PayPal wird im Shopping Bereich immer beliebter

Ich betreibe seit einigen Jahren einen Online Shop und habe natürlich auch von Anfang an auch PayPal als Zahlungsmethode implementiert. Während im Jahr 2006 die durchschnittlichen PayPal Bezahlungen bei mir noch mit knapp 19% aller Bestellungen zu Buche schlagen, waren es 2009 bereits 24% aller Bezahlungen, die mit PayPal durchgeführt wurden. Diese Zahlen alleine lassen schon die Annahme zu, dass die Bezahlungsmethode PayPal sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Im Juni dieses Jahres haben die PayPal Bezahlungen in meinem Shop aber extrem stark zugenommen. So haben im Juni doch tatsächlich über 65% meiner Bestellungen Paypal als Zahlungsmethode gewählt.

Es gab in diesem Jahr auch nur einen Monat, wo dieser Prozentsatz nur knapp unter 30% lag, also wiederum ein deutlicher Anstieg der PayPal Bezahlungen im laufenden Jahr.

So ganz erfreut sind wir Shopbetreiber über die Zahlungsmethode PayPal aber nicht, da uns für den Empfang des Geldes ja auch Gebühren abgenommen werden, die zu den Anfangszeiten von PayPal auf dem deutschen Markt noch nicht anfielen. Im Gegensatz aber zur Implementierung einer Kreditkartenzahlungslösung oder der Möglichkeit der Abbuchung im Online Shop, ist PayPal als Zahlungsmethode für uns Shop Betreiber immer noch günstig.

Neben PayPal habe ich noch die beiden Zahlungsmethoden Vorauskasse per Überweisung und Nachnahme in meinem Shop integriert. Bei der Vorauskasse gewähre ich 2% Nachlass auf den Einkaufsbetrag, um diese Zahlungsmethode für meine Kunden interessanter zu machen. Nachnahme ist schlicht und ergreifend total doof aus unserer Anbietersicht. Per Nachnahme kann nur ein Paket versendet werden, was bei DHL gleich den stolzen Preis von 10,90 Euro kostet.

Das alleine wäre ja nicht gar so schlimm, man kann diese hohen Versandkosten ja auf den Käufer umlegen, wenn er schon unbedingt per Nachnahme bestellen will. Es kommt aber noch erschwerend hinzu, dass ein hoher Prozentsatz aller Nachnahmebestellungen entweder mit dem Vermerk “Annahme verweigert” oder mit “Lagerfrist abgelaufen” wieder zum Absender zurück kommt. Die Leute bestellen erst und überlegen es sich dann einfach doch anders und lassen das Paket zurückgehen. Hervorragend, 10,90 Euro für nix und wieder nix ausgegeben, einfach nur aus Lust und Laune ein paar Produkte durch die Weltgeschichte geschickt :-(

Theoretisch würde ich die Möglichkeit per Nachnahme zu bestellen sofort in meinem Shop eliminieren, das ist aber aus Gründen der Seriosität nicht möglich. Wir Shopbetreiber werden ja immer wieder in den Medien als die Betrüger im Internet schlechthin hingestellt und es wird vor uns gewarnt, als ob es nichts unvernünftigeres gäbe auf der Welt, als in einem Online Shop einzukaufen und nicht erst im Nachhinein zu bezahlen. Danke für diese Versuche, uns alle zu Arbeitslosengeldempfängern zu machen, an dieser Stelle!

Wenn überhaupt, dann solle doch per Nachnahme oder notgedrungen per PayPal bezahlt werden. Um uns Shopbetreibern endgültig den Verdienst-Hahn abzudrehen, wird sogar empfohlen, am besten gegen Rechnung einzukaufen. Wo kommen wir denn da hin? Schon mal was von den vielen fruchtlosen Mahnungen, Mahnbescheiden und Vollstreckungsbescheiden gehört, die in solchen Fällen dem Shopbetreiber ins Haus stehen und ihm schlicht und ergreifend ein Überleben in der Selbstständigkeit unmöglich machen?

