Webseite-Leistung: erste Schritte zur Verbesserung

Wie ja Thomas letzte Woche in seinem Artikel über das Page Speed Ranking berichtet hat, gibt es in den Webmster Tools ein neues Feature im Bereich „Google Labs“: Webseite-Leistung. Wer sich seine Leistungsübersicht schon mal angesehen hat stößt entweder auf erfreuliche oder weniger erfreuliche Daten.

Meine Daten waren nicht ganz so erfreulich, weswegen ich mich auch langsam aber sicher daran gemacht, habe, hier die ein oder andere Verbesserung zu erzielen. Dieser Vorgang wird sich aber noch um einiges länger hinziehen und so möchte ich Euch heute einen kurzen Überblick geben über das was ich bereits getan habe, die Auswirkungen dessen und natürlich auch neue neue Ideen von Euch sammeln, was noch getan werden könnte, um die Webseite-Leistung zu verbessern.

Für alle Kritiker möchte ich aber auch anfügen, dass ich bei mir persönlich jetzt nicht wirklich „Not“ sehe, etwas zu tun. Mich hat eher eine Art „sportlicher Ehrgeiz“ gepackt, herauszufinden, mit welchen Aktionen man auf die Webseite-Leistung Einfluss nehmen kann. Im Grunde genommen bin ich auch mit meiner gar nicht so genialen Ladezeiten zufrieden. Und da ich sowieso vorhatte hier einige Änderungen vorzunehmen, kann man das eine mit dem anderen verbinden und einfach mal nachsehen, wie die einzelnen Änderungen die Webseite-Leistung verändern.

Letzten Donnerstag (3. Dezember) warf ich meinen ersten Blick in die Webseite-Leistung und bekam dort eine Zahl von 4,8 Sekunden ausgeliefert. Bis heute konnte ich diese Zeit auf 4,1 Sekunden reduzieren. Dazu habe ich folgende Aktionen durchgeführt:

  1. Den Wikio Vote Button herausgenommen.
    Auf den Wikio Vote Button hat hier sowieso kaum einer geklickt und warum etwas anzeigen, wenn es meine Leser nicht interessiert?
  2. Einige Wordpress Konsonanten in die wp_config.php eingefügt. Bei Frank Bültge bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen – Wordpress Konsonanten nutzen – und habe mich für die Implementierung der folgenden Wordpress Konsonanten in meine wp-config.php entschieden:
    define('COMPRESS_SCRIPTS', true);
    define('COMPRESS_CSS', true);
    define('ENFORCE_GZIP', true);
    define('WP_POST_REVISIONS', 3);
  3. Bilder, die von externen Servern geladen werden, auf die eigene Domain umziehen, z.B. das Bildchen ganz unten von Blogpingr.
  4. Plugin Page-Numbers entfernt.
    Dieses Plugin hatte ich vor einiger Zeit installiert, um Google die Indexierung meiner Seiten zu erleichtern. Es zeigte aber nicht den gewünschten Effekt, also habe ich mich von diesem Plugin wieder getrennt.
  5. Adsense Anzeigen von meinen Übersichtsseiten (Startseite, Archive etc.) heruntergenommen.
    Im Contentbereich meiner Übersichtsseiten hatte ich einige Adsense Anzeigen eingebunden. Mein diesbezügliches Tracking der letzten Monate zeigte, dass diese Adsense Anzeigen nicht sonderlich ertragsreich sind. Was nichts beziehungsweise nicht viel bringt, darauf kann auch getrost verzichtet werden.

Punkt 1,2 un 3 brachten keine großartigen Veränderungen der Webseite-Leistung, Punkt 4 und 5 dagegen haben das meiste meiner bisherigen Reduzierung der Webseite-Leistung erzielt.

Nun werde ich pö a pö mein Layout und das CSS durchgehen und sehen, was ich in einigen Bereichen noch verbessern kann. Im letzten Jahr habe ich so einiges in meinen Layout hinzugefügt, weggenommen, verändert etc. Hier mal ordentlich aufzuräumen, ist also nie verkehrt. Bilder minimieren und verkleinern könnte ebenfalls noch einiges an den Ladezeiten verbessern.

Die Anzahl der Plugins zu reduzieren könnte ebenfalls noch was bringen. Nur habe ich diese bei mir schon auf das absolut notwendige Minimum vor einiger Zeit reduziert, so dass ich hier keine Handlungsmöglichkeiten mehr habe.

Da ich mit meinem Blog sowieso ein paar Schritte in eine etwas andere als die bisher eingeschlagene Richtung gehen möchte, kommt mir das Ganze auch sehr gelegen und eine Überarbeitung des mittlerweile fast einem Jahr alten Blogs lag diesbezüglich sowieso auf meiner To-Do Liste. Um das ganze nicht zu sehr auszuschweifen, denn ich werde darüber sowieso noch gesondert berichten, möchte ich nur soviel verraten, dass ich vorhabe die Richtung „Back to the roots“ einzuschlagen. Im Laufe des letzten Jahres hat mein Blog eine Richtung genommen, die mir nicht mehr gar so sehr gefällt und ich möchte mich zukünftig nur noch auf die Dinge konzentrieren, die mir wirklich wichtig sind.

