Sucralose Süßstoff • Splenda® – Alternative zu Stevia

Seit vor knapp einem Monat Stern TV über den Zuckerersatz Stevia berichtet hat, ist die Thematik des kalorienfreien Süßstoffes brandaktuell. Doch Stevia ist in Europa noch nicht als Lebensmittel zugelassen und damit der Handel mit Stevia als Zuckerersatz nicht erlaubt. Durch diese Gesetzeslage sind die am Markt erhältlichen Stevia Produkte eher als problematisch zu sehen, denn die Frage, von welcher Qualität und Hochwertigkeit die angebotenen Süßstoff Produkte sind, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Was aber kaum einer weiß, seit 2004 gibt es einen auf dem deutschen Markt zugelassenen weiteren Süßstoff – Sucralose. Dieser hat im Vergleich zu Stevia sogar noch ein paar weitere Vorteile, unter anderem den fehlenden Nachgeschmack. Ich persönlich kenne Sucralose schon seit einigen Jahren und finde diesen Süßstoff super.

Sucralose: Ein Süßstoff, der aus Zucker hergestellt wird

Sucralose – oder auch E 944 – ist ein relativ neuer, sehr intensiver Süßstoff, der aus Zucker hergestellt wird und zirka 600 mal süßer als Zucker ist. Sucralose schmeckt wie Zucker, hat keinen bitteren Nachgeschmack, keine Kalorien und natürlich auch keine Kohlenhydrate. Außergewöhnliche Hitzestabilität und eine sehr gute Löslichkeit und Mischbarkeit sind weitere Charakteristika dieses Süßstoffs. Seit April 2004 ist Sucralose in der Europäischen Union unter dem Kürzel 944 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.

Obwohl Sucralose aus Zucker hergestellt wird, erkennt der menschliche Körper Sucralose weder als Zucker, noch als Kohlenhydrat und verstoffwechselt diesen Süßstoff aufgrund dessen nicht als Energie. Ergebnis: 0 Kalorien.

Splenda® – Sucralose Süßstoff aus Amerika

In Amerika – wo dieser Süßstoff entwickelt wurde – ist Sucralose vor allem unter der Marke Splenda® im Handel. Splenda® ist einer der meist verkauften Süßstoffe und der einzige, der aus Zucker hergestellt wird. Man benötigt davon nur die Hälfte der entsprechenden Zuckermenge.

Mittlerweile greifen zahlreiche Lebensmittelhersteller weltweit bei über 4.000 Produkten bereits auf diesen Zuckerersatz zurück. Auch die Hersteller von Limonaden und koffeinhaltigen Getränken finden immer mehr Gefallen an Splenda®.

Der Splenda® Sweetener hat 0 Kalorien

Splenda® gibt es als „No Calorie Sweetener“ mit 0 Kalorien, und ist in erster Linie auf dem amerikanischen Markt – als 1 Gramm Päckchen und als Granulat – erhältlich. Es wird als Zuckerersatz sowie auch zum Kochen und Backen verwendet. Selbst Splenda® Kochbücher und Rezept-Clubs sind schon zu finden. Der „No Calorie Sweetener“ enthält neben Sucralose noch einen kleinen Anteil an Dextrose und Maltodextrin. Jedes 1 Gramm Splenda® Päckchen hat die Süßkraft von zwei Teelöffeln Zucker – dafür aber keine Kalorien und keine Kohlenhydrate.

Um Zucker mit Splenda® zu ersetzen, ist es wichtig, die Rolle von Zucker und anderen Süßungsmitteln – wie zum Beispiel Honig – beim Kochen und Backen zu verstehen. Neben der Süße geben sie dem Endprodukt Struktur, Beschaffenheit und Volumen. Sie können karamellisieren und bräunen. Feuchtigkeit wird bewahrt und Konservierungsqualitäten werden gebildet, damit die Endprodukte für längere Zeit frisch bleiben. Das Splenda® Granulat ist für alles geeignet, was als Hauptfaktor den süßen Geschmack betrifft. Nur wenn der Anteil von Zucker recht hoch ist, oder Bräunung ein Hauptelement ist, wird der Ersatz mit Splenda® nicht empfohlen.

