Vor knapp 2 Wochen habe ich mich dann doch endlich mal aufgerafft und etwas Samen für Tomatenpflanzen und Paprikapflanzen in die Erde gesteckt. Reichlich spät, wie ich mir habe sagen lassen, denn eigentlich wollte ich die Früchte meiner Tomatenpflanzen und Paprikapflanzen doch in diesem Sommer ernten. Da müssen wir Gas geben, dachte ich mir und habe meine Pflanzenbabies schlicht und ergreifend in einen Brutkasten verfrachtet.
Brutkasten für Pflanzen, gibt es so was? Hört sich ziemlich seltsam an, was? Nun ja, ich nenne es einfach nur so, denn eigentlich ist das nichts anderes als ein kleines Gewächshaus für die Fensterbank und darunter steht eine Heizplatte für Gewächshäuser. All das Zubehör habe ich mir vor Jahren mal zugelegt, um Pflanzen aus Samen zu ziehen. Leider war ich in meinen Bemühungen meist erfolgloser als erfolgreich, so landete das Gewächshaus wie auch die Heizplatte im Keller.
Tomatenpflanzen und Paprikapflanzen aus Samen ziehen soll nun aber keine großartige Kunst sein. Das wollen wir doch mal ausprobieren dachte ich mir und erstand zu dem Samen aus meinen letztjährigen ungarischen Paprikas, die ich einfach aus den letzten Paprikafrüchten gesammelt, gesäubert und aufgehoben habe, noch ein paar zusätzliche Samen aus dem Gartencenter. Ich wusste ja nicht, ob Paprikapflanzen aus Fruchtsamen auch wirklich funktionieren und für den Fall, dass das nicht geht und ich wieder komplett erfolglos bin, musste noch ein bisschen was erfolgversprechenderes her. Am besten etwas, das es im Gartencenter nicht so einfach als Pflanze zu kaufen gibt.
So kamen zu meinen süßen Mini-Paprikas, die ich letztes Jahr als Pflanzen direkt aus Ungarn bestellt hatte noch Samen von bunten Paprikapflanzen und Samen von gestreiften Tomatenpflanzen (Zebrino). Der Brutkasten mit den Pflanzenbabies steht vormittags in meinem Arbeitszimmer auf der Fensterbank. Die Heizplatte ist aus, da zu dieser Zeit wunderschön Sonne auf den Brutkasten scheint. Gegen Mittag zieht der Brutkasten auf den Balkon in die Sonne (natürlich nur bei schönem Wetter und warmen Temperaturen). Gegen Abend geht es wieder zurück auf die Fensterbank und die Heizplatte wird angeschaltet.
Da diese Behandlung durchaus mal schnell zu Austrocknung führen kann und Pflanzenbabies das überhaupt nicht mögen, habe ich dieses Mal zu den teuren Mini-Torfquelltöpfen gegriffen und kucke gieße bzw. sprühe auch mehrmals täglich Wasser in meinen Brutkasten. Schließlich müssen wir uns beeilen, wenn wir dieses Jahr noch Früchte ernten wollen.
So sehen nun meine Pflanzenbabies nach knapp 2 Wochen aus:

Von Links nach rechts: 2x Tomatenpflanzen (Zebrino), 2x bunte Paprikapflanzen, 3x Paprikapflanzen aus dem Samen von den Paprikas aus dem letzten Jahr. Vorne und hinten steht noch je eine Rießensonnenblume, die ich für unseren Vermieter ausgesät habe (er liebt Sonnenblumen).
Und so sieht mein Pflanzenbaby-Brutkasten aus, wenn sich meine Pflänzchen auf die Nachruhe einstellen:

Alles noch etwas arg mickrig, ich weiß. Ich will mal weiter hoffen und meinen Tomatenpflanzen und Paprikapflanzen den Brutkasten, viel Pflege und hoffentlich auch viel Sonne gönnen, so dass das wirklich noch alles funktioniert und ich bald auf schöne Pflanzen blicken kann, die draußen meinen Balkon zieren und im Sommer unsere Mägen füllen
Boah, Neidfress. Ich wußte es. Kaum sehe ich deine Fotos, trifft mich der Neid. Hast du echt schön gezüchtet.
Hehehe, jetzt bin ich auf die Früchte der Pflänzchen gespannt.
Liebe Grüsse und noch viel Spass beim “Züchten”
Noch ist es ja nicht ganz überstanden. Jetzt müssen die erst noch ein bissi größer werden, dann an “Luft” gewöhnt werden (die haben ja jetzt superfeuchtes Treibhaus-Klima) und danach an draußen… mal sehen, was davon übrig bleibt. Ich hoffe doch alles
Auf die Früchte bin ich natürlich auch gespannt wie ein Flitzebogen…