Magere Ernte an meinen Tomatenpflanzen

Dass der Sommer dieses Jahr nix war, lässt sich am besten an unseren beiden Tomatenpflanzen erkennen. Die Ernte wird dieses Jahr mehr als dürftig ausfallen. Beziehungsweise bis dato gab es noch gar keine Ernte. Anfang Mitte Mai, durften meine Paprika- und Tomatenpflanzen, die ich dieses Jahr für meinen Balkon ausgesät habe, nach draußen umziehen. Eine Zeit lang gefiel es Ihnen dort auch recht gut, sie wuchsen und blühten, doch dann machte uns das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

Dass es jeden Tag regnet gefällt solch südlichen Pflänzchen wie den Tomaten natürlich gar nicht so gut. Auf meinem Balkon sind sie zwar noch relativ geschützt, doch wurde es im Juni Nachts wohl teilweise so kalt, dass ein Teil der Blühten regelrecht erfroren ist. Anders als mit „Erfrierung“ kann ich es mir auch nicht erklären, dass seitdem jegliches neue Wachstum Fehlanzeige ist. Es gibt keine neuen Blätter, keine neuen Triebe, keine neuen Blühten.

Einen Großteil der alten Blätter musste ich auch wegschneiden, sie hingen jämmerlich erfroren welk von den Stängeln herunter.

Die wenigen Tomaten die bis dato an meinen Tomatenpflanzen hingen, wachsen nun aber langsam etwas weiter und in der letzten Woche ist jetzt an dem ein oder anderen Tomätchen sogar eine rote Farbe zu erkennen.

Die ersten zwei roten Tomaten

Ob und wie die Tomaten schmecken, kann ich noch nicht sagen, ich werde sie noch den ein oder anderen Tag reifen lassen und mich dann über meine magere Ernte hermachen. Andererseits bin ich froh, dass ich überhaupt eine Ernte an meinen Tomatenpflanzen habe. Unseren Nachbarn geht es diesbezüglich gar nicht so gut. Die einen Tomaten hat es total zerregnet und die anderen im Gewächshaus sind von unten herauf verfault.

Bayerische Tomaten, in diesem Jahr wohl eine Rarität…

Tomatenpflanze
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19 Kommentare:
  1. hombertho schrieb am 13. August 2009 um 12:04 Uhr:
    # 1

    Hi Tanja,
    dass ist blöd gelaufen, aber das bayrische Tomaten dieses Jahr kein hit sind ist ein Gerücht. Ausser du zählst Franken nicht zu Bayern :-D Also die Großeltern haben eine fantastische Tomatenernte hingelegt und die liegen auch gerade vor mir und schmecken lecker :-)
    BTW: Mir ist gerade aufgefallen, dass du noch ein (c) 2008 hast. Ist das Absicht? Da müsste doch zumindest ein 2008-2009 rein ;-)
    Viele Grüße
    Thomas

  2. Gerry schrieb am 13. August 2009 um 14:18 Uhr:
    # 2

    Ojegerl…anscheinend ist es in Bayern doch wesentlich kühler als in Salzburg. Bei uns sind die Tomaten dieses Jahr ganz OK – sowohl die “normalen” als auch die kleinen Cocktail-Tomaten.

    Liebe Grüße
    Gerry
    Der Andersreisende, aber als Gärtner “verkleidet” ;-)

  3. sascha schrieb am 13. August 2009 um 15:00 Uhr:
    # 3

    Ist schon schade um die Arbeit. Aber wenigstens leben Deine Pflanzen. Meine gehen regelmässig ein. Liegt wahrscheinlich aber an der mangelnden Pflege mit viel Liebe. :-)

  4. Tanja schrieb am 13. August 2009 um 16:37 Uhr:
    # 4

    @Thomas: Da habt Ihr wohl Glück gehabt ;-) Meine sind zwar von Hausaus etwas später dran, weil ich schon spät dran war bei aussäen, aber das was dran hängt ist ja mehr als mickrig und spärlich :-(

    @Gerry: Ich hätte es jetzt auch nicht gedacht, dass es zu kalt war. Aber wie erklärt man es sich sonst, dass auf einmal von einem Tag auf den anderen alle Blüten absterben und zukünftiges Wachstum Fehlanzeige ist? Kann doch eigentlich nur mal zu kalt gewesen sein, oder?
    Sonst denke ich, dass wir vom Klima ähnlich sind, Ihr müsstet doch auch schon fast “abgesoffen” sein, mit dem vielen Regen, oder?

