Wäsche bügeln ohne großen Aufwand

Wäsche bügeln, das ist eine Tätigkeit, die nur äußerst wenige wirklich begeistert. Grundsätzlich soll das vor allem schnell gehen und halbwegs ansehnliche Wäsche bescheren, mit der wir uns auch in der Öffentlichkeit sehen lassen können. Wer läuft schon gerne in verknautschten Shirts oder Hosen rum, und sieht damit aus, als käme er gerade aus dem Bett, in voller Montur, so wie er am Vorabend nach der heißen Party hineingefallen ist?
Wäsche bügeln ist für viele, wie auch für mich, ein notwendiges Übel, mit dem wir uns herumschlagen müssen, aber nicht wirklich Spaß daran haben. Wie kann ich mir das Wäsche bügeln erleichtern, dabei Zeit sparen? Wie schwer ich mir beim Wäsche bügeln tue und wie lange ich dafür brauche hängt vor allem vom Zustand der Wäsche ab.

Als hauptsächliche Erleichterung sehe ich den Wäschetrockner. Seitdem wir auf diesen Luxus zurückgreifen können, bleibt weniger Bügelwäsche in meiner Aufgabenliste übrig, denn Wäsche, die im Wäschetrockner getrocknet wurde, muss meist nicht mehr gebügelt werden. Aber nicht nur das, sie ist auch um einiges weicher, was vor allem beim Handtüchern und starrigen Jeans auffällt. Doch läuft Wäsche im Wäschetrockner auch gerne mal ein, weswegen sich nicht jedes Wäschestück für den Trockner eignet. So bleiben immer einige Wäschestücke übrig, die gesondert behandelt werden müssen. Und auch nicht jeder kann auf den Luxus eines Wäschetrockners zurückgreifen.

Wer sich das Wäsche bügeln erleichtern möchte, kann auf einige Tricks zurückgreifen. Beim Wäsche waschen fängt es schon an, denn wenn die Wäschetrommel gnadenlos überfüllt ist, wird die Wäsche zerknautscht. Also die Trommel immer nur soweit befüllen, dass noch eine Handbreite zwischen Trommelwand und Wäsche passt. Ein weiteres Geheimnis beim Waschen liegt im Weichspüler. Weiche Wäsche knautscht einfach nicht so stark wie feste und harte. Also immer Weichspüler in angegebener Dosierung zum Waschgang zufügen.

Wenn der Waschgang dann beendet ist sollte die Wäsche nicht noch stundenlang in der Trommel vor sich hin knautschen. Am besten – wenn es irgendwie möglich ist – die Wäsche sofort aus der Trommel nehmen. Und dann heißt es, die Wäsche gut auszuschütteln! So seltsam es klingt, kleine Knitterfalten lassen sich einfach aus der Wäsche ausschütteln. Wer Hemden und Blusen gut ausgeschüttelt auf einen Bügel hängt, um diese Wäschestücke dann dort trocknen zu lassen, erleichtert sich das anschließende Wäsche bügeln enorm. Auch wie die Wäsche aufgehängt wird, entscheidet über den Arbeitsaufwand beim Wäsche bügeln. Wer seine Wäschestücke einfach über die Leine wirft, wird mit deutlich mehr Aufwand belohnt.

Entscheidend ist auch der richtige Zeitpunkt beim Bügeln. So geht knochentrockene Wäsche mit den Falten eine engere Verbindung ein als noch minimal feuchte Wäsche und bedarf eines höheren Bügelaufwands. Also die Blusen und Hemden nicht erst eine Woche in aller Ruhe austrocknen lassen, bevor sie dann dem Bügeleisen vorgestellt werden. Auch wer seine trockene Wäsche einfach in den Schrank wirft und erst kurz vor dem Anziehen bügelt, spart damit keine Zeit, sondern darf sich stattdessen nicht nur länger mit dem Wäsche bügeln beschäftigen, sondern auch öfter.

Und jetzt geht es zum Wäsche bügeln selbst. Wer nicht mit einem Dampfbügeleisen oder sogar vielleicht sogar mit einer dieser tollen neuen Bügelstationen ausgestattet ist, die richtig Dampf machen, muss auf den altbewährten Wäschesprenger zurückgreifen. Nur leicht feuchte Wäsche lässt sich optimal glätten und ein wenig Wasser – am besten natürlich Dampf – macht die Arbeit sehr viel leichter. Bei Hemden und Blusen gilt dann die Reihenfolge: Kragen, Ärmelbündchen, Ärmel und dann der Rest – so kann nicht wieder alles gleich zerknautschen.

Die Anschaffung eines Dampfbügeleisen lohnt wirklich. Abgesehen davon muss es auch nicht das teuerste Modell sein. Mein Dampfbügeleisen beispielsweise war super günstig und ich bügle bereits sehr mindestens 10 Jahren damit. Für die Wasserbefüllung greife ich auf günstiges und duftendes “Bügelwasser” aus dem Supermarkt zurück, so verkalkt das Bügeleisen nicht und zugleich riecht die Wäsche durch den duftenden Dampf angenehmer.

Ach ja, noch etwas: Auch wenn unsere Großmütter und teilweise Mütter es noch so handhaben – Unterwäsche muss nicht gebügelt werden. Nach zehn Minuten am Körper kann niemand mehr gebügelte von ungebügelter Unterwäsche unterscheiden – nicht einmal der vielzitierte Notarzt, den die Großmütter hinsichtlich ihres Unterwäschezustandes noch immer sehr fürchten.

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3 Kommentare:
  1. Alper schrieb am 17. Januar 2009 um 13:06 Uhr:
    # 1

    Ich liebe deinen Themenmix :-) ) Nein im ernst – einige wertvolle Tipps dabei die ich zwar mit den Jahren auch schon selber herausgefunden habe, aber die sicher dem Einen oder Anderen weiterhelfen werden. Wichtigster Tipp: Tatsächlich nur bügeln, wenn die Wäsche noch etwas feucht ist. So geht es viel viel einfacher.

  2. plerzelwupp schrieb am 17. Januar 2009 um 14:55 Uhr:
    # 2

    ich schmeiss mich fort….. der letzte Absatz ….. All dies klingt mir auch noch in den Ohren.
    Ansonsten sind in der aktuellen “Stiftung Warentest” eine Menge Dampfbügeleisen getestet. Da steht auch, worauf man achten sollte.

    Obwohl ich nichts mit Wäsche zu tun habe (diese Arbeit bekomme ich gottseidank von meiner lieben Fee abgenommen), bin doch ich derjenige, der mit den Empfehlungen hinsichtl. der richtigen Waschmittel- oder Dampfbügeleisen -Wahl nach Hause kommt ;-)

  3. Tanja schrieb am 18. Januar 2009 um 19:00 Uhr:
    # 3

    @Alper: Ich liebe meinen Themenmix auch ;-) manchmal vielleicht etwas seltsam für den ein oder anderen, aber es interessiert ja wahrscheinlich jeden von uns ein individuelles breites Spektrum…

    @plerzelwupp: Danke für den Stiftung Warentest-Tipp, dem ein oder anderen wird das sicher helfen. Ich harre erstmal der Dinge, so oft ist Dank Trockner, bei uns das Eisen eh nicht im Einsatz.

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