Martin hat das Gefühl, dass beim Geld bzw. den Lebensunterhalt mit dem Internet verdienen meist nur die schönen Seiten genannt werden. Auf die andere Seite der Medaille wird nur selten ausführlicher eingegangen. Dann möchte ich heute einfach mal aus meinem Nähkästchen plaudern, die Hosen runter lassen, denn ich verdiene meinen Lebensunterhalt ja schon einige Jahre im Internet. Mit Vor- und Nachteilen, Hoch- und Tiefphasen sowie auch der gesamten emotionalen Achterbahnfahrt.

Vor einiger Zeit habe ich an Peers Blogparade mit meinem Artikel Selbständigkeit: positive & negative Erfahrungen teilgenommen. Auch dort habe ich bereits mal ein paar negative Seiten, Spaßkiller, aufgezeigt. Heute will ich mich aber nicht nur auf die Selbständigkeit allgemein beziehen, sondern den Punkt den Lebensunterhalt mit dem Internet verdienen in den Fokus rücken.

Lebensunterhalt Internet

Seit einigen Jahren bestreite ich meinen Lebensunterhalt mit diversen Tätigkeiten im Internet. Das reicht vom Online Shop, über einige Blogs, bis hin zu Dienstleistungen als Webworker. Mein Schäfchen habe ich aber nicht immer Trockenen, leider gibt es immer wieder Zeiten, wo am Ende des Geldes noch Monat übrig bleibt. Den Lebensunterhalt mit dem Internet verdienen ist aus meiner Erfahrung kein Zuckerschlecken, kein Ponyhof, und es gibt, wie im normalen Leben auch, Hoch und Tiefs, die einem von Wolke 7 bis zur Verzweiflung alles bieten.

Die Abhängigkeit von Google

Wer seinen Lebensunterhalt mit Internet Projekten bestreitet ist von Google abhängig. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Mag einen Google nicht mehr, dann bleiben die Besucher aus und damit auch das Geld. Und wer denkt, dass dies nur den “Internet-Schwerverbrechern” passiert, der irrt. Leider passiert es viel zu oft, dass man sich eigentlich nicht wirklich was zu schulden hat kommen lassen und einem Google trotzdem aber nicht mehr mag. Bei der Frage nach dem Warum steht man meist da wie der berühmte Ochs vorm Berg, sucht die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen, die auch nicht immer gefunden wird.

Die erste schwarze Wolke am Lebensunterhalt Himmel

Vor einigen Jahren traf sie mich aus heiterem Himmel. Google änderte die Richtlinien für Webmaster, so schnell kann eigentlich keiner drauf reagieren, und schon kommt der erste selbsternannte Internetpolizist um die Ecke und kackt Dich an. Tja, Pech gehabt. Bis auf ein Projekt gingen bei mir damals alle Domains über den Jordan. Ich hab ewig dran gebastelt, alles verändert, bis kaum ein Wort mehr gleich war, reinclusion requests gestellt, unendlich viel Zeit rein gesteckt, doch nichts half. Abgestraft blieb abgestraft und diese Domains durften dann auch tatsächlich die vollen 2 Jahre Strafe absitzen. Die meisten habe ich abstoßen, nur wenige, an denen mein Herz hing behalten.

Neuaufbau des Lebensunterhalt Internet

Tja, wenn einem alles abrotzt, dann bleiben ja nur zwei Auswege: Arbeitsamt oder Neuaufbau. Da mich das eine verbleibende Projekt noch über Wasser hielt, entschied ich mich für den Neuaufbau. Nur das geht nicht von heut auf morgen, dauert unter Umständen Jahre. Außerdem wandelt sich das Internet recht schnell, was gestern noch toll war ist heute unter Umständen Schnee von gestern. Also sei flexibel und spring mit. Das eine läuft besser, das andere schlechter, der Wandel führt zu neuen Ideen, diese zu neuen Konzepten und anderen Ausrichtungen.

