Der Bitte von Paul, mal einen Artikel zu schreiben, wie ich zu meinen HTML, CSS, PHP & Co. Kenntnissen kam und die ein oder andere Buchempfehlung auszusprechen, komme ich jetzt einfach mal nach. Vorab schon mal eines: wirklich gut bin ich in all diesen Bereichen nicht. HTML und CSS sind ziemlich einfach. Bei PHP & Co. wird es schon schwieriger. Gerade die letzteren möchte ich mir nicht wirklich als Kenntnis auf den Hut schreiben, sie eher mit dem Wort „Grundkenntnisse“ titulieren.
Bei PHP, vor allem wenn es darum geht, eigene Programmierungen zu formulieren, oder gar diese mit individuellen Datenbankabfragen zu verknüpfen, beißt es bei mir definitiv aus. Ich verstehe einen Großteil von existierendem Code, kann diesen teilweise auch gut anpassen. Aber selbst schreiben ist eine andere Sache.
Vor knapp 6 Jahren begann ich damit mir eine Webseite zu erstellen. In HTML wohlgemerkt, was damals noch vorrangiger Standard war. Da ich davon keine Ahnung hatte, dafür aber sehr gut mit Microsoft Programmen umgehen konnte, nutzte ich Frontpage für meine ersten Webseiten. Ich wurde oft deswegen ausgelacht, aber dennoch hat es mir sehr geholfen HTML zu lernen, denn ich wechselte immer öfter in die HTML Ansicht und musste den Code entsprechend anpassen. Wer z.B. schon mal eine Frontpage Seite durch den W3C Validator gejagt hat, wird jetzt verstehen was ich meine… Mittlerweile schreibe ich HTML nur noch ohne solche Hilfsmittel im Texteditor, es ist mir mit der Zeit einfach ins Blut übergegangen.
Irgendwann kam dann CSS dazu, mit dem ich die ersten Male vor zirka 4 Jahren im Zuge meines eigenen Online Shops in Berührung kam. Da ich eigentlich nie das Geld hatte, etwas Derartiges machen zu lassen, musste ich wohl oder übel selbst durch. Mit dem Shop (XT Commerce) kamen mit der Zeit auch meine PHP & SQL Kenntnisse dazu, zumindest soweit, dass ich lernte einen Teil des Codes zu interpretieren (zu verstehen) und an meine Bedürfnisse anzupassen. Gerade den Shop muss ich als einen der Hauptschuldigen für meine heutigen Kenntnisse benennen. Im Laufe der Jahre waren so viele Änderungen notwendig, ich wollte Erweiterungen in Form von Modulen etc. haben, dass ich mich unweigerlich immer wieder damit auseinandersetzen musste.
Bis ich vor ca. 1 ½ Jahren zu WordPress stieß, habe ich eigentlich alle meine Kenntnisse aus dem Internet. Step by Step habe ich nach den entsprechenden Anpassungen im Netz gesucht und bin eigentlich auch fast immer fündig geworden. Mit WordPress kam auch wieder PHP und vor allem CSS auf den Tisch und ich habe mehr als einmal im Laufe der Jahre überlegt, ob ich nicht mal eine PHP Weiterbildung belegen sollte. Die meisten Programmierer haben mir davon aber abgeraten, da PHP ziemlich umfassend ist und meine persönlichen Bedürfnisse (vor allem XT Commerce) dort kaum abgehandelt werden. So beschränken sich meine PHP Kenntnisse auch heute noch ziemlich stark.
Im Laufe der Zeit habe ich auch so einige Bücher angesammelt, die Ihr hier im Text verteilt findet. Das PHP Buch gefällt mir sehr gut, da es klein und handlich ist und ich hier schon hin und wieder bei einigen grundsätzlichen Dingen auf Verständnis gestoßen bin.
Die beiden besten Bücher sind in meinen Augen die beiden Little Boxes Bücher (Teil 1 und Teil 2). Sie erklären CSS von Grund auf, und gerade das Verhalten der verschiedenen Div Container sowie das Floating stellte mich bei WordPress immer wieder vor Probleme. Wie Ihr ja wisst, baue ich Themes selbst und dafür waren diese beiden Bücher, die ich auch jetzt immer gerne wieder als Nachschlagewerk benutze, die Grundvoraussetzung für mich. Wer in Bezug auf WordPress ein Theme selbst bauen möchte, oder an vorhandenen Themes Hand anlegen möchte, der sollte CSS schon sehr gut beherrschen. Dabei haben mir diese zwei Bücher sehr geholfen.
