Low Carb, also die kohlenhydratreduzierte Ernährung, begleitet mich nun schon seit 4 Jahren. Zwar hatte ich die ein oder anderen Phasen, wo ich auf jegliches Low Carb pfiff, aber ich kehrte immer wieder zurück zu dieser Ernährungsform. Es geht mir gesundheitlich damit wesentlich besser und auch mein Gewicht habe ich mit Low Carb relativ gut im Griff. Heute möchte ich Euch erzählen, wie ich damals auf Low Carb kam und was sich dadurch in meinem Leben alles positiv verändert hat.
Vor 4 Jahren, ich wog damals ca. 77 Kilo, wollte ich meiner Gesundheit zu Liebe einige Kilos abnehmen, denn meine Hüften kamen mit diesem Gewicht einfach nicht mehr klar. Schon nach einer Runde um den Block, fing ich zu hinken an und der wöchentliche Einkauf durch den Supermarkt war auch nicht mehr gerade einfach zu bewältigen.
So entschied ich mich erst einmal für “futter nur noch sehr wenig” und ich aß 2 Wochen lang pro Tag zwei Wurstsemmeln, sonst nichts. Diese Wurstsemmeln bestanden aus jeweils einem Vollkornbrötchen, belegt mit magerer Geflügelwurst und Salatblatt. Ein sehr spartanisches Essen. Dass damit eigentlich etwas auf der Waage passieren müsste, setzte ich voraus. Doch es passierte nichts. Ich nahm nicht ab, sondern tendenziell sogar noch leicht zu. Da war für mich klar, dass irgendwas nicht stimmt mit mir, doch was? Irgendwas vertrug ich nicht, das könnten die Semmeln oder die Wurst sein – was anderes hatte ich ja nicht gegessen.
So ungefähr sah ich übrigens aus, bevor ich mich entschloss abzunehmen:

So stöberte ich mich durch die verschiedensten Diäten und blieb bei Low Carb hängen, das ich dann einfach einmal ausprobierte. Und siehe da, es funktionierte. Auf einmal purzelten die Kilos.
Von den verschiedensten Low Carb Varianten entschied ich mich für meine persönliche Version. Ich verzichtete vor allem auf Reis, Kartoffeln, Brot und Gebäck. Die einzigen Kohlenhydrate, die ich mir geringfügig gestattete waren die aus Zucker (da ich Süßstoff nicht vertrage). Mein Essen bestand vor allem aus Fleisch, Fisch, Gemüse und Salat. Zum Trinken gab es bevorzugt schwarzen Kaffe und leicht gesüßte Getränke (Wellness Wasser). Hin und wieder genehmigte ich mir etwas Süßes.

In einem knappen halben Jahr nahm ich mit dieser Low Carb Ernährung über 20 Kilo ab und sah am Ende meiner Diät so aus, wie auf dem Bild rechts.
Low Carb bescherte mir aber nicht nur die Gewichtsabnahme. Mein Hautbild war wesentlich besser und klarer, meine Blutwerte wie die eines “jungen Gottes” und das beste: 20 Jahre Verdauungsstörungen, für die nie ein Grund gefunden wurde, gehörten auf einmal der Vergangenheit an.
Nachdem ich mein Gewicht reduzierte, fing ich langsam aber sicher an Sport zu treiben. Ein solches Vorgehen ist mit Sicherheit nicht jedem zu empfehlen, denn im Normalfall gehört Sport zur Diät. Aufgrund meiner Hüften ging es aber nicht anders.
Mit dem Sport kam natürlich wieder das ein oder andere Kilo, was aber nicht schlimm ist, denn da wurde einfach nur Fett mit Muskulatur ersetzt und diese wiegt bekanntlich schwerer. Ein rundum schöneres Körperbild war die Folge. Zu meinen besten Zeiten brachte ich 57 Kilo auf die Waage und blickte auf einen Fettanteil von 16,6%.
Ein Ergebnis, auf das ich heute noch Stolz bin und was auch heute wieder zu meinem Ziel geworden ist. Denn leider lies ich das Ganze in den letzten 1 1/2 Jahren etwas schleifen, futterte phasenweise Kohlenhydrate ohne Rücksicht auf Verluste und Gesundheit und wurde auch etwas faul was den Sport betrifft.