Kaum geht’s gut mit dem Lebensunterhalt Internet…

Webmaster Friday - Auf Bits gebaut – die Zukunft im Web?Kaum hat man sich halbwegs derrappelt, kann auch mal ein paar Tage die Füße hochlegen, alles läuft, es ist gut… passiert wieder irgendwo irgendwas. Ich habe zum Beispiel das gesamte letzte Jahr sehr viel Zeit in ein neues Projekt gesteckt. Es aufgebaut, bis es richtig gut lief und schwups, im Dezember wurde es dann endgültig von Google abgeschossen. Netterweise ist es vorher schon ein paar Monate immer mal wieder etwas “gehopst” und netterweise habe ich zu diesen Zeiten immer wieder Kaufanfragen für dieses Projekt per eMail erhalten (die ich wie all den anderen Spam lösche). Dieses Projekt hat so rein gar nichts “verbrochen”, ist nur ein Affiliate Projekt und Google hat sich entschieden es nicht mehr wirklich zu mögen.

Eigentlich ist immer irgendwo eine Baustelle vorhanden

Egal wie ich es drehe und wende, Baustellen gibt es genug und kaum habe ich eine erfolgreich verarztet (oder nach ein paar erfolglosen Versuchen geknickt), stehe ich an anderer Stelle vor der nächsten. Das Internet ist eine der unbeständigsten Quellen für den Lebensunterhalt, einfach auch unberechenbar. Aktuell stehe ich zum Beispiel gerade vor dem Problem, dass ein neueres Projekt, das richtig Spaß macht und sich erfolgversprechend entwickelt, sich nicht vernünftig monetarisieren lässt.

Für den Lebensunterhalt Internet ist Wirtschaftlichkeit ausschlaggebend

Die Wirtschaftlichkeit ist der ausschlaggebende Punkt für den Lebensunterhalt Internet. Das Einkommen muss gesichert sein, wie ein guter Freund von mir immer so nett sagt, das Ziel ist “Kühlschrank voll”. Egal wie ich meinen Tag im Internet verbringe, egal welchen Projekten ich mich widme, ich muss sie stets unter dem Blickwinkel der Wirtschaftlichkeit betrachten. Nicht wirklich wirtschaftliches wird auf später verschoben oder abgestoßen, egal wie schwer oder leicht das gerade im Einzelnen fällt. Das Ziel eines jeden Monats ist die Sicherung des Lebensunterhalts. Erst wenn das erreicht ist, kann ich tun und lassen was mir gerade gefällt.

Nicht jede Monetarisierung eignet sich für den Lebensunterhalt Internet

Bei aller Wirtschaftlichkeit darf man sich aber nicht den Fehler erlauben, kurzfristig zu denken und zu handeln. Kann diese Monetarisierung schaden, bringt sie unter Umständen nur mal schnell etwas Geld und wirkt sich aber langfristig auf mein Projekt schädlich aus? Ein Umstand der auf einiges, vor allem auf viele der eMail Anfragen, die wir täglich erhalten, zutrifft. Der schnelle “Hunni” in der Hand kann mittelfristig zur Folge haben, dass mein Projekt abrotzt und gar nichts mehr bringt, unter Umstände durch diesen Hunni Tausende verloren gehen! Selbst ernannte Internet Polizisten gibt es genug und irgendwann erlauben sich diese eMail Anfrager den Fehler an einen solchen zu geraten. Schwups gemeldet und schon wurdest auch Du “erwischt”. Als Beispiel sei der Bloggergate genannt, hat ein paar Jahre gedauert, aber dann flog auch dieses Netzwerk auf.

Dumme Sprüche von anderen

Last but not least möchte ich noch kurz auf die dummen Sprüche eingehen, die einem immer wieder begegnen, sowohl in der Online Welt wie auch vermehrt offline. “Hättest was gescheites gelernt” oder “Mach doch stattdessen mal was Seriöses” sind zwei Beispiele, die einem immer wieder begegnen, wenn man vom Lebensunterhalt Internet spricht. Viele denken ganz einfach, dass man den Tag mit Spaß, auf der Couch sitzen und Nase bohren verbringt. Das Internet ist in deren Augen nichts, was als “seriöse Arbeit” zählt, ein Lebensunterhalt, der nicht wirklich in einem guten Licht steht.

Den Lebensunterhalt mit dem Internet zu verdienen hat natürlich auch schöne Seiten, doch heute ging es mir darum, mal die Schattenseiten und Schwierigkeiten aufzuzeigen, mit denen sich ein jeder im Laufe der Zeit mehr oder weniger konfrontiert sieht, wenn er sich entscheidet, seinen Lebensunterhalt mit dem Internet zu verdienen.

