Olivenöl – der Klassiker mit besonderen Qualitäten

Das Olivenöl, seinem Namen gerecht werdend gepresst aus der Olive, ist nicht erst seit der Erfindung des Herds eine sehr beliebte und geschätzte Flüssigkeit. Seine gesundheitlichen Qualitäten wurden bereits im alten Griechenland geschätzt, als man sich mit ihm die Haut einrieb und so vor Austrocknung schützte. Schon bald wurde neben dieser Art der Verwendung auch die Möglichkeit entdeckt, Öl zum Befüllen von Lampen einzusetzen, um eine dauerhafte Lichtquelle zu erhalten. Aber das sind noch lange nicht alle Wege des Olivenöls!

Ernährungsforscher stellten sich oft die Frage, warum Menschen, die im Mittelmeerraum leben, relativ selten einen Herzinfarkt erleiden und fanden heraus, dass Olivenöl einen wesentlichen Beitrag dazu leisten kann, da es über einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren verfügt – etwa 55% – 85% – was Herz-Kreislauf-erkrankungen vorbeugen kann und sich auf den Cholesterin-spiegel neutral bis senkend auswirken kann.

Ein ebenfalls sehr interessantes Forschungsergebnis besagt, dass kalt gepresstes Olivenöl eine leicht entzündungshemmende Wirkung haben soll, wofür der Stoff Oleocanthal verantwortlich sei. Die Produktion von Schmerz-Botenstoffen kann durch ihn gehemmt werden. Allerdings wird Olivenöl nicht als alleiniges Mittel zum Beispiel gegen Kopfschmerzen empfohlen, da die enthaltene Menge an Oloecanthal eher gering ist.

Zur Herstellung von Olivenöl wird entweder das traditionelle oder kontinuierliche Verfahren angewendet. Bei ersterem werden Oliven von einer Ölmühle zermahlen, bis sich eine breiige Masse gebildet hat. Diese wiederum wird in Körben geschichtet und dann gepresst, woraus eine Flüssigkeit entsteht, welche sich aus Wasser und Öl zusammensetzt. Diese soll danach so lange ruhen, bis sich beide Inhaltsstoffe voneinander getrennt haben, denn dann kann das Öl abgeschöpft werden.

Beim kontinuierlichen Verfahren wird die Olive durch vier Bearbeitungsstadien (Reinigung, Abwiegen, Mahlen und Zerschlagen) geführt, an deren Ende, wie beim traditionellen Verfahren, das wertvolle Olivenöl gewonnen wird.

In der Küche zählt das Naturprodukt zu den absoluten Klassikern unter den Ölen und ist vielfältig verwendbar: durch seine Hitzeresistenz kann Olivenöl beispielsweise zum Braten oder Frittieren eingesetzt werden, ohne zu verkochen. Doch sollte dabei bedacht werden, dass die Hitze das Olivenöl meist etwas bitterer werden lässt und sich dieser Geschmack auf die darin gekochten Lebensmittel überträgt.

Im Mittelmeerraum wird es häufig mit Knoblauch zu einer leckeren Nudelsauce namens “Aglio e Olio” vermengt, aber auch Salaten kann das Olivenöl einen herrlichen originalen Geschmack geben. Versuchen Sie zum Beispiel einen griechischen Salat einmal nur mit diesem Öl zu verfeinern.

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6 Kommentare:
  1. Ricarda schrieb am 21. März 2009 um 20:48 Uhr:
    # 1

    Ohne Olivenöl könnte ich auch nicht leben. Ich liebe einfach den Geschmack bei einem frischen Salat oder am Hühnchen usw.

  2. Tanja schrieb am 22. März 2009 um 07:02 Uhr:
    # 2

    Olivenöl ist definitiv was feines. Wobei ich es zum Kochen/Braten nicht mag. Da nehme ich Butterschmalz.

  3. Ricarda schrieb am 22. März 2009 um 12:59 Uhr:
    # 3

    Zum Braten habe ich vor kurzem Kokosfett benutzt und das finde ich zum Braten am Besten weil es kaum spritzt und Geschmacksneutral ist.

    Aber ich brate mein essen auch gern im Olivenöl. Ist aber Geschmackssache.

  4. Tanja schrieb am 22. März 2009 um 17:47 Uhr:
    # 4

    Das Spritzen beim Braten stört mich beim Butterschmalz schon etwas. Aber mein Männe liebt Butterschmalz Geschmack am Fleisch. Nun ja, dann muss ich da halt durch ;-)

  5. Ricarda schrieb am 22. März 2009 um 18:45 Uhr:
    # 5

    Ja geschmacklich kommt man an Schmalz sowieso nicht ran.
    Ich habe für die Pfanne nen Spritzschutz. Also so nen Abdecker. Dann geht das.

  6. Tanja schrieb am 22. März 2009 um 20:49 Uhr:
    # 6

    So einen Spritzschutz muss ich mir wohl auch mal besorgen … oder danach den Putzlappen heftig schwingen ;-)

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