Gerade in den Wintermonaten ist in unseren Breitengraden der Vitamin D Mangel verbreitet. Das fettlösliche Vitamin D wird nicht nur mit der Nahrung aufgenommen wird, sondern auch vom Körper selbst synthetisiert. Dieses geschieht aus der Bildung aus Cholesterin in der Leber und mittels Synthetisierung durch Sonnenlicht. Das Sonnenlicht fehlt in unseren Breitengraden aber gerade in den Wintermonaten.
Die Eigensynthese des Körpers spielt die größere Rolle, wohingegen die Aufnahme von Vitamin D über die Ernährung eine untergeordnete Rolle spielt. Da für die Eigensynthese von Vitamin D ja das Sonnenlicht entscheidend ist, welches in den Wintermonaten aber bei uns alles andere als im Hauptangebot steht, ist die Vitamin D Eigensynthese gestört und ein Vitamin D Mangel bei vielen Menschen gerade in den Wintermonaten verbreitet.
In unserem Körper ist Vitamin D für die Regelung des Phosphor- und Kalziumhaushaltes, des Knochenaufbaus und der Zahnmineralisierung zuständig. Weiter ist Vitamin D auch an der Bildung von weißen Blutkörperchen (Immunzellen) beteiligt.
Als Vitamin D Mangelsymptome sind in der Literatur Rachitis, Osteomalazie, Nervensystemschäden, nervliche Überregbarkeit der Muskulatur sowie unwillkürliche Muskelkrämpfe angegeben.
Man muss es aber nicht erst zu Mangelsymptomen kommen lassen, denn ein Vitamin D Mangel kann sehr einfach über eine Blutuntersuchung nachgewiesen werden. Wer einen solchen bei sich vermutet, sollte einfach mal kurz seinen Hausarzt aufsuchen und um eine Blutuntersuchung hinsichtlich des Vitamin D Spiegels bitten. Sollte diese einen Vitamin D Mangel aufzeigen, kann eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D Präparaten sinnvoll werden.
In der Nahrung ist Vitamin D übrigens in Fischleberöl, in Seefischen, Milch, Butter und Ei enthalten. Solche Lebensmittel gerade in den Wintermonaten vermehrt auf seinen Ernährungsplan zu setzen, kann hinsichtlich der Vitamin D Versorgung nicht falsch sein.
Da gerade die fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) nicht unproblematisch sind was eine Überdosierung betrifft, sollten diese nicht ohne eine entsprechende Diagnose eingenommen werden. Im Gegensatz zu den kaum speicherbaren wasserlöslichen Vitaminen werden die fettlöslichen Vitamine im Fettgewebe des Organismus gespeichert. So kommt es im Falle einer Überdosierung leicht zu entsprechenden Nebenwirkungen. Hierbei sollte aber auch erwähnt werden, dass eine Überdosierung durch Lebensmittel kaum möglich ist, sondern in erster Linie hoch dosierte Nahrungsergänzungen betrifft.
Hallo Crazy! Helfen eigentlich die vielgelobten Tageslichtlampen? LG Kaddi
@Kaddi: Ehrlich gesagt weiß ich das nicht.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass künstliches Licht natürliches Sonnenlicht ersetzen kann; schon gar nicht wenn es um die Vitamin D Produktion geht. Mein Dozent hat damals erwähnt, dass nur das Sommer-Sonnenlicht in unseren Breitengraden für eine ausreichende Vitamin D Produktion sorgen kann. Beim winterlichen dagegen stehe die Sonne viel zu tief und habe nicht die Intensität, welche für die Vitamin D Produktion notwendig ist. Zusätzlich muss die Sonne ja auch an die Haut kommen, was bei winterlicher Kleidung äußerst schwierig ist
Butter und Milch gibt’s bei mir jeden Tag, wenn auch nicht gerade in rauhen Mengen. Der Artikel erinnert mich aber daran, dass wir ja eigentlich öfter Fisch essen wollten. Für heute Abend hab ich daher passenderweise Garnelen besorgt und werde daraus eine (hoffentlich) leckere Gemüsepfanne basteln
@Rennhenn: Bei mir ist es mit Butter und Milch eher Fehlanzeige. Also Laktoseintoleranzler ist mir Milch natürlich eher fremd (ich mag sie auch gar nicht) und als Low Carbler kann ich mit der Butter (ohne Brot etc.) auch nicht wirklich viel anfangen. Ei und Fisch sind da eher meine Favoriten und die öfters auf den Speiseplan zu setzen kann nicht wirklich falsch sein.
