Wer kennt und liebt sie nicht, die Schokolade, deren Hauptinhaltsstoff Kakao ist? Das Wort Schokolade stammt vom ersten kakaohaltigen Getränk der Azteken, die ihren Göttertrunk – eine Mischung aus Kakao, Wasser, Vanille und Chilli oder Pfeffer – Xocólatl nannten, was bitteres Wasser bzw. Kakaowasser beedeutet. Die Kakaopflanze, die als Kakaobaum nur in den tropischen Ländern des Äquators wächst, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Schon 1500 v. Chr. wurde sie von den Olmeken (mexikanische Golfküste), später dann auch von den Maya und dann von den Azteken, welche die Kultur der Maya ablösten, geschätzt. Die Kakaopflanze war nach Überlieferungen der Maya göttlichen Ursprungs, weshalb sie ihr Getränk Xocólatl auch Göttertrunk nannten (Kakaogott Ek Chuah). Es galt als berauschender Trunk und war deshalb nur erwachsenen Männern vorbehalten.
Europa erreichte der Kakao 1528 mit dem spanischen Eroberer Hernán Cortés. Die Schokolade schmeckte den Europäern ungesüßt aber nicht, weswegen sie das Kakaopulver bald mit Milch und Zucker mischten. Sowohl als Getränk, als auch als Medizin wurde die Schokolade in Europa und Lateinamerika verwendet. Sie galt als leicht verdaulich, generell kräftigend und auch als Aphrodisiakum. Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde in Apotheken Schokolade als Kräftigungsmittel verkauft. Zunächst konnten sich aber nur Adlige das teure Getränk leisten. Zum Massenprodukt wurde die Schokolade erst im 19. Jahrhundert, nachdem im Zuge der Kolonialisierung die Kakaobohnen in großen Mengen eingeschifft wurden.
Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil (über 55%) kann für einige Stunden den Anteil der herzschützenden Antioxidantien im Blut anheben. Dieser Effekt wird allerdings bei gleichzeitigem Genuss von Milch wieder zunichte gemacht. Bitterschokolade wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und verbessert die Durchblutung für einige Stunden. Der Grund dafür sind Kakao-Flavonoide, welche oxidativen Stress verringern, die Flexibilität der Gefäßwände verbessern und das Zusammenkleben von Blutplättchen verhindern.
Es gibt Hinweise, dass Kakao vor Karies schützt, da der Kakao Zahnschmelz stärkende Stoffe wie Fluor und Tannin beinhaltet. Dieser Effekt wird aber von dem in den Schokoladenprodukten enthaltenen Zucker wieder aufgehoben. Am wenigsten zahnproblematisch dürfte Schokolade mit geringem Zuckeranteil und hohem Kakaogehalt sein, also Bitterschokolade. Weiter wird der dunklen, flavonoidreichen Schokolade eine Verminderung des Diabetesrisikos und Hemmung von Brustkrebszellen-Wachstum zugeschrieben. Angeblich werden Frauen, die während der Schwangerschaft regelmäßig Schokolade essen, mit besonders fröhlichen und aufgeweckten Babys belohnt.
Fast 10 Kilo Schokolade ißt jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Experten empfehlen den Verzehr von täglich 25 Gramm Schokolade, um einen optimalen Gesundheitseffekt zu erreichen, Milchschokolade bzw. der gleichzeitige Genuss von Milch macht die meisten Gesundheitseffekte wieder zunichte. Je höher der Kakaoanteil der Schokolade, desto niedriger ist der Zuckeranteil und umso größer ist der Gesundheitseffekt.
[...] Zucker auf die heutigen Geschmacksansprüche bebracht. Die Geschichte der Schokolade kannst Du auf Crazytoast [...]
Dann ist ja der berühmte Anhangs-slogan “mit der Extraportion Milch” ein Fall für den goldenen Windbeutel? Och, das hat man mit 5 doch sooo gerne geglaubt..
(Einmal 95%ige oder so probiert, das zog einem ja die Schuhe aus und hat die Geschmacksnerven für ne halbe Stunde komplett überdeckt, so viel Wasser auf einmal trinke ich sonst über den Tag verteilt, brrrrr, echt zum Schoki-Abgewöhnen)
@Uwe: Die extra Portion Milch ist auf jeden Fall das weniger gesündere an der Schokolade… wobei es ja nicht heißt dass Milch grundsätzlich ungesund ist, nur der Schokolade bekommt sie nicht so gut *lacht*.
Ich persönlich bin ein Fan von Zartbitter aber zu bitter sollte es dann auch nicht sein. Da kann es einem schon ganz schön die Zehennägel aufdrehen
Übrigens… den besten Kakao gibt es in Italien. In meiner Zeit dort hätte ich mich in den reinlegen können. Der sieht aus und schmeckt wie ne geschmolzene Tafel Schokolade, da könnte sogar fast der Löffel drin stecken bleiben. oh… *lecker*… nicht so eine Milchbrühe wie wir sie hier in unseren Landen haben.
Hatte vor einigen Tagen auch mal arg witzige Seiten über “Anti Milch”, warum die sooo ungesund ist, der Mensch ja das einzige Säugetier wäre der diese Babynahrung noch im hohen Alter zu sich nimmt und ach Gottchen, was die da alles von Allergien bis Magenblutungen aufgezählt haben..
Bis 65% kann man die meines Erachtens noch gut genießen, natürlich in Maßen, alles darüber wird.. schwierig, schwieriger, giftig
Ist der Kakao aus Italien denn dann dementsprechend weniger gesund wenn er so lecker ist? Verlockung pur..