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23 Kommentare:
  1. AMUNO schrieb am 22. Juli 2011 um 10:34 Uhr:
    # 1

    Und hier auch nochmal ein guten Morgen :)

    Man beachte die Zeit, 10:35 Uhr, Arbeitsbeginn, da kann ein normaler Arbeitnehmer nicht mithalten ;)

    Du hast recht, man ist zum großen Teil abhängig von Google, gerade in der Startphase. Irgendwann wird aber auch Google zum Teil relativ, was auch ein gewissen internes Interesse birgt. Die Berg- und Talfahrten kennt aber jeder Webi zur Genüge.

    Hatte vor einiger Zeit bei Andreas mal einen ähnlich kritischen Artikel als Gast-Autor geschrieben. Sagen wir mal so, die Leute, die es erreichen sollte, merken es kaum, die schon in der Tretmühle gefangenen Webmaster, sehen aber, dass sie nicht alleine sind.

    Kein Zuckerschlecken, nicht einfach, aber der Kampf im Netz ist einfach spannend und witzig. Wäre nur schön, wenn ab und an auch ein paar Leute einen Artikel schreiben würden, sie hätten es geschafft, ohne gleich den Leuten etwas verticken zu wollen.

    Gruß

    AMUNO

  2. Tanja schrieb am 22. Juli 2011 um 10:54 Uhr:
    # 2

    @Amuno: Meiner Erfahrung nach ist man nicht nur in der Startphase von Google abhängig, sondern eigentlich ständig. Die Stammbesucher und die über andere Quellen, können das bei mir nicht heraus reißen, was Google bringt ;-)
    Und ja, manchmel ist es echt auch ein Kampf, aber der hat durchaus seinen Charm. No risk no fun?

    @Kirsten: Viele Angestellte denken auch, dass wir zeitlich weniger leisten, doch bei den meisten von uns ist das Gegenteil der Fall ;-)

  3. Kirsten Erlenbruch schrieb am 22. Juli 2011 um 10:47 Uhr:
    # 3

    Ja, von außen sieht es glitzernd und mondän aus, das Leben von uns Internet-Marketern und “Digital Natives”. Aber, wie so oft im richtigen Leben, ist auch das nur die Fassade. Und hinter der sitzen wahre Menschen mit richtigen Problemen und schwitzen und ackern, gerade so, wie alle anderen auch.

    Selbständigkeit ist darüber hinaus ohnehin selten ein Honigschlecken. Während Arbeitnehmer abends fröhlich pfeifend nach Hause schlendern und sicher sein können am Monatsende einen festen Betrag auf ihrem Konto vorzufinden – egal, ob es jetzt gerade viel oder wenig zu tun gibt im Job, muss unsereiner immer schon mindestens für den nächsten Monat vorausplanen und nur zu oft immer noch mal auch ungeliebte Aufträge übernehmen.

    Und dennoch: Wir können und dürfen tun, was wir lieben und genießen, dass wir uns unsere Arbeit so einteilen können, wie wir es für richtig halten. Diese Freiheit ist teuer erkauft, aber es lohnt sich.

    Und um Menschen, die einem empfehlen “doch endlich mal was Seriöses zu machen”, sollte man ohnehin ein großen Bogen machen :) )

    Weiterhin viel Erfolg.
    Liebe Grüße
    Kirsten

  4. stef schrieb am 22. Juli 2011 um 12:25 Uhr:
    # 5

    Sehr gut, so sehe ich das auch. Alles hat Vor- und Nachteile. Wobei die Vorteile sicher überwiegen, sonst hält man das auf Dauer nicht durch oder macht sogar, wie du, einen Neuanfang.

    Man sollte diese Dinge berücksichtigen, aber sich als Neuling in der Internet-Business Szene nicht vollends davon abschrecken lassen. Zu reizend ist das ganze als dass es nicht einen Blick wert wäre, oder?!

  5. Nismion schrieb am 22. Juli 2011 um 12:14 Uhr:
    # 6

    Hi :-)
    Es gefällt mir, dass Du gerade die Schwierigkeiten aufgezählt hast. Viel zu oft wird doch rein das Gegenteil nur angepriesen, da man so viel schneller Besucherzahlen hochbekommt.
    Job ist job, nur ist der Mythos schnell reich werden im Internet immer noch so verbreitet. Kriegst ein Like von mir. :-)
    Ich wünsche Dir, dass sich alles mit der Zeit mal vereinfacht. Nach ein paar mehr Jährchen sollte das doch möglich sein?
    Grüße

  6. Andy schrieb am 22. Juli 2011 um 13:17 Uhr:
    # 7

    Mit Google verhält es sich so wie überall. Schnell und erfolgreich, das ist irgendwie ein Widerspruch. So wie viel Rendite bei geringem Risiko, einfach ein Trugschluss!
    Ich habe bereits mit mehreren Projekten und Shops die Erfahrung gemacht, dass sich gescheite und langfristige Rankings einfach nur über längere Zeit, meist 3 – 5 Jahre aufbauen lassen. Wer schnell nach oben will landet im Sandkasten.