Interessant finde ich auch die kleinen Büchleins aus der Reihe kurz & gut, hier allen voran das HTML & XHTML sowie das CSS Büchlein. Wie Ihr an der Wort “Büchlein” schon unschwer erkennen könnt, sie sind klein und umfassen nur wenige Seiten. Für mich dienen sie in erster Linie als Nachschlagewerke bei “wie ging doch gleich wieder…” Fragen. Damit etwas von der Pike auf zu lernen ist unmöglich, aber zum Nachschlagen sind die beiden Referenzen ungeschlagen meine meistgenutzten Bücher und fallen teilweise schon auseinander.
Alles in allem kann ich zusammenfassen, dass meine Kenntnisse in erster Linie aus vielen Jahren “learning by doing” stammen, ich sehr viele Informationen aus dem Internet hole und nur für einen Teil Bücher nutzte beziehungsweise nutze.
Bei WordPress selbst komme ich mit meinem Mini PHP & SQL Kenntnissen sehr gut zu Rande. Die meisten Codeschnipsel findet man sowieso im Netz verstreut und muss sie gegebenenfalls nur noch auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. PHP Abfragen zum Beispiel, wenn Codes nur auf bestimmten Seiten eingebunden werden müssen, sind in meinen Augen ein Klacks.
Ganz anders sieht es schon aus wenn man ins Theme eingreifen, Änderungen am Design vornehmen oder ein Theme selbst bauen möchte. Da geht ohne HTML und vor allem CSS Kenntnisse überhaupt nichts mehr. Das bißchen PHP was dabei notwendig ist, ist eigentlich gar nicht der Rede wert. In Standard Themes werden vor allem die Standard WordPress PHP Abfragen genutzt, die sind wirklich einfach zu finden.
Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen von Euch mit diesem Artikel eine kleine Stütze sein und die Informationen liefern, die er/sie für sich braucht.
Immer interesannt so das “dahinter” zu erfahren. Wir haben so in etwa den selben “Werdegang”
Ich kam zu PHP über PHP Nuke und einem damals sehr guten Forum. Dort hab ich dann eifrig gepostet und mitgewirkt und mir nebenher auch durch “learning by doing” die Kenntnisse angeeignet. Meine ersten HTML Schritte machte ich auch mit Frontpage.
Kleine Aktionen in WP Themes mache ich auch selber. Sobald es aber größer wird, lasse ich die Finger davon.
HMTL habe ich mich durch ein Webseiten Baukasten selber beigebracht. Hier sind die Kenntnisse sagen wir mal mittelprächtig
@Markus: *freu* noch jemand, der HTML mit Frontpage gemacht hat. Ich bin ganz schön oft ausgelacht worden deswegen, aber habe wohl mehr gelernt als all jene Lacher, die es nie nötig hatten in die HTML Ansicht zu wechseln
@Peter: Gerade die kleinen Aktionen sind es, vor denen mir am meisten graut, wenn man das Theme nicht selbst gemacht hat. Ein paar davon dauern meist länger als das ganze Theme selbst zu machen. Zumindest geht es mir so damit
Hallo Tanja,
schön, dass es bei allen irgendwie immer gleich läuft und “Lerning by doing” ist immer noch das Beste!
Ja, vor mir ist eigentlich programmiertechnisch nichts sicher! Schlimm für mich ist nur, dass ich mich dann oft auch verliere und ganz schlecht mich geschlagen zu geben! Aber das ist mein Problem!
Gruß
Matthias
Ich habe vor 10 Jahren oder so mal nen html Kurs in der Schule belegt und bin schnell auf selfhtml.org gestoßen, was ich bis heute jedem nur empfehlen kann. Leider hatte ich zwischendrin ein paar Jahre Pause, weil wir nur ne ganz schlechte Internetverbindung auf dem Land hatten (die auch noch teuer war); momentan versuche ich vor allem CSS auf Vordermann zu bringen, danach kommt PHP an die Reihe;)
Ja, der Artikel gefällt mir =)
Bei mir ist es nicht viel anders. “Learning by Doing” und “Step by Step” sind sinnvolle Vorgehensweisen und die perfekten Methoden sich in der Informatik zurechtzufinden.
Momentan versuche ich mit LaTeX selber anzueignen. Es ist eine geniale und zugleich starke alternative gegenüber OpenOffice und Word.