Bevor ich mich hier aber in Rage schreibe, komme ich lieber wieder zurück zum PayPal Thema, denn auch PayPal stellt durch seinen Käufer- und auch Verkäuferschutz eine äußerst interessante Möglichkeit zum sicheren Bezahlen und dann auch Ware erhalten im Netz dar. Sobald der Name PayPal verwendet wird, fällt unweigerlich daraufhin auch Moneybookers. Dieser Service ist aber in meinen Augen so gar keine Alternative zu PayPal, denn selbst wenn ein Anbieter gewillt ist, Moneybookers als Zahlungsmethode zu integrieren, sind die Gebühren dort wesentlich höher als bei PayPal. Abgesehen davon ist die Verbreitung von Moneybookers äußerst dürftig.

Wenn ich persönlich einkaufe, dann nutze ich mit Vorliebe PayPal als Zahlungsmethode. Wie sieht es diesbezüglich bei Euren Shopping-Touren im Netz aus? Welche Zahlungsmethoden sind Euch die liebsten?

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 Autor: Crazy Girl |
 Themenbereich: Selbstständigkeit
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25 Kommentare:
  1. Bonny schrieb am 14. Juli 2009 um 16:01 Uhr:
    # 1

    Das manche Kunden ihre “Nachnahme-Bestellungen” einfach nicht annehmen, finde ich jetzt wirklich krass… dazu fällt mir nix ein, außer *kopfschütteln*

    Eigentlich ziehe ich in der Regel den Kauf auf Rechnung vor – das ist mir gerade bei Shops die ich noch nicht kenne am liebsten. Vorkasse werde ich demnächst wohl nicht mehr machen (den Blogartikel zu der Einzelfall-Problematik kennst du ja :-) So einen nervenaufreibenden Akt brauch ich nicht noch mal)

    Paypal – immer wieder gehört, aber noch nie genutzt… müsste mal schauen, vielleicht wäre das ja auch mal eine Alternative.

  2. Crazy Girl antwortete am 14. Juli 2009 um 16:19 Uhr:
    # 2

    @Bonny: Rechnung kann man sich nicht leisten anzubieten als kleinerer Anbieter, weil die im Leben nicht bezahlt werden und man dann hunderte von Euros für den Anwalt und den Gerichtsvollzieher hinlegt um an Ende zu hören “hat die Eidesstattliche Versicherung abgelegt”. Damit kannste alles als “nix zu holen” abschreiben und hat somit nicht nur die Ware verschenkt, sondern auch das ganze Geld für die Geldeintreibung “ins Klo geworfen” :-(
    Übrigens… bei mir ist mal eine zum Termin zur Abgabe der Eidesstattlichen nicht erschienen und dann musste ich noch zusätzlich über 100 Euros für ihren Haftbefehlt hinlegen und dann… alles umsonst, keinen Cent habe ich gesehen…

    Die Zahlungsmoral ist so was von besch… bei uns in Deutschland und abgesehen davon, in welchem Supermarkt, Ladenlokal etc. kann man schon per Rechnung einkaufen.
    Diese Zahlungsmöglichkeit schafft nichts anderes, als viele Firmenpleiten. Sie sollte aus den Köpfen aller Menschen ganz schnell als Option verschwinden.

  3. Bonny schrieb am 14. Juli 2009 um 16:26 Uhr:
    # 3

    Ups, hast du eine Allergie auf das Wort “Rechnung” ? ;-)

    Kann deine Reaktion aber durchaus nachvollziehen. Umsonst arbeiten bzw. bei der eigenen Shoparbeit noch draufzahlen will verständlicher Weise ja niemand.
    Was ich nicht verstehen kann, sind Leute die ihre Rechnungen einfach nicht bezahlen. Es muss doch unendlich peinlich sein, wenn der Briefkasten vor Mahnungen überquillt und ab und an mal der Gerichtsvollzieher vorbei kommt???