Genau mein Thema, ich liebe Schokolade. Ich habe grad etwas ähnliches wie den von dir beschriebenen “Göttertrunk” entdeckt. Ich glaub, sie haben es Azteken oder Maya Kakao genannt. Er war so dickflüssig, dass der Löffel übertrieben gesagt in der Tasse stehen konnte. Aber lecker! Und vermutlich auch sehr kalorienreich
Aber ich teste ja gern. In Hamburg gibt es z.B. ein Spezialitäten-Schokoladen-Geschäft. Dort habe ich früher die südamerikanischen Tafeln gekauft, welche über 90% Kakaoanteil haben. Dank einer besonderen Mischung und Verarbeitung von Kakaobohnen waren sie immer noch schmelzend und nicht sonderlich bitter. Dummerweise hat aber auch ein Stück soviel gekostet wie sonst eine ganze Tafel. Ist also nur etwas zum Genießen und nicht Veschlingen.
“Experten empfehlen den Verzehr von täglich 25 Gramm Schokolade, um einen optimalen Gesundheitseffekt zu erreichen”
Ah Tanja, ich hoffe, das heißt nicht, dass ich ungesund lebe. Ich genehmige mir nämlich nur noch am WE “meine Sünden”?!
@Uwe: Keine Ahnung wie die den Kakao in Italien machen, er dürfte aber die mega Kalorienbombe sein
Trotzdem super lecker…
Bezgl. Milch: Ja ich wundere mich auch immer wieder über Erwachsene die Milch trinken. Das ‘wundern’ ist bei mir noch verständlich, denn mit meiner Laktoseintoleranz bin ich nicht gerade der Milchprodukteverzehrer (außer Käse, den liebe und vertrage ich auch).
@Anne: oh… das klingt wirklich lecker… auch haben will (beides, Göttertrunk und diese bittere nicht bittere Schokolade). Ich bin zwar jetzt nicht ganz so der Schokoladenfan (nur in den kühleren Monaten, mit zerlaufender Schokolade kann man mich jagen), aber trotzdem mag ich sie hin und wieder ganz gerne. Bin mehr der “Gummitierchen-Vernichter”
Gesund… ungesund… ich finde es lustig, denn die meisten meinen Schoki wäre grundsätzlich ungesund, und dass es dem nicht so ist, finde ich einfach erwähnenswert…
Ja, hätte ich auch nicht gedacht, dass Schokolade so gut sein kann, dass Experten den gemäßigten Verzehr sogar empfehlen. Aber warum nicht, wenn selbst ein Glas Wein in bestimmten Situationen den Arzt fernhalten kann?
Und immerhin erweckt Schokolade Glücksgefühle und diese wiederum können haben eine “Wunderheilwirkung”.
@Anne: Glas Wein? Ich glaub der Spruch den Du meinst geht so: “an apple a day keeps the doctor away”
Trotzdem gilt so was ähnliches scheinbar auch für ein Gläschen Wein. Meine Oma hat es für ihre Kreislaufprobleme (mit einem Eidotter drin verrührt) sogar vom Arzt ‘verschrieben’ bekommen. Ob’s der richtige Weg ist, kann ich jetzt nicht sagen, dazu fehlen mir dann doch die fundierten medizinischen Kenntnisse.
Deshalb immer fröhlich Äpfel essen, dann haste genug Vitamine im Blut.
Ich kann aber Uwe nur zustimmen. Die arg bittere Schokolade zieht einem echt die Schuhe aus. Doch an und für sich ist das sicher gesund.
Kaffee sollte man ja auch schwarz trinken. Aber ich bin da halt gerne ein Süßer. Ein bisschen Zucker und Milch und fertig ist das Ganze. Dann schmeckt auch noch abends, wenn er seit morgen auf dem Schreibtisch steht.
Hast du gut recherchiert das Ganze.
@Tobias: Meinen Kaffee trinke ich schwarz wie die Nacht
Milch vertrage ich ja nicht und schon gar nicht im Kaffee und den Zucker habe ich mir vor einigen Jahren darin abgewöhnt (ist reine Gewohnheit). Ist sozusagen auch mein Beitrag zu Low Carb und die Zuckerreduzierung fällt mir generell schon ziemlich schwer (mit Süßstoff ersetzen fällt flach, da mir davon immer schlecht wird), nur beim Kaffee, da stört es mich ganz und gar nicht 
Anne hat ja geschrieben, dass sie südamerikanische 90% Schokolade gefunden hatte (super teuer), die gar nicht wirklich bitter war. Das würde ich gerne mal ausprobieren. Ansonsten gebe ich Euch Recht, unsere super bitteren Schokoladen ziehen einem echt die Schuhe aus (oder rollen die Zehennägel hoch)…
Wollte dich nicht verwirren! War alles beabsichtigt! Hab mir einfach den Spruch zueigen gemacht. Jemand muss doch auch mal für Wein eine Lanze brechen
Und wo wir grad bei den verrücktesten Wundermitteln sind: Ich habe einen Bekannten, der trinkt jeden Abend warmes Bier :S Keine Ahnung warum. (Dachte eigentlich, dass man warmem Bier nur eine Heilkraft bei Erkältung zusagt. )
So und jetzt sind wir ganz von der Schokolade abgekommen. Von leckerer Schokolade zu eklig warmen Bier … ah, das kann nur mir passieren
@Anne: Ja, bleiben wir lieber bei der Schokolade, denn warmes Bier ist wirklich keine schöne Vorstellung