Tätowieren bzw. tätowierte Haut zu haben, das ist eine echte Lebenseinstellung. Im Gegensatz zu anderem Schmuck, der im Laufe der Zeit wechselt und der Mode unterworfen ist, stellt das Tattoo einen Körperschmuck dar, der zum einen bleibt, zum anderen einen individuellen Geschmack des Trägers oder der Trägerin darstellt – unabhängig von aktuellen Modetrends.
Tattoos können in ziemlich unterschiedlichen Techniken aufgebracht werden und so ist auch die Dauerhaftigkeit des Tattoos nicht zuletzt von der Farbe und der Technik abhängig, mit der das Tattoo angefertigt wurde. Die Faustregel beim Tattoo lautet aber, dass es umso haltbarer ist, je mehr Schwarzanteile vorhanden sind.
Die absolut trendigen Tribals sind damit die dauerhaftesten Tattoos, die derzeit zur Verfügung stehen. Je nach Art des Tattoos kann es dann auch schon einmal sein, dass nach mehreren Jahren der Körperschmuck noch einmal nachgestochen werden muss, wenn nämlich die Tätowierung nicht tief genug in die Hautschichten eingebracht wurde.
Kaum zu glauben, aber wahr: Es sind Nachweise in Form von Zeichnungen vorhanden, die belegen, dass die Menschen schon im 16. Jahrhundert teilweise über Ganzkörpertattoos verfügten – und das nicht nur in Afrika, wie angenommen werden könnte. So sehr auch geforscht wird, das Tattoo hat einfach keinen Ursprung in einer bestimmten Kultur oder einem Kontinent.
Daraus lässt sich schließen, dass es für die Menschen schon immer ein großes Bedürfnis war, ihre Körper dauerhaft mit bestimmten Körperbemalungen zu schmücken. Und selbst die berühmte Gletschermumie, die als Ötzi bekannt wurde, hatte schon nachweislich Körperbemalungen, die mit Nadeln in die Haut eingebracht wurden – und das vor 5.000 Jahren.
Ich selbst habe zwar kein Tattoo als Körperschmuck, dafür aber ein Bauchnabelpiercing. Tattoos fand ich zwar immer schon super genial, aber mir stellte sich auch immer die Frage, ob ich das Tattoo in z.B. 30 Jahren auch noch so toll finde ??? Am schlimmsten stelle ich mir das bei der berühmten Rose auf dem Hintern vor. In der Jugendzeit angebracht, als alles noch schön klein und knackig war. 30 Jahre später ist die Rose dann ewig in die Breite gegangen. Wie seht ihr das?