  4. Peter schrieb am 14. Juli 2009 um 17:09 Uhr:
    # 4

    Es gibt durchaus Möglichkeiten sich im Vorfeld abzusichern das ein Kauf auf Rechnung auch zu rund 99% bezahlt wird. Viele Shops nutzen eine Bonitätsprüfung und erlauben zwar erstmals den kauf auf Rechnung. Sollte bei diese Prüfung sicher heraus stellen das der Kunden eine Schei.. Bonität hat, dann bekommt der noch eine zusätzliche Email wo er darauf verwiesen wird das sein kauf nur gegen Vorkasse möglich ist.

    Die Kosten für solche Service betragen mit rund 2 bis 4 Euro pro Fall nicht viel.

    Sicherlich wird hier auch mal bei eine positive Bonität auch mal nicht zu holen sein, nur schafft man hier eine große Sicherheit.

    Nähere Infos zu solchen Dienst bekommst du mit eine einfach Google Suche oder du kannst mir eine Email senden. Wäre zumindest eine Lösung :)

  5. Thorsten schrieb am 14. Juli 2009 um 19:18 Uhr:
    # 5

    Hallo Tanja,

    als Kunde bevorzuge ich natürlich auch Kauf auf Rechnung. Ansonsten natürlich PayPal, da auch dann die Sendung sofort rausgeht. Wer möchte schon warten…

    Als Shop-Betreiber ist mir klar, dass Kauf auf Rechnung nicht ohne eine Bonitätsprüfung gehen kann. Diese ist allerdings deutlich günstiger als die oben genannten 2 bis 4 Euro zu haben. Auch die Kosten für Rechtsanwälte sind meiner Meinung nach mit dem passenden Inkasso-Partner in den Griff zu bekommen, da normalerweise ein für Dich kostenloses Inkasso angeboten wird, bei dem sich der Inkasso-Partner bei Deinen nicht zahlenden Kunden über saftige Gebühren bedient.

    Ob sich die Sache dann lohnt, hängt von folgenden Faktoren ab:

    Durchschnittlicher Warenwert einer Bestellung:
    Die Kosten der Bonitätsprüfung fallen immer an. Je höher der durchschnittliche Einkauf, umso leichter sind diese zu verschmerzen.

    Zahlungsmoral:
    Obwohl immer auf die Zahlungsmoral der Kunden geschimpft wird, ist diese von Shop zu Shop extrem unterschiedlich. Allerdings fürchte ich, dass Deine Klientel nicht günstig sein wird, denn der hohe Anteil an Rückläufern bei Nachnahme spricht schon Bände. Meine Vermutung ist, dass eine eher jüngere Käuferschicht mit Kauf auf Rechnung schwieriger zu bedienen ist, da hier einerseits das Geld noch knapper ist und man andererseits in jungen Jahren stärker zu den halblegalen Verhaltensweisen neigt als später.

    Anstieg des Bestellvolumens durch Kauf auf Rechnung:
    Der Umsatz wird steigen, das ist praktisch sicher.

    Es gibt übrigens auch die Möglichkeit, die Risiken des Kaufs auf Rechnung gegen eine Umsatzbeteiligung auszulagern. Bei dieser Variante kannst Du zumindest vorher ausrechnen, was Dich ein Versuch kosten würde.

    Tschüs
    Thorsten

  6. Crazy Girl antwortete am 14. Juli 2009 um 21:03 Uhr:
    # 6

    @Bonny: Ja, ich bin äußerst allergisch darauf ;-)

    @Peter: 2-4 Euro pro Fall eine Ausgabe, die mir kein Kunde der Welt bezahlen würde, zumal damit der Gesamtbestellwert, den ich durchschnittlich habe, gleich um 10% steigen würde.