Weitere interessante Infos zu Sucralose gibt es hier: http://www.sucralose-de.org/

In ebay wird Splenda® in unterschiedlichen Variationen angeboten. Am besten fand ich bis dato die kleinen Portionspäckchen, wie oben abgebildet. Die Tabletten im Spender sind übelst bitter, es ist auch nur ein kleiner Anteil von Sucralose darin. Mittlerweile gibt es auch Splenda® Sticks mit Geschmack – habe ich ehrlich gesagt noch nicht probiert. Und wer “über den Teich blickt”, der kann sich vor Splenda® Angeboten gar nicht mehr retten.

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13 Kommentare:
  1. Tanja antwortete am 17. März 2009 um 20:06 Uhr:
    # 1

    @Stephan: Das ist ja das Geniale daran. Das Amerikanische Splenda hat so gut wie keinen Nachgeschmack. Das englische (hatte ich mir mal irgendwann besorgt) hat etwas Nachgeschmack. Von den Tabs im Spender kann ich nur abraten, aber der Rest ist super. Nur leider gibts das halt nur “überm Teich”, bzw. bei ein paar deutschen Privatverkäufern in ebay.

    Ich habe ja das Problem, dass ich den Nachgeschmack gar nicht abkann. Meistens wird mir sogar auch noch schlecht davon. Hab dann nen Magen, als hätte ich mich gerade übergeben *schüttel*.

    Am liebsten wäre mir ich würde jemand in Amerika kennen, der mir Splenda in allen Variationen besorgen würde und rüberschickt. Nur leider kenne ich niemanden. Und die Händler, auch die in ebay.com, langen ganz schön zu :-(

    Unter splenda.com gibt es auch einen Store. Kannst ja mal kucken, was die da so alles haben. Ich ärgere mich dann immer so, dass ich gar nicht so oft hineinschauen darf. Die liefern nur innerhalb USA :-(

  2. Stephan schrieb am 17. März 2009 um 19:23 Uhr:
    # 2

    Und die schmecken wirklich nicht nach? Und auch nicht dieser komische “chemische” Geschmack wie Cyclamat oder so?

    Das wäre ja ein Wundermittel!

    Gruß,
    by Juli

  3. Stephan schrieb am 17. März 2009 um 20:15 Uhr:
    # 3

    ach das is ja auch blöd, das die nicht nach good old germany liefern…
    und das zeugs ist so teuer?? auch doof.. hmpf… :(

    diesen cyclamat geschmack kann ich auch nicht ausstehen.. pfui deibel!

  4. Tanja antwortete am 17. März 2009 um 20:27 Uhr:
    # 4

    Im Shop in USA selbst kostet es nicht gar so viel. In ebay.com verlangen die meistens gleich das doppelte plus hohe Versandkosten und hier in ebay.de zahlste gleich nochmal das doppelte von ebay.com…
    Blöd gelaufen, was?

  5. Ricarda schrieb am 21. März 2009 um 20:39 Uhr:
    # 5

    Das noch kein deutsche Shop auf die Idee gekommen ist, das Zeug zu importieren und hier zu verkaufen (abseits von ebay).

  6. Tanja antwortete am 22. März 2009 um 07:01 Uhr:
    # 6

    @Ricarda: Ich selbst hätte das auch schon längst in meinem Shop, wenn da nicht die “deutsche Kennzeichnungspflicht” wäre. D.h. jedes einzelne Minipackerl (Inhalt 1 Gramm) müsste mit dem entsprechenden deutschen Text überklebt werden. Weiter ist es nur als “Lebensmittelzusatzstoff” zugelassen, d.h. Anwalt müsste prüfen, wie das mit dem reinen Verkauf als Lebensmittel aussieht. Und der dritte Punkt, den mir mein Anwalt genannt hat, war, dass es auch noch ausschlaggebend ist, zu welchem Jahr Splenda in Amerika auf den Markt gegangen ist. Da kämen eventuell noch weitere Zulassungshürden auf einem zu.
    Ich habe ja einen Online Shop im Sporternährungsbereich und ohne Anwalt für Lebensmittelrecht kommt man da nicht weiter. Ich lasse mich nicht nur jedes Produkte das ich neu aufnehme kurz von ihm prüfen, sondern auch jeden Text, der online geht.