Gemüsepfanne mit Garnelen… das klingt lecker
Hi, meiner Meinung nach, wird Vitamin D vom Menschen nur mithilfe von UV Licht in einem sehr begrenzten Wellenbereich gebildet. Da dieses Licht im Winter so gut wie nicht vorkommt, sieht es eher mager aus. Ebenso bei Tageslichtlampen, die keinen besonderen Wert auf einen UV Anteil legen. UV Lampen sollten das hinbekommen, vorausgesetzt der Wellenbereich passt. Mit fehlt es an Zeit und UV Lampen.
In ausreichend hohen Mengen kommt Vitamin D nur in Innereien vor. Bleiben also zwei sinnvolle Möglichkeiten: Entweder im Winter Urlaub in der Sonne machen, oder sich die Wintermonate mit Lebertranpartys versüßen. Das sollte mal was neues sein ;o)
VG Chris
Da bist Du mir wie immer um einiges voraus, aber vorstellen kann ich mir das schon. Das Herz (so “pervers” es ist, so was zu essen) besteht im Idealfall zu 100% aus Muskeln und ist mit Sicherheit gesund. Dennoch bleibt mir die Hoffnung, dass sich nicht alle auf Herzen spezialisieren.
LG Chris
@Chris: Lebertranparty wie übel
Da würde ich dann doch eher den Ganz zum Arzt mit der Vitamin D-Spiegel Analyse vorziehen und eine Nahrungsergänzung einwerfen.
Apropos Innereien: Ich mag die ja eigentlich gar nicht, aber Kalbsherz z.B. finde ich Klasse…
Lachs enthält Vitamin D in sehr geringen Mengen. Ob jedes beliebige fischige Omega3 Vitamin D enthält, mag ich bezweifeln. Bei unserem Produkt ist es nicht gesondert ausgewiesen im Gegensatz zu Vitamin E, das ist da gebräuchlicher. VG Chris
@Chris: Ich glaube nicht, dass ich Dir immer um einiges voraus bin
Übrigens habe ich mir vorhin selbst die Frage gestellt (und kann sie nicht beantworten), ob die fischigen Omega3 Nahrungsergänzungen nicht auch Vitamin D in gehöriger Portion enthalten? Hast Du dazu eine Idee?
Also bei Babys gibt es diese Diskussion ja auch, da die Ärzte so gerne D-Fluoretten verabreichen. In meinem Baby-Blog steht was dazu. Da sind sich Deutschlands Mütter uneins, ob es Sinn macht, nur nach draußen zu gehen, Ernährung zu beachten oder zusätzlich Tropfen zu geben. LG Kaddi
@Kaddi: Nun ja, im Falle von Babies, da die ja selten mit viel nakter Haut draußen sind, würde ich sagen, dass das “nur nach draußen gehen” kaum Sinn macht. In Herbst, Winter und Frühjahr sowieso nicht, weil die Sonne “nicht stark genug ist”, im Sommer kommt es auf die nakte Haut drauf an. Wer von oben bis unten bekleidet ist, hat auch von der Sommersonne nicht viel Vitamin D.
Im Zweifel gibt aber immer noch der Bluttest darüber Aufschluss
@Chris: Schade, da hätte man gut zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können
Der Nachteil der Fettlöslichkeit von Vitamin D ist auch ein Vorteil in den Wintermonaten. Negativ ist es, wenn die Menschen vorher schon einen latenten Mangel an dem Vitamin D haben. Dann ist ein Mangel im Winter wahrscheinlicher.
Allgemein reichen sehr kurze Zeiträume, um Vitamin D über die Haut zu produzieren. 15 Minuten bei 5 Quadratcentimentern freier Haut. Dennoch bekommt man im Winter nicht unbedingt soviel Sonnenbestrahlung ab
Hier gibt es dann angenehmere Alternativen wie z.B. der Besuch eines Sonnenstudios, aber bitte die “Sonne” dort angepasst dosieren. Ganz alternativ steht der Griff zu Supplementen.
Interessant ist noch, dass Menschen mit brauner Hautfärbung noch eher von Vitamin D-Mangel in unseren Breitengraden aufweisen.
@Maik: Ich habe mir sagen lassen, dass bei uns in den Wintermonaten die Sonne auch nicht genug scheint (oder hoch genug steht oder wie man das immer richtig ausdrückt), um eine Vitamin D Produktion in der Haut zu provozieren.
Das mit der dunkleren Hautfärbung und potentiell höherem Mangel in unseren Breitengraden habe ich auch gelesen. Ebenfalls Menschen, die total vermummt durch die Gegend rennen (Kopftuch, lange Kleider etc.).