    @Sascha: Ja, Pflanzen brauchen viel Pflege und auch viel Liebe :-)

  5. Tanja schrieb am 13. August 2009 um 16:38 Uhr:
    # 5

    @Thomas: Nachtrag, Sorry, vergessen… Danke für den Copyright Hinweis, ist schon geändert :-)

  6. Gerry schrieb am 13. August 2009 um 21:05 Uhr:
    # 6

    Hmm…vielleicht zu wenig Dünger? Also ich bin da jetzt nicht so der extreme Experte, bin aber schon dahinter gekommen, dass die Pflanzen oft in den kleinen Töpfen zu wenig Nährstoffe haben. Außerdem hatte ich auch schon mal ein ähnliches Problem wie Du. Die Pflanze hat grade mal drei Tomaten getragen, die wurden dann an einer Seite schwarz, bevor sie überhaupt rot wurden. Total schade. Da kann man sich dann noch so bemühen… Von welcher Himmelsrichtung bekommen sie Sonne? Also eher Morgen- oder Abendsonne? Ich habe festgestellt, dass auf meiner ehemaligen Ost-Balkon alles viel besser wuchs als auf meinem jetzigen West-Balkon mit kräftiger Nachmittags- und Abendsonne.

  7. anne schrieb am 14. August 2009 um 00:21 Uhr:
    # 7

    Hey Tanja, na wenigstens gibt es ein paar Tomaten. Da war doch die Arbeit nicht gänzlich umsonst. ;-) Ich weiß kein Trost. Wenn man soviel Liebe und Arbeit reingesteckt hat. Nährstoffe ist kein schlechtes Stichwort von Gerry. Ich bin zwar keine Garten-Expertin, weiß aber auch, wie meine Mutti immer mit den Tomaten gestruggelt hat. Ein Jahr hat sie sogar komplett die Erde auf ihrem Beet austauschen müssen.

    Liebe Grüße
    Anne

  8. Tanja schrieb am 14. August 2009 um 07:48 Uhr:
    # 8

    @Gerry: Ich kann ja nochmal Tomatendünger drauf werfen, der steht hier eh irgendwo rum. Im Normalfall brauchten meine letztjährigen Tomaten alle eine solche zusätzliche Gabe nicht, wenn man ordentliche Erde am Anfang verwendet, die ja meistens auch schon mit gut Dünger versetzt ist. Die Paprikas tragen ja auch alle nicht schlecht (bis auf ein paar wenige Ausnahmen).
    Übrigens hängen (in Körbchen) die hier draußen alle auf dem Südbalkon, haben also ganztags Sonne. Tomaten und Paprikas können das eigentlich sehr gut ab, bzw. Paprikas funktionieren Ost, Nord und West ja gar nicht, die sind ja extrem sonnenhungrig.
    Vielleicht liegt es ja auch an der Saat, die vielleicht nicht mehr ganz so astrein war…

    @anne: Tomaten sind schon ziemlich empfindlich, vor allem auch was Regen betrifft. Den mögen die von oben überhaupt nicht und meist platzen die Früchte auf, wenn es sie richtig an”schifft”… Ins Beet unten pflanze ich die deswegen schon länger nicht mehr, das ging meistens schief und ich hatte am Ende nur für die Biotonne gezüchtet *schnief*.
    Die besten Erfahrungen habe ich auf meinem Balkon bis dato immer mit Paprikas gemacht, die werden aber auch nur richtig gut, wenn der Sommer entsprechend gut ist, sind extrem sonnen- und hitzehungrig. Alles andere hier oben landete über kurz oder lang in der Biotonne. Meist gab es nach einer Regenphase Millionen von Blattläusen, zu denen sich dann nach ein paar Tagen Trockenheit noch Spinnmilben gesellten. Südbalkon sag ich nur ;-)

  9. anne schrieb am 14. August 2009 um 08:43 Uhr:
    # 9

    Also ist Tomatenanbau fast ein wahres Glücksspiel. Immer hoffen, dass das richtige Wetter kommt. Jetzt verstehe ich aber auch, warum bei uns oben die Tomaten oft auch unter Folie angebaut wurden. Ich dachte immer, es wäre wegen dem Schutz vor Temperaturstürzen. Aber dann war es vermutlich das grässliche norddt. Regenwetter, vor dem man sie schützen wollte?!

  10. Tanja schrieb am 14. August 2009 um 09:38 Uhr:
    # 10

    Ja Anne, das war eher der Regen, gegen den die Tomaten geschützt werden sollten. Ich habe mir sagen lassen, dass Tomaten von unten Wasser mögen, aber nicht von oben ;-)

  11. Gerry schrieb am 14. August 2009 um 11:56 Uhr:
    # 11

    Ja, das mit dem gießen von unten ist auf jeden Fall wichtig. Eine Bekannte hat mir mal gesagt “Tomaten mögen einen feuchten Fuß und ein trockenes Dach” Hat es vielleicht daran gelegen? Sonst bin ich da jetzt auch leider ned so der extreme Experte. Spreche da nur mal so aus eigenen Erfahrungen….

  12. Peter schrieb am 14. August 2009 um 12:37 Uhr:
    # 12

    Mir ging es mit den Tomaten genauso, obwohl kurzfristig hatte ich ganz schön viele Tomaten.

    Mittlerweile habe ich max. 2 – 3 Tomaten und die Stauden verfallen auch schon.