    Warum sollte man aber nur auf das Internet bauen? Als Beispiel: Zeitungswerbung bringt für manche Produkte sogar bessere Ergebnisse als Werbung bei Google. Vorausgesetzt man verkauft Produkte über einen Shop, bei Affiliate Werbung wird das natürlich schwierig.

    Gruß, Andy.

  7. Viktor schrieb am 22. Juli 2011 um 16:07 Uhr:
    # 8

    Finde ich klasse, dass du so so einen Einblick in das Leben als Webworkerin gibst. Den letzten Abschnitt kann ich gut nachvollziehen… Wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Projekten auch weiterhin!

  8. Marcus schrieb am 22. Juli 2011 um 17:37 Uhr:
    # 9

    Ich bin zwar nicht selbstständig – eher das absolute Gegenteil – aber ich kann mich da gut reinversetzen.

    Zumal die Medien ja gerne das schöne Bild vom schnell verdienten Geld als I-Net-Dienstleister zeichnen.

    War glaube ich gestern oder vorgestern erst wieder: Mlliardär der mit einem Online-Shop für selbst zusammenstellbare Parfums das große Geld gescheffelt hat / haben soll.

    Das positive – das er heute so ziemlich tun und lassen kann, und seine zukünftige Stunden vor der Hochzeit noch diesen oder jenen teuren Plunder im Netz kauft – macht ja auch was her.

    Wieviele Stunden der gebastelt und geschraubt haben muss, wieviele Rückschläge es da gegeben hat? Shit happens, no Comment about this crap

  9. Palloo schrieb am 22. Juli 2011 um 21:03 Uhr:
    # 10

    Gebe dir da vollkommen recht mit deinem Artikel. Ich kann mich noch erinnern als ich damals ( Muss so in etwa im Jahr 1998 gewesen sein, heute bin ich fast 30 ) beim Ausfüllen eines “Berufswunsch-Formulars” in der Schule folgendes geschrieben hatte: “Irgendwas von zuhause aus über das Internet”. Tags darauf durften meine Eltern zum persönlichen Gespräch bei der Klassenlehrerin antanzen. Ja, und mittlerweile bin ich zwar nicht durch das Internet reich geworden, doch eine zeitlang konnte ich zumindest gut davon leben. Zeiten ändern sich eben!

  10. Max schrieb am 22. Juli 2011 um 21:26 Uhr:
    # 11

    Ein schöner Artikel. Hervorragend für die Motivation. :)
    Kumpel Google ist wahrscheinlich bei allen von uns so launisch wie bei dir. Und mit geschätzten 100% Marktanteil der Suchmaschine sind wir wirklich abhängig davon, denn Zeitungswerbung ist nicht nur bei reinen Affiliateprojekten fast nie passend. Unsere Seiten sind ja eigentlich immer bundesweit und diese Art von Zeitungswerbung kann sich keiner von uns leisten. :)

  11. Peter schrieb am 23. Juli 2011 um 10:31 Uhr:
    # 12

    Gute Zusammenfassung der Vor und Nachteile. Dies gilt beinahe für alle Formen der Selbständigkeit.

    Einzig wirkliche Vorteil der Selbständigkeit heute ist das man eine gewisse Freiheit bei der Gestaltung von seine Arbeitszeit hat. Dies bedeutet aber nicht das man nur zwischen 13 und 16 Uhr arbeiten muss, aber es geht durchaus mal an ein Nachmittag unter der Wochen mal ein paar Stunden des süßen Nichtstuns nach zu gehen.

    Ich persönlich bin oder sollte ich eher sagen war? gut 20 Jahre als Selbständige tätig. Hier habe ich alle Höhen und Tiefen miterlebt.

    Ich hatte durchaus Zeiten wo ich im Monat bis zu eine 5 stellige Summe in Euro verdient habe, aber auch Phasen wo mein Einkommen nicht viel höher war als bei Hartz 4.

    Jetzt mit 47 Jahre schule ich noch einmal total um und widme mich ein anderen Bereich zu bei dem ich zumindest ein größeren Teil von mein Einkommen als Angestellte verdienen kann.

    Die Selbständigkeit werde ich dann nur noch nebenbei machen, was vor allen gut gelingen wird weil in mein künftige Arbeitsfeld die angebotene Stellen meist nur als 75% Stellen mit 30 Wochenstunden angeboten werden.

    Noch ein Tipp für jeden der mit den Gedanken spielt sich selbständig zu machen und vielleicht sein Geld im Internet zu verdienen.

    Es geht sicherlich auch heute noch zu machen, wobei jeder sich die Tatsache bewusst sein sollte das es wohl nur jeden 3 oder 4 Neustarter überhaupt auf Dauer gelingen wird diese Vorhaben auch so durchzuhalten das es zu ein Erfolg wird.

    Auch sollte keiner die falsche Vorstellung nachgehen das es so einfach wäre viel Geld im Internet so nebenbei zu verdienen. Sicherlich es gibt immer wieder Ausnahmen, aber als Anhalte Punkt kann durchaus gesagt werden das im Regelfall eine Alleinselbständige hier auf ein mögliche monatliche Einkommen erreichen kann der sich zwischen 500 und 2500 Euro bewegen wird. Und selbst diese ist nicht auf Dauer sicher.

    Auch sollte keiner die irrige Meinung sein das monatliche Gewinn als Selbständige von vielleicht 3000 Euro vergleichbar wäre als wenn ein Angestellte z,B 3000 Euro Brutto hätte. Dies ist auf keinenfall vergleichbar da ein Selbständige schon ein viel größeren Kostenblock vor sich schiebt. Diese muss bedient werde egal wie hoch oder niedrig die Einnahmen sind.

  12. mac schrieb am 23. Juli 2011 um 11:20 Uhr:
    # 13

    Hallo Tanja, vielen Dank für die ehrlichen Einblicke in das Thema. Ich selbst habe mich mit der Selbstständigkeit im Netz nie wirklich beschäftigt, finde aber die die den Sprung wagen immer sehr euphorisch!

    Und wie so oft es ist nicht alles Gold was glänzt!

    Ein schönes und erholsames Wochenende wünsche ich dir

    Matthias

  13. Tanja schrieb am 23. Juli 2011 um 13:05 Uhr:
    # 14

    @Nismion: Schnell sind bis dato nur die allerwenigsten reich geworden im Netz. Die meisten die einem so was erzählen wollen, schreiben von Märchen *lacht* und wollen damit nur ihre Umsätze kurbeln ;-)
    Ich hoffe zwar, dass es irgendwann einfacher wird, glaube aber nicht wirklich daran.

    @stef: Dass die Vorteile überwiegen würde ich jetzt nicht so einfach sagen. Dennoch gibt es sie, und sie sind schon auch was wirklich schönes.
    Abschrecken… ne, das sollte es nicht. Dennoch sollte man gerade als Neuling drauf achten, dass es kein Zuckerschlecken ist und nicht vollends nur darauf bauen, in ein paar Monaten seinen Lebensunterhalt erreicht zu haben. Das ist in meinen Augen nur sehr schwer bis gar nicht möglich.
    Ich kann jedem nur raten, das Ganze nebenbei aufzuziehen und wenn es fluppt, dann kann man auch auf Vollzeit Selbständigkeit wechseln. Dauert zwar länger, ist aber die sicherste Methode.

    @Andy: Mit neuen Domains landet man mit Sicherheit im Sandkasten oder holt sich eine “zu schnell” Penalty. Ältere Domains, die aktiv waren, sind da etwas einfacher zu handhaben. Trotzdem geht schnell so gut wie nix, außer abrotzen, das geht mit schnell auch relativ zügig ;-)
    Ich persönlich kann mit Zeitungswerbung eher weniger was machen, aber dennoch mag es in manchen Bereichen durchaus eine gute Alternative sein.

    @Viktor: Danke.