    @Thorsten: Wie schon erwähnt, ich habe einen durchschnittlichen Bestellwert von 20-25 Euro, das lohnt nicht wirklich. Die für mich entstehenden Kosten müsste ich komplett auf die Kunden umlegen, egal ob es um Integration oder auch Wartezeit bis das Geld letztendlich bei mir eintrifft geht. Zeit ist bekanntlich auch Geld. Das würde den Gesamtbetrag derart in die Höhe schnellen, dass kaum ein Kunde diese Zahlungsweise mehr wählen würde.
    Ein Bekannter von mir hat es mit einem XT Modul integriert (Inkassofirma oder so was ähnliches, die komplett alles übernimmt bei Rechnungszahlung). Er wartet im Schnitt 2 Monate auf seine Kohle. Das kann ich mir wiederum aus Liquiditätsgründen nicht leisten. Ich brauche schließlich das Geld, um mein Lager wieder aufzufüllen und kann das nicht erst nach 2 Monaten tun, sondern sofort. Bei ihm ist zwar das Volumen angestiegen, dafür aber auch die Rücksende- und Stornoquote. Unterm Strich bringt es also nicht wirklich viel, außer Kosten und langes Warten auf Geld.

    Für mich ist Kauf auf Rechnung ein definitives “No Go”. Abgesehen davon, ist es auch in keinem stationären Handel möglich, seine benötigte Waren per Rechnung einzukaufen, warum sollte es dann im Netz notwendig sein. Ich persönlich bin ein klarer Gegner davon! :-)

  7. MTBTier schrieb am 14. Juli 2009 um 22:37 Uhr:
    # 7

    Da ich primär als Käufer im Web unterwegs bin, empfinde ich PayPal als wirklich angenehme Zahlungsmethode – zumal man ein geringeres Risiko bei Vorauskasse eingeht. Bis jetzt musste ich den PayPal-Käuferschutz aber noch nicht in Anspruch nehmen. Soviel also zum Thema “unseriöse Online-Händler”. ;-) Mittlerweile nehme ich von einem Kauf in einem bekannten Online-Auktionshaus schon Abstand, wenn der Verkäufer PayPal-Zahlung nicht anbietet.

    Die Gebühren als Verkäufer (bin ich manchmal auch) sind für meinen Geschmack ganz schön happig. Aber natürlich steht hinter so einer Treuhänderidee (ich nenne es jetzt mal so) primär ein ökonomischer und kein sozialer Gedanke.

    Mit Nachnahmeversand als Verkäufer habe ich vor Jahren mal eine Erfahrung gemacht, die mich davon vollkomnen abgebracht hat. Der Käufer des Artikels bestätige 2 Tage nach Versand den Wareneingang, aber erst 5 Wochen nach Versand erhielt ich von der Deutchen Post AG das mir zustehende Geld. Unverschämtheit!

  8. Crazy Girl antwortete am 15. Juli 2009 um 08:19 Uhr:
    # 8

    @Thorsten: Ich habe das versuchsweise dieses Jahr mal 2 Monate gehabt (niedrigere Porto Frei Grenze), aber das hat den Gesamtbestand des Warenkorbs nicht geändert oder mir mehr Bestellungen gebracht. So habe ich mich wieder an den allgemeinen Gepflogenheiten meiner Konkurrenz angepasst und die Grenze wieder angehoben. Problematisch ist bei uns auch, dass die Margen bei den Produkten wie Versandkosten extrem niedrig sind.
    Am besten fahre ich immer noch über den Artikelpreis für den uns natürlich vorgegebene Untergrenzen binden. Wenn ich aber z.B. ein paar Tage im Monat 5% auf alles gebe, dann geht das auch und bringt mir unterm Strich am meisten ;-)

    @MTBTier: Ich musste in meiner gesamten Laufbahn erst ein einziges Mal den PayPal Käuferschutz in Anspruch nehmen. Der entsprechende Shop hatte 3 Wochen nach Bestellung und gleichzeitiger Bezahlung immer noch nicht geliefert und weigerte sich auf meinen daraufhin erfolgten Widerruf diesen anzuerkennen, geschweige denn mir mein Geld zu erstatten. Unstimmigkeit per PayPal gemeldet und innerhalb von ein paar Minuten war alles erledigt, ohne das PayPal selbst einschreiten musste. Da haben die meisten dann doch großen Respekt davor.
    Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass es unseriöse Händler wirklich äußerst selten gibt. Ich nehme aber wie Du auch Abstand, wenn PayPal nicht als Zahlungsmöglichkeit angeboten wird, alles andere ist mir einfach auch zu lästig und zeitaufreibend.