Deswegen sehe ich die ganzen Änderungen beziehungsweise den Blick auf die Webseite-Leistung eher „sportlich“. Ich sehe mir an, wie meine Änderungen, die ich sowieso aus einem anderen Blickwinkel heraus in nächster Zeit durchgeführt hätte, sich auf die Ladezeiten auswirken und werde gegebenenfalls auch darüber berichten, so dass der ein oder andere von Euch Anhaltspunkte für seinen Blog finden kann.

Und natürlich interessieren mich auch Eure Ideen und Erfahrungen, die Ihr bezüglich der Webseite-Leistung habt.

Bleib auf dem Laufenden und abonniere meinen RSS Feed Crazy Girls RSS Feed jetzt abonnieren
|
 Autor: Crazy Girl |
 Themenbereich: Blog SEO Tips
Trackback URL: http://www.crazytoast.de/webseite-leistung-erste-schritte-zur-verbesserung.html/trackback/
Ähnliche Beiträge:
↑ Ganz nach oben springen ↑
↓ zum kommentieren springen ↓
11 Reaktionen:
2 Trackbacks:
  1. [...] Webseite-Leistung: erste Schritte zur Verbesserung [...]

  2. [...] Tanja hat in ihrem Beitrag mehrere Punkte wie etwa das Entfernen von nicht benötigtem Content oder aber auch die Verwendung der Wordpress Konstanten geschrieben, welche bei Frank nochmals im Detail erklärt werden. [...]

9 Kommentare:
  1. Markus schrieb am 11. Dezember 2009 um 09:32 Uhr:
    # 1

    Das ich kein großer Plugin Fan bin dürfte inzwischen ja fast jeder wissen^^ Wenn ich dann aber Plugins einsetze, bau ich die meisten ziemlich stark um. So fliegt zum Beispiel meistens alles was DB Abfragen generiert raus. Einstellungen die man eh nie oder kaum ändert brauchen nicht jedesmal aus der Datenbank abgefragt werden. Als Beispiel bleib ich grad bei dem von Dir genannten Pagenumber Plugin. Das greift bei mir nicht mehr auf die Datenbank zu was Einstellungen betrifft, auch hat es keinen Adminbereich mehr. So spart man auch schon eine Menge an DB Abfragen und teilweise auch RAM. Das bei allen Plugins wo machbar ist und man hat schon einiges für die Leistung getan.

    Natürlich gehören Standardsachen in die wp-config.php wie zum Beispiel der Theme und CSS Pfad. Wer dann noch in der Lage ist Subdomains für Bilder, JS und CSS zu erstellen sollte auch diese Möglichkeit nutzen.

    Die Tipps von Frank mit den Konstanten kannte ich schon, doch hab ich es mal wieder abgelegt in den Tiefen meiner Favoriten und nie wieder gesehen^^ Deshalb Danke fürs erinnern, werd ich heut auch nochmal angehen.

  2. Peter schrieb am 11. Dezember 2009 um 09:38 Uhr:
    # 2

    Bin auch gerade dabei ein wenig aus zu misten bei meinen Blog. Zwischenzeitlich habe ich bereits 8 von meine vorherige 27 Plug Ins entfernt und habe hier schon eine kleine Verbesserung erreicht (von 4,7 auf 4,1 Sekunden Ladezeit).

    Zur Zeit überlege ich ob ich die Buttons auf Blog Verzeichnisse entferne. Schließlich bringen mir diese fast kein Traffic aber kosten doch was an Ladezeit.

    Mein Ziel wäre ein Ladezeit von bis zur 3,5 Sekunden. Mal sehe ob ich das erreichen kann.

  3. Thomas schrieb am 11. Dezember 2009 um 11:27 Uhr:
    # 3

    Guten Morgen zusammen,
    ich bin ja auch noch fleissig und ab und an merke ich das sich was tut. Mein neustes Fundstück ist der head-cleaner als Plugin (geht nicht anders Markus) da auch das JS zusammengeführt wird. Werde es die Tage aber an einem anderen Blog testen :-)
    Den Wikio Button nutzen bei mir viele und deswegen bleibt er bei mir drin, aber er ist ja in den Artikelseiten also auch nicht so schlimm. Adsense habe ich ja nur 2 kleine auf der Main und ich muss sagen der 468er wird wieder gekllickt :-) besser wie der 125er damals.
    Also ich liege laut der Tante Go bei 2 Sekunden und das ist gut so.. Viel ist da nicht mehr drin. Also ab und an werde ich noch was machen aber das grobe ist weg.