Zudem bekam es mir gar nicht gut, wenn ich versuchte mich an strengeres Low Carb zu halten und auch auf sämtlichen Zucker zu verzichten. Das hielt ich meistens ein paar Tage durch und dann folgten solch gewaltige Fressattacken, dass ich unterm Strich gleich ein paar Kilos mehr auf die Waage brachte.
Also lerne ich aus meinen Fehlern, stelle mir wieder meine individuelle Low Carb Ernährung zusammen, die ich auch dauerhaft durchführen kann und hoffe auf eine baldigen wieder super knackigen Körper, von dem ich momenten noch ca. 5 Kilo und einige Sportspunden entfernt bin
Hach das hört sich an wie meine Geschichte. Ich hatte auch satte 20 Kilo zu viel und wurde Wochen n a c h der Geburt meiner Tochter gefragt, wann es denn soweit sei… Heul-also Sport! Mein Essen bestand allerdings aus einem Brötchen morgens, Wasser und Tomatensaft bei Hunger-Mittagessen reichlich, nur ohne Soße und dann nachmittags ne Kleinigkeit und abends nüscht. Meine Sporteinheiten (jeweils ne Stunde) machte ich oft abends um zehn oder elf (Mischmasch aus Callanetics und selbst erdachten Übungen, weil man bei vielen Callanetics-Übungen doch drohte einzuschlafen). Während am Anfang frustrierende zwei Kilo fielen, gings zum Schluß immer schneller runter, dass ich aus lauter Angst wieder anfing zu essen. Ich war richtig dürr-bah. Aber jetzt bin ich wieder am Anfang-ächz. Ach und die zu vielen Kilo machen einen tatsächlich zu schaffen. Mein LG meinte, man würde mich kommen hören (beim Laufen ähem, ja-einfach schwererer Tritt)… Kreisch… LG Kaddi
Gratulation, das klingt ja richtig erfolgreich!
Finde aber auch, Du hättest ruhig in die Kamera lächeln können auf dem zweiten Bild..
Ps: cooles Moped.. Will auch..
@Kaddi: Da scheinen wir ja ziemlich was gemeinsam zu haben
@Matthias: Das war das Moped meines lieben Mannes, das gibt es mittlerweile leider nicht mehr, weil es einfach viel zu viel rumstand und zu wenig genutzt wurde
Ich hätte es ja genutzt *kicher* doch zu dieser “Abwehr” hat Stephan die Batterie ausgebaut. Ich fall so leicht um mit den Teilen im Stand, weil ich aufgrund meiner Hüftproblematik nicht so viel Kraft in den Beinen habe wie andere und wenn ich dann nur mit den Fußspitzen an den Boden komme, kann es an der roten Ampel etc. schon schwierig werden das Maschinchen zu halten… Für mich sind Chopper besser, deswegen träume ich auch hin und wieder von einer “Harley”…
Also erst einmal Respekt vor deiner Entscheidung und dass du es auch noch so gut durchgezogen hast. Die letzten 5 KG schaffst du auch noch!
Ich wollte auch gerade sagen, dass du auf dem letzten Foto so unglücklich wirkst aber du hast es ja schon erklärt wieso
Hast dir ja auch gleich ein neues Profilbild geleistet.
Nachdem ich dir schon deinen Trainingsplan gemoppst habe, hätte ich auch gerne den Ernährungsplan übernommen – momentan habe ich nämlich einigen Umstellbedarf.
Nur: Als Vegetarierin würde ich dann wahrscheinlich verhungern. Nur von Eiern und Gemüse zu leben macht ja leider doch nicht wirklich satt. Jedes Mal, wenn ich mich hauptsächlich von Gemüse und Obst ernähre, knurrt mir schnell wieder der Magen und ich bin so gar nicht der Typ Frau, welcher ständig Lust hat in die Küche zu rennen, um sich neues Futter zuzubereiten.
Auf Zucker habe ich letztes Jahr während meiner Weight-Watchers-Phase fast komplett verzichtet (zum Glück vertrag ich ja Süßstoff) – belohnt wurde das allerdings mit ziemlich schlechter Laune. So ganz ohne Süßes werde ich, so mussten wir hier leidvoll feststellen, ziemlich launisch
Ich werde also weiter nach “meiner” perfekten Ernährungsform suchen müssen…
Also never werde ich hungern oder auf zum Beispiel Schokolade verzichten… das gibts einfach nicht. Dann hat man ja gar keinen Spass mehr. Ich kenne soviele Frauen, die von Untertellern für Tassen essen, um hinterher zu erzählen, sie hätten einen ganzen Teller voll gegessen. Oder kuck mal bei denen in den Kühlschrank…
hat mich doch letztens ein Mann aufgeklärt: Zugegeben, so eine schlanke Frau in den richtigen Sachen ist einfach was zum Zeigen und gut ankucken, … aber bei denen bekommt man nie was zu essen und für mehr sind sie auch nicht gut…
Hust, so… wir können uns das jetzt mit der Diät noch mal überlegen… grins… LG Kaddi
@Thomas: Danke
Ja, ich bin auch zuversichtlich, dass ich die Kilos auch noch wieder runter kriege.
Zu dem Profilbild habe ich im Blogger Quartett Beitrag vorhin ein paar Fragen gestellt. Vielleicht magst mir ja antworten?
@Bonny: Als Vegetarierin tust Du Dir natürlich schwer mit Low Carb, außer Du fährst voll auf Rohkost ab. Bei Stephan hat das Abnehmen super geklappt, als er nur abends auf Low Carb umstieg. Also zum Abendessen und danach so gut wie keine KHs mehr (bzw. so wenig wie möglich). Den Rest des Tages hat er sich wie zuvor ernährt. Er hat damit in einem halben Jahr 10 Kilos abgenommen. Vielleicht wär das ja was für Dich? z.B. in Kombi mit Tofu und Milchprodukten zum Abendessen. Oder ißt Du so was auch nicht?
Den Zuckerverzicht finde ich auch ziemlich K… aber ich vertrage ja auch Süßstoff nicht. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass der dauerhaft nur für die ganz Hartgesottenen durchzuführen ist. Ich würde auf jeden Fall nicht mein Leben lang auf alle Süßigkeiten komplett verzichten wollen
@Kaddi: Hungern ist auch voll “Banane”. Was gibts denn da noch für eine Lebensqualität. Irgendwann mal habe ich in einer Reportage von einem Koch einen Spruch gehört, der ungefähr so ging: “Ich mag keine Frauen, die von einem Salatblatt bereits Verdauungsstörungen bekommen”… Ich esse und schlemme viel zu gerne, deswegen gibt es bei mir ja Low Carb mit der Ausnahme der starken Reduzierung von Zucker. So pfeiff ich mir durchaus täglich etwas Schokolade und auch hin und wieder meinen After-Dinner Averna/Ramazotti in die Figur (was ich jetzt auch gleich wieder mache).
Deine Geschichte liest sich echt toll!
Ich bin nun endlich bei 25 Kilo weniger und nicht mehr lang, dann steht mein BMI auf oberste Grenze “Normalgewicht”. Angefangen mit 33 jetzt bei 26,6 Wird einem eigentlich erst bewusst wenn man sich das mal so zahlenmäßig vor Augen hält.
Mittlerweile nach knapp 7 Monaten Low Carb am Stück sind die Versuchungen auch nicht mehr so schlimm. Ich habe die Sachen gefunden die mir schmecken und wenn jemand neben mir mal Schokolade isst, naja dann soll ers halt.
Und jetzt wo die Grillsaison ist, kann ich sowieso wieder zuschlagen
Ach ja… *kicher*… die Grill-Diät
Du hast wirklich auch schon sehr viel geleistet *Hut ab*! Wichtig ist, dass Du für Dich die Ernährungsweise gefunden hast, die bei Dir am besten klappt und mit der Du auch dauerhaft klar kommst. Lass Dir blos nix reinreden, es ist schließlich Dein Körper