    Ich habe ja bereits lange die Nachnahme drin in meinen Möglichkeiten. Mittlerweile geht es echt schnell im Vergleich zu vor ein paar Jahren. Manchmal ist bereits nach 1 Woche das Geld auf dem Konto, in der Regel dauert es aber 2 Wochen. Im Gesamten sind mir in den Jahren 2x die Geldeingänge verloren gegangen und dann folgt ein ziemlich aufwendiger Papierkram, weil DHL ja den Vorgang suchen muss. Habe aber auch immer bekommen was mir zusteht.

  9. Peter schrieb am 15. Juli 2009 um 09:57 Uhr:
    # 9

    Klar bei 20 oder 30 Euro pro Bestellung lohnt sich eine Bonitätsprüfung nicht da hier die Kosten zu hoch sind. Ich dachte das dein durchschnittliche Bestellwert bei 60 Euro und mehr liegen würde.

    Von schlechte Zahlungsmoral will ich nicht sprechen, es hängt von die Zielgruppe ab. Wenn du vorwiegend eine Zielgruppe bis 35 bedienst dann haben diese durchaus kein Skrupel auch mal nicht zu zahlen. Während ältere auch bei Kauf auf Rechnung zahlen.

    Du würdest vielleicht mit ein Micro Payment System auch eine Erweiterung deine Kundenkreis bekommen und trotzdem eine hohe Liquidität haben.

  10. Crazy Girl antwortete am 15. Juli 2009 um 13:34 Uhr:
    # 10

    @Peter: Na, die Zahlungsmoral ist nicht nur von der Zielgruppe und vom Alter abhängig. Bei Rechnungen an/um die 20/30 Euro denkt sich jeder, dass kein Aufwand betrieben wird, um das einzutreiben und deswegen wird das in allen Altergruppen gerne unter den Tisch fallen gelassen. Ich habe bis dato vielleicht 10x per Rechnung verschickt (Stammkunden, die extra danach fragen, davon gingen 8 ins interne Mahnverfahren und 6 zum Anwalt. Bei 2en war überhaupt nichts mehr zu holen (Eidesstattliche abgegeben), die restlichen 4 bezahlten noch nicht mal nach dem Anwaltsbrief, sondern haben es auf Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid ankommen lassen. Für mich ist das definitiv keine Möglichkeit.

    Ein Micro Payment System scheidet vollkommen aus. Wieso auch, ich habe ja PayPal, Vorkasse und Nachnahme. Das reicht vollkommen und hat alles, was es so gibt, bis auf Rechnung, in der Spannbreite durch die verschiedensten Zahlungsoptionen bei PayPal.

  11. Katrin schrieb am 18. Juli 2009 um 11:03 Uhr:
    # 11

    Das Thema sichere Zahlung im Netz wird nie beendet sein. Desweiteren kann ich mir kaum eine Lösung vorstellen, die für beide Seiten zufriedenstellend ist. Ich bezahle kaum mit Paypal, bevorzuge Vorkasse. Und ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, vielleicht auch das richtige Gespür für Seriosität oder einfach nur Glück.
    Bei jeder Paypal Zahlung denke ich immer nur, der arme Verkäufer-verdient eh kaum was und jetzt noch Paypal-Gebühren. In meinem Ebay-Shop (wo Du als gewerblicher übrigens Paypal anbieten mußt), hasse ich es, wenn 7,98 Euro auch noch mit Paypal bezahlt werden. Ich habe 100% positive Bewertungen, bin schon mehrere Jahre dabei. Paypal ist eben bequem, ich glaub, vielen ist auch gar nicht bewußt, was ich für Kosten habe… es macht definitiv keinen Spaß. Und versuch mal die Kosten auf den Käufer umzulegen, dann geht gar nichts mehr.