    Vielen Dank für den TB ist angekommen :-)
    Thomas

  4. Crazy Girl antwortete am 12. Dezember 2009 um 09:06 Uhr:
    # 4

    @Markus: Ja, ich denke auch, dass der Rauswurf des Plugin PageNumbers einiges gespart hat ;-) Die Auswirkung auf die Leistung solcher Plugins darf man nicht unterschätzen.
    Kannst Du mal die Standardsachen für die wp-config posten, ich würden gerne mal vergleichen.

    @Peter: Ich bin auch runter auf 19 Plugins und denke, weniger geht einfach nicht. Bezgl. der Buttons: Das muss natürlich jeder selbst entscheiden, aber der Fakt, dass sie kaum was bringen und aber gleichzeitig Leistung fressen (weil sie ja von extern geladen werden), ist nicht von der Hand zu weisen. Ich habe ja nur den Blogpingr Button, der bei mir auch wirklich was bringt. Das Bildchen lade ich nun aber nicht mehr von extern sondern von intern.

    @Thomas: Wäre toll wenn Du über Deine Erfahrungen mit dem head cleaner berichten kannst. Bei den Adsense habe ich ja auch nur rausgenommen, was nicht geklickt wird und da ist mein benutzerdefiniertes Tracking für fast jeden einzelnen Adsense Block natürlich von Vorteil. Ich habe es ja nun schon fast ein Jahr drin und wenn über Monate kaum noch was rüber kommt über einen bestimmten Blog, dann ist natürlich die Trennung wesentlich besser als das daran festhalten.
    Es geht ja auch darum sich sinnvoll von Performance Fressern zu trennen ;-)
    2 Sekunden sind schon mega mäßig gut würde ich sagen. Ob bei Wordpress überhaupt weniger geht, kann ich nicht sagen. Bei meinen XTC Shop liege ich bei 0,8 – 1 Sekunde, ohne überhaupt irgendetwas in diese Richtung getan zu haben :-)

  5. Markus schrieb am 12. Dezember 2009 um 12:32 Uhr:
    # 5

    Ich denke die meisten der von mir angesprochenen “Standardsachen” wirst Du auch schon haben. Ist ja nichts weltbewegendes. Damit meinte ich die 4 hier:

    define(‘WP_SITEURL’, ‘XXX’);
    define(‘WP_HOME’, ‘XXX’);
    define(‘TEMPLATEPATH’, ‘XXX’);
    define(‘STYLESHEETPATH’, ‘XXX’);

    Zusätzlich betrachte ich das noch als “Standard”:

    define(‘AUTOSAVE_INTERVAL’, 3660);
    define(‘WP_POST_REVISIONS’, false);

  6. Thomas schrieb am 12. Dezember 2009 um 22:15 Uhr:
    # 6

    Hallo zusammen,
    ich habe das Plugin jetzt mal getestet. Mein persönliches Fazit:
    Zuviele Einstellungen. JS wird zwar zusammengeführt, doch werden einige dann nicht mehr sauber ausgeführt. CSS wird zerschossen und schneller kann ich nicht sagen. Doch das wichtigste ist es wird ein eingebunden welcher dann zur Folge hat das alles nicht mehr W3C ist.

    Also ich werde mal weiter testen und wenn ich eine optimale Einstellung finde und alle Fehler weg sind werde ich berichten.

    Gruß
    Thomas

  7. Crazy Girl antwortete am 13. Dezember 2009 um 10:05 Uhr:
    # 7

    @Markus: Danke. Ich hatte die tatsächlich noch nicht eingefügt und das jetzt nachgeholt. :-)
    Übrigens habe ich gerade im Wordpress Codex gelesen, dass
    define('SAVEQUERIES', true);
    nur für debugging Zwecke benutzt werden sollte, da es die Performance beeinflusst (NOTE: This will have a performance impact on your site, so make sure to turn this off when you aren’t debugging.)…

    @Thomas: Das klingt ja nicht gerade gut :-(

  8. Markus schrieb am 13. Dezember 2009 um 10:44 Uhr:
    # 8

    Hab mich auch schon gewundert warum Du SAVEQUERIES hier aufführst, dachte aber bei Deinem Basteltalent hast das irgendwie intern weiterverwendet. :-)

  9. Crazy Girl antwortete am 13. Dezember 2009 um 11:47 Uhr:
    # 9

    @Markus: Danke. Ich habe den Artikel gerade geupdated. Ich hatte das SAVEQUERIES vorher schon lange drin, weil ich mal gedebugged habe und das dann wohl vergessen hatte auszuschalten, bzw. mich überhaupt daran zu erinnern, dass man es wieder ausschalten muss. Wie doof von mir :-(

Einen Kommentar dazu schreiben:

Bitte beachtet die Datenschutzhinweise sowie zu Spammer Kommentaren.

Ich behalte mir das Recht vor, Kommentare entsprechend zu löschen oder editieren!

Kommentare mit Links, die nicht zu Blogs führen und/oder Keywords
als Namen verwenden sind nicht erwünscht und werden gelöscht!


Links beinhalten das rel=nofollow Attribut (Stammkommentatoren ausgeschlossen)!

Kommentare abonnieren ohne selbst einen Kommentar abzugeben: