Die Redensart Wer rastet der rostet ist uns allen ein Begriff, und im letzten Jahr habe ich die Wahrheit dieser Redensart leider immer wieder am eigenen Leib erfahren müssen. Mein sportliches Learning besteht darin, dass ich zukünftig nicht mehr “raste”, denn “Rost” hat mein Körper nun schon mehr als genug angesetzt. Im Prinzip wird das so aussehen, dass egal welche Ausrede meinem inneren Schweinehund auch einfallen mag (der ist ja sehr kreativ, wenn es um Ausreden fürs rasten geht), es mich so gut wie nichts mehr davon abhalten kann, Sport zu treiben. Und sei es auch nur für 10 bis 15 Minuten, weil mir gerade z.B. eine Erkältung einen Strich durch die Rechnung machen will.
Es ist uns ja allen durchaus bewusst, dass ordentliche Bewegung für unseren Körper notwendig ist, damit wir gesund und fit sind. Doch im Alltag sind es dann mit unseren sportlichen Betätigungen oft ganz anders aus, Zeiten in denen wir keine Zeit, keine Lust oder was auch immer für Ausreden haben, halten uns immer wieder vom Sport ab und lassen uns stattdessen dem Rasten frönen.
Und kaum sind wir im Rasten Trott einmal drin, hält unser innerer Schweinehund uns darin weiter gefangen, denn es ist ja so schön und vor allem auch so bequem faul zu sein. Was Du heute kannst besorgen, verschiebe ruhig auf morgen, oder übermorgen, oder der Woche danach… So können durchaus Wochen und Monate ins Land ziehen.
Das Ergebnis vom sportlichen Rasten mag zwar oft individuell unterschiedlich aussehen. Der eine klagt über Übergewicht, der andere über mangelnde Fitness oder gar Gesundheit. Doch unterm Strich bleibt eines für alle gleich: Wer rastet der rostet – und je älter wir werden, desto schneller und unter Umständen auch heftiger zeigt uns unser Körper die Auswirkungen.
Bis in den Herbst 2009 war ich sportlich gut aktiv und fit. Aber dann kam ich auf die blöde Idee mit Bluttests meiner Kohlenhydratunverträglichkeit genauer auf die Spur zu kommen und dazu musste ich erst mal Kohlenhydrate verspeisen und wurde prompt krank… und bis in den Frühjahr 2010 zur Eigenbluttherapie auch nicht mehr gesund. Eine Erkältung jagte die nächste, eine Blasenentzündung mündete in die nächste usw. Mir ging es rundum beschissen und klar, dass ich mich so vom Sport fern hielt. Und den darauf folgenden inneren Schweinehund und Trott kennen wir ja alle.
Das erste Mal sagte mir mein Körper im Juni mit den neuen Inline Skates Bescheid, meine Hüften schmerzten beim Skaten. Tja, da haben wir wohl zu wenig Muskeln und Fitness in der Figur
und sollten langsam aber sicher dran denken, das wieder aufzubauen. Ein Vorsatz ist aber noch lange keine aktive Umsetzung und so bekam ich eine Zeit später die nächste Quittung: Verdacht auf Bandscheibenvorfall, der sich nach dem MRT einige Wochen später als Arthrose in den Facettengelenken herausstellte. Die kam natürlich nicht über Nacht und ich denke, eine solche Diagnose auch schon mal vor einigen Jahren gehört zu haben. Was hilft: Sport – was macht’s schlimmer bzw. spürbar: Rasten
Tja und aktuell ist es ein äußerst unangenehmes Druckgefühl in den Knien. Die Diagnose via MRT lässt noch auf sich warten, aber ich trau mich fast schon wetten, dass die Ursache auch irgendwas ist, was vom Bewegungsmangel bzw. auf die Rückendiagnose folgende Hyperaktivität kommt. Wer rastet er rostet…
Und mal ganz ehrlich: Ich arbeite von zu Hause aus, meine tägliche Bewegung beschränkt sich in der Regel auf den Gang vom Schreibtisch zur Kaffeemaschine und zum Klo. Mein Alltag ist von extrem wenig Bewegung gekrönt und gerade für uns Schreibtischtäter ist Bewegung in Form von sportlichen Aktivitäten äußerst wichtig…wie wichtig, dürfte mein vergangenes Jahr mit seinen Zipperlein zeigen.

So habe ich mich jetzt entschieden – komme was wolle – ich raste nicht mehr (außer von meinem Sportmediziner verordnet). Und seien es auch nur 10 bis 15 Minuten, Hauptsache mein Körper bekommt Bewegung. Noch ein solches Jahr brauche ich nicht wieder und sobald das mit den Knien rum ist, geht’s wieder richtig ans Werk. Momentan gewöhne ich mich langsam aber sicher wieder an etwas Bewegung mit täglich 10 bis 15 Minuten auf meinem Crosstrainer.
Letzte Woche Montag war ich bei meinem Sportmediziner und meinen Knien geht es tatsächlich schon wieder besser, mit der verordneten Bewegung, Kälteumschlägen und Novalgin. Mein Arzt meinte zwar 30 Minuten aufwärts täglich auf dem Crosstrainer… aber sorry, das halten weder meine Knie, noch mein Rücken und meine Hüften aus, also langsam starten.