  13. Tanja schrieb am 14. August 2009 um 17:52 Uhr:
    # 13

    @Gerry: Nö, daran hat es nicht gelegen, denn meine Tomaten haben ein relativ trockenes Dach hier auf meinem überdachten Balkon (Loggia). Wenn es stärker regnet trage ich sie sogar meistens nach drinnen in den Hausgang und hänge sie um (nach innen), so dass die Wahrscheinlichkeit angeregnet zu werden minimalst ist.

    @Peter: Lustig, bei mir fängt die Ernte gerade erst an ;-)

  14. Gerry schrieb am 14. August 2009 um 18:02 Uhr:
    # 14

    Bei so einer liebevollen Behandlung müssten die Stauden vor lauter Tomaten umknicken…

  15. Tanja schrieb am 14. August 2009 um 18:17 Uhr:
    # 15

    …müssten… tun sie aber leider nicht :-(

  16. Pika schrieb am 18. August 2009 um 21:28 Uhr:
    # 16

    Potsdamer Tomaten sind dieses Jahr super geworden und auch erst Ende Mai nach draussen gezogen worden (ich warte immer bis ich 20 cm Planzenhöhe habe) und meine Paprikas sehen zumindestens vielversprechend aus, hier sind meine letzten Photos:
    (http://pika.splash.de/2009/08/11/tomatenernte-2009/)
    Allerdings war bei mir Mehltau- und Transportschadenbedingt ein schlechtes Gurkenjahr. Basilikum, Melisse, Thymian und Petersilie wachsen auch wie verrückt, während mein Dill und der Rosmarin vor sich hin dümpeln.

  17. Tanja schrieb am 19. August 2009 um 08:22 Uhr:
    # 17

    @Pika: Wir hatten ab Ende Mai extrem viel Regen in Bayern, monatelang bzw. seitdem fast pausenlos täglich spätestens alle 2 bis 3 Tage würde ich schon fast sagen :-( Das halten natürlich auch die hartgesottensten Pflanzen draußen nicht aus, so dass meine Ernte außerhalb des Balkons, bis auf die Weintrauben, extrem mager aussieht. Alle 2- 3 Wochen gibt es 1 Zucchini, die Heidelbeeren und Kirschen hat es mir total weggeregnet.
    Meine Paprikas auf dem Balkon sehen auch sehr vielversprechend aus, doch sie brauchen auch wie bei Dir noch ein paar Wochen. Sobald sie halbwegs so weit sind, werde ich auch noch darüber berichten.

  18. Manu schrieb am 5. Juli 2010 um 08:28 Uhr:
    # 18

    Nee, nee, also wenn ich das mit deinen Tomaten & Kiwis so lese, dann denke ich mir, dass es nicht nur alleine der Regen sein kann.

    Kiwis sind normalerweise ausgesprochen robust. Sogar so sehr,dass frau oder mann sie nicht so ohne weiteres ausgraben kann nach einigen Jahren. Solltest du eine verletzte Wurzel im Erdreich lassen, schlägt die Pflanze immer wieder aus.

    Bei uns war es so schlimm, dass wir einen Teil der Terassenpflasterung hochnehmen mussten, um an die letzten Reste des Wurzelwerkes zu kommen.

    Und die Kiwi steht bei dir nicht im Freiland sondern relativ geschützt an einer Hauswand.

    Was die Tomaten betrifft, kann ich dir empfehlen, dir die Staude im nächsten Jahr aus dem Biomarkt zu holen. Die kultiviern normalerweise alte, resistentere Sorten. Wir wissen nicht wohin mit den Trieben unserer Strauchtomate. Sie ist so groß geworden, dass wir sie normalerweis ebenfalls mit einem Spalier stabilisieren müssten.

    Als Tipp: keinen Dünger für Tomaten. Hole dir eine Schüssel von Brennesseln. Die weichst du einfach 14 Tage in Wasser ein. Damit düngst du deine Tomaten. Das ist ein alter Tipp, der schon lange existiert und prima funktioniert. Wenn es geht, stelle den Brennesselansatz irgendwohin, wo es nicht so extrem warm ist, weil es sonst schonmal vorkommen kann, dass ein paar Fliegen drin wohnen. Wenn das der Fall ist, macht es aber für die Tomate nicht das geringste.

  19. Tanja schrieb am 5. Juli 2010 um 19:58 Uhr:
    # 19

    @Manu: Ich habe Ende letzten Jahres erfahren, dass ich Tomaten nicht vertrage. Seitdem wundert es mich auch nicht, dass ich Tomaten noch nie wirklich mochte und mich im Sommer immer durch das selbst ziehen und die Ernte gezwungen habe auch mal ein paar gesunde Früchte zu essen. Nun ist das aber flach gefallen, ich fröne meiner “ich mag und vertrag keine Tomaten” Weise und habe deswegen auch keine Tomatenpflanzen mehr.

    Brennesselsud ist doch ein altbewährtes Gieß und Spritzmittel gegen Läuse wenn ich mich richtig entsinne. Alternativ noch Zigarettenjauche. Nun gut… als Dünger kann man es sicher auch verwenden, ich bevorzuge aber weniger stinkendes Zeug *lacht*.

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