@Matthias: Bei Dir wundere ich mich schon lange, dass Du keine Themes selber bastelst. Drauf hättest Du es auf jeden Fall
Ich gebe mich auch selten geschlagen und das frisst leider unheimlich viel Zeit *grummel*
@John: selfhtml finde ich teilweise gar nicht so gut. Ist meistens viel zu ausführlich und unübersichtlich, zumindest in meinen Augen. Wenn man es aber ständig braucht, dann geht es in Fleisch und Blut über
@Paul: Für Dich war der Artikel ja in erster Linie, bzw. Du hast die ausschlaggebende Bitte dazu gestellt
@Tanja Das schöne an Frontpage war doch, das man einen unheimlichen Wiedererkennungswert hatte. Alles Seiten sahen gleich aus^^ Gut bei WordPress und Co. ist es oft genauso, aber irgendwie war das bei Frontpage immer negativ angehaucht wenn man so Seiten sah.
Bei selfhtml muss ich Dir recht geben. Ich hol mir dort zwar ab und an auch den einen oder anderen Tipp, aber da etwas zu finden ist oftmals ein ganz schöner Akt.
@Markus: Nö, meinen Seiten sahen gar nicht gleich aus, da ich immer auf Unverwechselbarkeit wert legte und keine Templates aus dem Baukasten benutzte
Bei Frontpage hat man meistens den HTML Code kritisiert, der nicht w3c konform und zudem aufgebläht ohne Ende war. Aber egal, funktioniert hats und vor allem war der Lerneffekt riesig…
@Tanja Ja ich weiß schon mit dem Code. Ich hatte es irgendwann, weiß nicht mehr genau ab welcher Version es ging, eingestellt das Frontpage da nicht mehr rein murkst und im Endefeckt mein Code auch von Hand geschrieben, Frontpage war dann eben das Verwaltungsinstrument für mich. Irgendwann bin ich dann auf Dreamweaver umgestiegen und finde das immer noch sehr gut. Murkst nicht im Code rum, man kann seine Projekte schön verwalten und auch sonst viele gute Sachen. Für mich wie ein Texteditor mit Zusatzfunktionen
@Markus: Ich bin auf Notepad umgestiegen
Zur Verwaltung brauche ich nix, Code mache ich sowieso manuell und solche Progrämmchen mag ich ehrlich gesagt in diesen Bereichen nicht mehr. Ab und an mache ich das alte Frontpage noch auf, wenn mir so ganz und gar nicht einfallen will, wie ein html Code jetzt genau aussehen soll und gehe spicken. Das wars dann aber auch schon
Notepad++ nutz ich auch. Code mach ich auch alles manuel. Aber wenn man große Projekte betreut und evtl. mal 100te von Dateien eine andere Ordner Struktur verpassen muss und dann evtl. auch 100te includes, Pfadangaben oder ähnliches anpassen muss, weiß man Dreamweaver zu schätzen^^ Das sind so die einzigsten Dinge die ich “automatisiert” machen lass. Ich weiß geht auch mit Notepad und “suchen und ersetzen” aber warum 1, 2 Arbeitsschritte mehr, wenn es auch mit einem Abwasch geht. Desweiteren kann man mit Dreamweaver auch schön Dateien direkt auf dem Server bearbeiten oder man klickt auf alles aktualisieren, nachdem man fertig ist. Löscht man lokal Dateien, werden diese nach Aktualisierung auch Online gelöscht, was Dateileichen verhindert. Wie gesagt ich bin eigentlich auch gegen so Programme aber das ist mir echt ans Herz gewachsen. Es bietet eben sehr viel für was normal entweder mehr Arbeitsschritte oder mehrere Programme nötig sind. Ich würde es wahrscheinlich auch nie verwenden wenn ich es nicht mal in einer kostenlose Version bekommen hätte. Da dacht ich anschaun kann man es sich ja mal. Aber wie bei allem sind auch hier (Gott sei Dank) die Geschmäcker verschieden.
Ich möchte da definitiv nicht mit Dir tauschen. Gerade Dreamweaver finde ich persönlich voll ätzend. Mal eine Testversion aufgemacht und nach 10 Minuten für Ewig wieder geschlossen *schüttel*.
So bin und bleibe ich glücklich mit Notepad. Ich habe allerdings auch keine einzigen Deiner genannten Schritte zu vollziehen. Und würde es wahrscheinlich auch nicht tun. Die Verwaltung von Projekten überlasse ich Leuten, die das gerne machen. Ich nicht
Ich sag ja Geschmäcker sind verschieden^^ Aber Du wirst lachen, mir ging es bei meinem ersten mal mit Dreamweaver genauso
Staubte dann glaub fast ein Jahr vor sich hin. Aber mal was anderes, weißt Du ob Notepad ne FTP Anbindung hat? Ich dachte das wär mal drin gewesen, irgendwie find ich das aber nicht mehr.
@Markus: Kein Peil, wegen Notepad und .FTP. Ich nutze für FTP den Total Commander.