    @Marcus: Es gibt sicherlich vereinzelte schöne Erfolgsgeschichten, doch das meiste sind einfach nur Märchen. Ein Nische zu finden und die für sich richtig erfolgreich zu nutzen, das ist etwas, wozu es auch eine ganz dicke Portion Glück braucht ;-)

    @Palloo: Ich wollte mal Zirkus Direktor werden :mrgreen:

    @Max: Da magst Du auch wieder Recht haben (Zeitungswerbung). Ist zwar einerseits eine schöne Alternative, aber die Cost per Customer etc. muss sich ja auch rentieren.

    @Peter: Ich kann Deinen Schritt sehr gut nachvollziehen. Bei mir gibt es auch immer wieder Zeiten, wo ich Denke, so ein Job im Angestelltenverhältnis wäre wesentlich besser als dieses Auf und Ab in der Selbständigkeit. Nebenbei das Ganze aufzuziehen ist auch in meinen Augen eine gute Sache, da vor allem auch der Druck gefällt.
    Und auch beim Kostenblock kann ich Dir einfach nur zustimmen. Selbständigkeit, Umsatz und Gewinn lassen sich so ganz und gar nicht mit Netto- und Brutto Gehältern vergleichen.

    @mac: Ich finde das auch immer ziemlich euphorisch, vor allem wenn ich höre, dass von jetzt auf gleich gestartet wird und die staatliche Unterstützung für ein halbes Jahr zählt, danach muss der Lebensunterhalt gesichert sein. In meinen Augen ist das in der heutigen Zeit fast gar nicht machbar.

  14. Dieter schrieb am 23. Juli 2011 um 14:04 Uhr:
    # 16

    Liebe Tanja,

    den Inhalt dieses Artikels kannte ich zwar schon aufgrund früheren Mailverkehrs miteinander. Gleichwohl habe ich diesen Artikel gelesen und ich finde ihn sehr treffend, auch wenn ich nicht durch eigene Erfahrung mitreden kann.

    Häufig werden nur die positiven Seiten der Selbständigkeit mit Internetaktivitäten dargestellt, aber nicht die von Dir hier beschriebenen negativen Aspekte.

    Besonders kritisch ist die starke Monopolstellung von Google auf dem deutschen Suchmaschinenmarkt. Erst vor kurzem hatte ich im Web gelesen, dass Google inzwischen in Deutschland einen Marktanteil von 94% (!) haben soll. Wahnsinn! Man(n) (Frau auch) begibt sich also bei Besucherabhängigkeit der Erträge im Internet völlig in Google´s Hände. Noch schlimmer: Der Prozess bei Google gemeldet und dann abgestraft zu werden scheint mir nicht transparent zu sein.

    Vor diesem Hintergrund halte ich Selbständigkeit mit Abhängigkeit von Besucherzahlen für Webprojekte für sehr risikoreich. Umso mehr bewundere ich, dass Du es trotzdem wagst.

    In letzter Zeit drehte sich hier in Deinem Blog einiges um das Thema Werbeeinnahmen. Du bist aber auch eine hervorragende Programmiererin und Webdesignerin (sieht man ja auch an Deinen WordPress-Plugins und mit WordPress erstellten Webseiten). So gesehen würde sich m.E. der Versuch anbieten, dieses Standbein auszubauen. Vielleicht magst Du Dich ja dieses Mal beim WordCamp am 24.9.2011 in Köln anmelden. Dann könnten Du vielleicht neue Kontakte knüpfen und wir uns auch mal persönlich kennenlernen.

    Den bildhaften Ausdruck mit “die Hosen runterlassen” finde ich übrigens klasse, obwohl man das auch wörtlich verstehen könnte. ;-)

    Liebe Grüße
    Dieter

  15. Max schrieb am 23. Juli 2011 um 15:03 Uhr:
    # 17

    @Dieter: Meinst du nicht, daß 94% Marktanteil von Google eher untertrieben ist? Ich habe den Eindruck er liegt wirklich ganz nah bei 100%. :)

  16. Dieter schrieb am 23. Juli 2011 um 15:11 Uhr:
    # 18

    @Max
    Hier mal zwei Quellen, die dafür sprechen, dass Google direkt einen Marktanteil in Deutschland bei knapp unter 90% und mit Drittanbietern wie t-online und AOL zwischen 90 bis 95% hat:
    http://www.seo-besser.de/seo-blog/aktuelle-marktanteile-der-suchmaschinen-in-deutschland-mai-2011/

    http://news.worldsites-schweiz.ch/marktanteil-suchmaschinen-in-deutschland-google-bei-93.htm

    In anderen Ländern hat Google teilweise einen deutlich niedrigeren Marktanteil und kann man dann auch eventuell eher mit Besucherströmen durch andere Suchmaschinen hinreichend Werbeeinnahmen generieren.