  7. Ricarda schrieb am 22. März 2009 um 12:56 Uhr:
    # 7

    Es werden einem auch immer mehr Hürden in den Weg gestellt.
    Ich hoffe, dass man irgendwann diese ganzen Alternativen auch im Supermarkt bekommt, ohne sich auf abenteuerliche Suche durchs Internet machen zu müssen.

  8. Tanja antwortete am 22. März 2009 um 17:46 Uhr:
    # 8

    Ja, frag nicht, wie oft ich mich über solche Hürden ärgere. Und das ganze nennt sich dann “Verbraucherschutz” oder so…

  9. Ricarda schrieb am 22. März 2009 um 18:43 Uhr:
    # 9

    Hatte mir damals zu Beginn die Bücher von Atkins zugelegt, um ein paar Rezeptinspirationen zu bekommen. Aber überall war nur <> oder <> in den Rezeptangaben, dass ich den kompletten Rezeptteil gar nicht gebraucht hätte. Alles für den Amerikanischen Markt ausgelegt, wo man aber dann sieht, was für Produkte die dann auch so bekommen.

    Zum Glück habe ich dann im Netz genügend Rezepte gefunden, wo Leute selbst experimentiert haben.

    Mittlerweile mache ich das auch so und schaffe Schritt für Schritt die Lebensmittel auf die ich verzichte, zu ersetzen.

  10. Tanja antwortete am 22. März 2009 um 20:48 Uhr:
    # 10

    Ja, mir geht das ähnlich, alles langsam Schritt für Schritt. Alles auf einen Schlag geht gar nicht, da drehst irgendwie “am Rad”.

  11. heide pfeifer schrieb am 1. Juni 2010 um 19:33 Uhr:
    # 11

    hallöchen,, habe mal unter splenda nachgeschaut im google ,was ist denn wirklich drann an dem zeug ??habe eine rissen packung aus amiland mitgebracht aber erst einmal benutzt fand das es doch einen nachgeschmack hat nicht so stark wie stevia aber trotzdem.
    wie verwende ich es beim kuchen oder süsspeisen weiss das jemand??

  12. Tanja antwortete am 2. Juni 2010 um 06:40 Uhr:
    # 12

    @heide: Soweit ich weiß, gibt es auch in Amerika unterschiedliche Splendas. In den mini-beutelchen (für den Kaffee) ist rein nur Sucralose drin meine ich. Das hat auch am allerwenigsten “Nachgeschmack” eigentlich so gut wie keinen.
    Hab hier noch ne Tüte “baking splenda” rumstehen. Das ist vom Volumen her wesentlich “größer” und hat auch einen leichten bitteren Nachgeschmack. Steht aber leider keine Inhaltsangabe drauf.
    Wenn auf Deiner Packung nicht hinten drauf steht, wie Du es verwendest (auf meiner Baking Splenda Packung sind genaue Verwendungsempfehlungen zu finden), dann kannst Du nur ausprobieren. Kuchen würde ich nur mit dem Baking Splenda machen, weil Dir sonst massig was an Volumen fehlt. Splenda ist ja wesentlich süßer als Zucker und da kannste schlecht 50 Gramm Zucker mit 50 Gramm Splenda ersetzen. Vorsichtig dosieren und immer wieder probieren wäre mein Tipp ;-)

  13. Olaf Herberger schrieb am 1. April 2011 um 19:29 Uhr:
    # 13

    @all: nach den Maßgaben vom Granulated ist es wie folgt: ist gefordert z.B. 100 Gramm Zucker, dann sind das 100 ml Splenda Granulated.

    Eine Bezugsquelle in USA kann ich hier nicht veröffentlichen, aber ein Tip: Deutsches Amazon -> Splenda -> Verkauf und Versand durch -> Verkäufer-Hilfe -> unten steht dann eine E-Mailadresse. Diese fängt mit “dream” an und hört mit yahoo.com auf. Eine sehr nette deutsche Namens Birgit. Einfach mal versuchen – ich habe gute Erfahrungen gemacht.

    Viel Glück und liebe Grüße an alle Leser.

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