Wer rastet der rostet… und ich scheine derart eingerostet zu sein, dass ich kaum mehr etwas aushalte und der Bewegungsmangel wegen den Knieproblemen um Weihnachten hat alles nur noch schlimmer gemacht, denn daraufhin fingen auch meine Hüften und mein Rücken zu motzen an. Tja… jetzt heißt es langsam gesund zu werden und dann ist eines sicher: Ich raste nicht mehr!
Wer nicht hören will muss fühlen – ich habe wirklich genug gefühlt um zu wissen: Wer rastet der rostet…
Da haste ein wahres Sprichwort gefunden. Meine Mutter hat sich die Knöchel gebrochen am Freitag und die hat Tierische Probleme mit dem Krücken zu laufen, weil die keinen Schmackes in den Armen hat. Ich habs heute im Krankenhaus auch mal versucht und nach 5 Metern hab ichs in den Schultern gemerkt. Ich sollte auch mal wieder mehr tun
Musstest du mich jetzt daran erinnern? Jetzt brauch ich erst mal Schokolade
@Symm: oh… Knöchel gebrochen ist sicher gar nicht lustig
Gute Besserung an Deine Mutter.
Krücken laufen ist aber auch echt anstrengend… und gerade wir Frauen können meist nicht gerade mit vielen Arm-Muckies glänzen. Ich musste vor ein paar Jahren für über ein halbes Jahr mit Krücken laufen… seitdem liegen die Teile *verhasst* im Keller
Meine viertel-Stündchen hab ich vorhin schon absolviert auf meiner “Höllenmaschine”…
Ja, oder Sport ist Mord!
Aber der innere Schweinehund ist echt ein Problem! Ist auch 2011 mein größter Feind und wird bekämpft und es wird trainiert!
Versprochen!
@Tanja,
Bleibe konsequent jetzt bei diese Sache
Egal ob du nun jeden Tag 10 Minuten was machen willst, oder vielleicht nur 3 mal pro Woche vielleicht 20 Minuten, es ist wichtig das du dies auch machst. Sicherlich wird es vor allen zu Beginn Phasen geben wo deine “Gebrechen” dir ein andere Signal geben, aber nach ein paar Monate wirst du merken das deine “Gebrechen” weniger werden und du dann langsam wieder fitter wirst.
Wenn ich alte Sack (fast 47 Jahre) es schafft dann wirst du junges Küken es doch auch schaffen können
Übrigens aktuell haben wir hier im Melbourne rund 27 Grad wobei es heute eigentlich doch ein wenig kühl ist. (Wollte nur ein wenig Neid schüren)
@mac: wohl eher “kein Sport ist Mord” *lacht*
Mit dem inneren Schweinehund kämpfen wir wohl alle immer wieder
@Peter: *dicke Portion Neid*
Ich hoffe schon auch, dass ich das schaffe. Muss nur erst mal aus dieser doofen Gebrechen-Spirale vernünftig rauskommen und dann kann ich auch wieder ordentlich trainieren. Bis dahin geht’s halt erst mal viel langsamer.
Hihi, gute Vorsätze sind immer ein guter Anfang… und wie gut, dass ich nicht in Melbourne bin, da hätte ich jetzt gesagt: Ist mir viel zu warm-grins. Übrigens zählt Hausarbeit zügig geleistet auch als Fitness.
Tanja wir können ja mal Ende des Jahres kucken, wie wir uns gemacht haben-also gesundheitlich und von der Disziplin her. Meine Motivation sollte sein: wir haben eine Hochzeitseinladung… wäh-schöner als die Braut muss ich nicht sein, aber das abschreckende Beispiel auch nicht… wäh… Liebe Grüße Kaddi
Das ist doch mal passend.
Ging allerdings mehr um gesunde Ernährung und nur nebensächlich um Sport, aber auch ich habe seit Mitte letzten Jahres den Sprt wiederentdeckt. Dies allerdings in Maßen. Täglich 30min halte ich schon für etwas viel, den die Muskeln müssen ja auch regenerieren. Somit laufe ich maximal alle 2 Tage und da so je nach Zeit zwischen 20-40min. Und ja, es tut einem gut.
Habe letzte Woche noch einen Artikel online gesetzt in dem es ebenfalls hieß: wer rastet, der rostet!
In diesem Sinne… munteres nicht-rosten!
Liebe Grüße,
Alex
@Kaddi: Ich hoffe bei mir bleibt das nicht nur ein Vorsatz… nochmal will ich so ne *Gebrechlichtkeitsphase* nicht mehr erleben
Ich mach auch gleich mit, denn als abschreckendes Beispiel könnte ich derzeit auch durchgehen…
Das abschreckende Beispiel ist lustig… das will doch keiner sein, oder? Also ran an den Sport
@Alex: ups, der war mir gar nicht aufgefallen *sorry*. Im Prinzip muss ich Dir Recht geben, alle 2 Tage ist am sinnvollsten, damit die Muskeln Zeit für Regeneration haben. Ich hatte aber auch mal ein paar Wochen dauernde Phase, da war ich jeden Tag ne dreiviertel Stunde auf dem Crosstrainer. Wenn die Grundfitness stimmt, ist das kein Problem. Nur wenn es mit der hapert (wie momentan ganz heftig bei mir), dann geht der Schuß nach hinten los…