    Das andere Problem ist, dass Dir als Verkäufer so ein Paypal-Konto einfach mal so eingefroren werden kann. Ich kenne einen Fall: Zahlung des Käufers erfolgt per Paypal (um die 500 Euro), mein Bekannter schickt Paket also los. Käufer behauptet, es wäre nie angekommen-Paypal macht Konto des Verkäufers dicht, Käufer bekommt Recht: 500 Euro weg! Paypal-Konto war ewig gesperrt-keine Handlung möglich, keine Einzahlung, keine Entnahme. Nun stellt Euch mal vor, da sind auf einigen Konten gute viele 1000 Euro drauf und Du kannst nicht an Dein Geld, weil irgend so ein Spinner die ganze Paypal-Sicherheitsmaschinerie auf Dich angesetzt hat.

    Tja, so kanns auch laufen. Ich hab ein Herz für Verkäufer-und wurde noch nie enttäuscht und ich kaufe wirklich viel! LG Kaddi

    Gut Verkettung von unglücklichen Umständen.

  12. Katrin schrieb am 18. Juli 2009 um 11:06 Uhr:
    # 12

    Ähm, mein letzter Satz ist eingeschmuggelt… das war der Paypal-Geist… LG

  13. Micha schrieb am 18. Juli 2009 um 13:41 Uhr:
    # 13

    Auch ich bin ein Fan von Paypal – sowohl für den Sender als auch den Empfänger des Geldes ist das einfach, schnell und unkomplitiert – hab bisher nur positive Erfahrungen damit gemacht :-)

    LG
    Micha

  14. Crazy Girl antwortete am 18. Juli 2009 um 14:29 Uhr:
    # 14

    @Kaddi: Mit Nachweis des Versandbeleges, den es ja bei Paketen gibt, wäre zum einen die Sperrung rückgängig zu machen gewesen und dem Verkäufer das Recht einzuräumen gewesen. Und dann wäre halt noch die Frage – ging das Paket verloren. DHL und Hermes Pakete sind in der Regel versichert und damit wäre das Geld wieder zurück geflossen, wenn ein Verlust des Paketes vorlag. Wäre das Paket aber nachweislich angekommen (dafür gibt es ja bei DHL wie auch Hermes unterschriften), hätte ich als Verkäufer den Käufer wegen Betrug angezeigt, diese Unterlagen PayPal geschickt und schon wäre das Konto wieder offen etc. Es gibt da ja eindeutige Gesetzeslagen.

    Blöd nur, wenn z.B. ohne Versandbeleg versendet wird, was leider noch sehr viele machen (Brief, Päckchen, Warensendung etc.) da bekommt dann immer der Käufer Recht, weil man als Verkäufer den Versand nicht nachweisen kann. Also immer auf Versand mit Versandbelegen achten!

    Ich denke aber auch, dass Vorkasse überhaupt kein Problem ist. Man muss sich nur auch das Impressum ankucken. Ist der Firmensitz im Ausland, würde ich von einem Kauf nur abraten. Ansonsten ist auf Käuferseite greift auf Käuferseite immer das BGB, ein Vertrag kam zu Stande, die Zahlung wurde geleistet und man kann im Notfall die Lieferung einklagen.

    @Micha: Ist definitiv einfach, da hast Du Recht ;-)

  15. Katrin schrieb am 18. Juli 2009 um 20:10 Uhr:
    # 15

    Das sind eben die unglücklichen Umstände bei dieser Geschichte gewesen-Käufer aus dem Ausland-Paketbeleg verbasselt… also besser gings nicht. Aber der Punkt ist, dass Dich Paypal definitiv erst mal lahm legt, ob zu Unrecht oder nicht. Und wenn Du auf die Zahlungseingänge angewiesen bist, weil Du damit Rechnungen bezahlst, stehst Du erst mal doof da.

    Vielleicht gibt es ja jemanden, der mal sowas erlebt hat und berichten kann, wie lange so eine Sperrung in der Regel dauert. Gelesen habe ich schon ähnliche Geschichten wie die von meinem Bekannten und da ging es dann um ganz andere Beträge. Die haben Paypal definitiv gefressen.

    LG Kaddi

  16. Crazy Girl antwortete am 19. Juli 2009 um 10:56 Uhr:
    # 16

    Tja Kaddi, was soll ich dazu sagen? Versandpapiere gehören zu den Geschäftsunterlagen, die auch einer gewissen gesetzlichen Aufbewahrungspflicht unterliegen. So etwas kann und darf man nicht einfach “verbasseln”, das sieht nicht mal ein Betriebsprüfer gerne.
    Selbst schuld würde ich sagen ;-)
    Wer ordentlich und wirtschaftlich vorgeht und seine Behauptungen beweisen kann, wird auch nicht gesperrt, bzw. schnell wieder entsperrt.

  17. Katrin schrieb am 19. Juli 2009 um 11:30 Uhr:
    # 17

    Hm, da haben auch ordentliche Geschäftsleute schlechte Erfahrungen gemacht. Das würde ich so nicht stehen lassen. Ich hab mich mal eine Weile durch die Ebay-Foren gelesen. Da gab es etliche Verkäufer, die sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben-ich hab jetzt grad nix konkretes.

    Der Bekannte war Privatverkäufer und ja: selber Schuld. Hab ich ihm mehrmals gesagt, jetzt ist er schlauer. LG Kaddi

  18. Crazy Girl antwortete am 19. Juli 2009 um 16:18 Uhr:
    # 18

    @Kaddi: Ich habe nun seit wirklich sehr vielen Jahren meinen PayPal Account, noch lange bevor PayPal ebay Company und richtige Bank wurde. Und in all den Jahren habe ich wirklich keinen einzigen Einkäufer oder Verkäufer kennengelernt, der damit schlechte Erfahrungen machte ;-)
    Zudem gibt es ein geltendes deutsches Gesetz, an das sich auch PayPal halten muss. So wie Du das jetzt schreibst, beschuldigst Du indirekt PayPal des Betruges, ist Dir das bewußt?
    Wer die so genannten schlechten Erfahrungen gemacht hat, ist entweder selbst schuld, wenn er nicht die deutsche Gesetzeslage kennt und in Anspruch nimmt und PayPal im Bedarfsfall auf Öffnung des Accounts, bzw. Herausgabe seines Geld gerichtlich verklagt oder, wie ich das persönlich einschätze, hat selbst so viel “Dreck am Stecken”, dass er diesen Weg nicht beschreiten kann.
    Sorry, aber anders kann das nicht sein. Wir leben im Internet nicht in einer “gesetzfreien” Zone. Jammerer gibt es genug, nur haben die sich im Vorfeld nicht an die geltenden Gesetze gehalten und danach ist das Geschrei groß…

  19. Katrin schrieb am 20. Juli 2009 um 10:41 Uhr:
    # 19

    Hab ich auch, meinen Account, schon ewig… ich hab auch keine Probleme. Es geht nicht um Betrug, sondern um interne Vorgänge. Also, wenn jemand eben einfach behauptet, er hätte Ware nicht erhalten, dann wurde das Paypal-Konto eingefroren. Da gab es zu Anfangszeiten genügend Käufer, die das gemacht haben, wenn die Ware nicht übergestern gleich angekommen ist. Das ist eine Tatsache. Wurde glaube auch mittlerweile anders gelöst. Ich habs immer nicht so mit Zeiten. Als das kritisiert wurde, kam Paypal grad in Mode-also frag jetzt nicht wann. Es geht mir auch nur darum, dass nicht alles so toll ist, wies dargestellt wird und jeder mal Pech haben kann-auch mit gutgemeinten Systemen… ach ich bin viel zu philosophisch. Hab jetzt keine Fakten, keinen Link.

    Persönlich hatte ich noch keine schlechten Erfahrungen-hab ich auch schon ein paar mal betont. Bei meinem Bekannten war es so, dass das Konto sofort auf Eis lag-im Prinzip hätte es, hätte er seinen dämlichen Paketschein noch gehabt, immerhin zwei drei Tage gedauert, bis das Konto wieder verfügbar wäre. Und diese Zeit ist für manche Verkäufer einfach nicht akzeptabel. Ach menno, meine Erklärerei ist auch nicht mehr die beste.

    LG Kaddi

  20. Katrin schrieb am 20. Juli 2009 um 11:16 Uhr:
    # 20

    Ach, bin ich erleichtert-habe gefunden, wann das war. 2006… ui… also Axel Gronen kann das besser erklären als ich… also auf seiner Homepage Paypal suchen, dann kommen einige zusammengefasste Artikel zu dem Thema. Falls es jemanden interessiert. Tschulligung für mein schwammiges Geschreibe. LG Kaddi

  21. Crazy Girl antwortete am 20. Juli 2009 um 16:01 Uhr:
    # 21

    @Kaddi: Meinen Business Account haben die mir auch noch nicht eingefroren und den habe ich schon seit fast 5 Jahren und frag nicht wieviele tausende Male der schon genutzt wurde ;-)

  22. Katrin schrieb am 20. Juli 2009 um 20:54 Uhr:
    # 22

    Glaub ich Dir… Was ich beim nochmaligem Lesen interessant finde, dass es gar keine Käuferschutzgarantie gibt, sondern Paypal das von Fall zu Fall entscheidet. Es müssen eben zwei Bedingungen so oder so erfüllt sein, um ein Anrecht auf diesen Schutz zu haben: klar der Versandbeleg und die Ware muss an die bei Paypal hinterlegte Adresse geschickt werden. Das wußte ich nicht. Aber man lernt nie aus. Ich hoffe, dass bei meinen drölffuffzig keine Probleme auftauchen.

    Unterm Strich bleibt, dass ich Paypal gar nicht so oft selbst nutze. Wenn die deutschen Gesetze so super sind, warum muss dann erst ne amerikanische Firma zwischen alle Geschäfte geschaltet werden (Tochterfirma von Ebay-ist mir auch entgangen).

    LG Kaddi

  23. Crazy Girl antwortete am 21. Juli 2009 um 08:07 Uhr:
    # 23

    @Kaddi: Die deutschen Gesetze sind definitiv gut, was den Versandhandel betrifft. Nur die lieben Käufer werden immer wieder in den Medien extrem verunsichert. Ich denke das ist auch alles eine Masche, um den stationären Handel zu stärken, der hat ja in den letzten Jahrzehnten aufgrund des Onlinehandels schwer gelitten.
    Im Prinzip ist PayPal nur als Bank zwischengeschaltet, die im schlimmen Fall das übernimmt, was der Käufer selbst bei Anwalt und Gericht durchsetzen könnte. Die Leute fühlen sich einfach sicherer dadurch, und tja, für uns Online Händler ist das definitiv ein Pluspunkt. Wenn PayPal nicht wäre, würden viele vielleicht gar nicht im Netz einkaufen und wir hätten weniger Umsatz.

  24. Katrin schrieb am 21. Juli 2009 um 14:54 Uhr:
    # 24

    Hm, ich hab mich voriges Jahr so richtig über Esprit geärgert. Zwei Mails erhalten, Ware kommt noch-nur Geduld. Es ist bis heute nichts gekommen und meine Rabattpunkte, die ich für diese Bestellung vernichtet habe, sind auch futsch… immerhin gute zehn Euro.

    Soviel zum Kundenservice. Bei Quelle wars genauso, man ist nur vertröstet worden und hat dann ein angeblich gleichwertiges Modell (damals Waschmaschine) verschickt. Nach sechs Wochen Wartezeit war uns das egal, aber ich hab mir geschworen, bei denen bestell ich nix mehr.

    LG Kaddi

  25. Crazy Girl antwortete am 21. Juli 2009 um 18:34 Uhr:
    # 25

    Tja, was soll ich nun dazu sagen… ;-) mir fällt gerade nix mehr ein…

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