  17. Max schrieb am 23. Juli 2011 um 15:16 Uhr:
    # 19

    @Dieter: Ich glaube dir ja, es fühlt sich aber nur so an, als wären wirklich alle Besucher nur über Google. :)

  18. Dieter schrieb am 23. Juli 2011 um 15:33 Uhr:
    # 20

    @Max
    Ok, dann lasse ich jetzt auch mal die Hose runter. ;-)

    Habe jetzt mal auf meiner privaten Website in der Statistik nachgesehen. Dort kommen aktuell von den Suchmaschinenbesucher rd. 96% direkt von Google und rd. weitere 2% über Google nutzende Drittanbieter. Die restlichen 2% kommen über Yahoo! Allerdings scheint Bing überhaupt nicht gezählt worden zu sein. Kann an der Statistik-Software liegen.

  19. Max schrieb am 23. Juli 2011 um 15:41 Uhr:
    # 21

    Plötzlich alle nackt hier. :)
    96% kommt aber bei mir auch ganz gut hin. Und Besucher über Bing habe ich vielleicht zweimal die Woche. Da ist Microsoft wohl doch noch nicht so erfolgreich…

  20. Tanja schrieb am 23. Juli 2011 um 18:38 Uhr:
    # 22

    @Dieter: Die Abhängigkeit von Google ist definitiv alles andere als schön. Dennoch “kann man machen nix”, entweder mitspielen oder sich für komplett andere Tätigkeiten entscheiden ;-)
    Programmierung etc. gehören definitiv auch mit zu meinen Tätigkeiten. Es ist von allem ein bunter Mix. Nach Köln würde ich deswegen aber nicht extra fahren, ist mir einen Tick zu weit.
    “Die Hosen runter lassen” *lacht*, ja, deswegen habe ich auch gleich den erstern Satz im Artikel dazu geschrieben :D

    @Max und Dieter: Hab für diesen Blog mal kurz nachgesehen, hier sind es knapp 97% die über Google ausgewiesen werden. Der Rest verteilt sich über search, yahoo, bing, aol und ask.
    Im letzten Monat hatte ich hier nur knapp 76% aller meiner Besucher über SuMas (lag wohl auch an der Blog WM). Normalerweise liegt dieser Wert bei um 85% für diesen Blog.

  21. Enrico schrieb am 24. Juli 2011 um 20:44 Uhr:
    # 23

    Sehr interessanter Beitrag … auch wenn ich meinen Lebensunterhalt als ganz normaler E-techniker verdiene und jeden Morgen um Uhr aufstehe, bin ich nicht neidisch auf dein Tun.

    Denn die Berg und Tal-Fahrten die man durch Google hinnehmen muss merke ich auch in meinem Blog nur zu gut.

    Aber ich finde es gut das es solche Menschen wie die gibt und das würde ich an deiner Stelle auch allen Kritikern auf den Weg geben:

    “wenn es keine Menschen wie dich gäbe wäre auch das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bei Onlinegeschäfte ein anderes, sprich der doch manchmal erhebliche Preisunterschied zum Laden um die Ecke nicht so)

  22. Thomas schrieb am 25. Juli 2011 um 14:36 Uhr:
    # 24

    Schön, dass du hier auch mal ein wenig über die Seiten erzählst, die ja doch nur selten angesprochen werden. Klar, Google ist immer in aller Munde, aber nicht jeder versteht, wie abhängig man tatsächlich von dieser einen Firma sein kann. Wenn es einen dann doch mal erwischt, aus welchen Gründen auch immer, dann steht man da, und was dann?
    Unsicherheit bzw. Unberechenbarkeit ist immer ein großer Faktor, wenn man selbstständig im Internet seinen Lebensunterhalt verdienen will.

  23. Tanja schrieb am 27. Juli 2011 um 07:04 Uhr:
    # 25

    @Enrico: Danke. Das lässt sich nicht nur auf die Online Shops münzen, sondern auch auf die vielen Inhalte, die sonst noch so von “Leuten wie mir” produziert werden ;-)

    @Thomas: So lange es läuft, machen sich nur wenigen Gedanken drum, wenn es dann aber mal nicht mehr läuft, der Fall ist oft tief.

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